18 Intelligente Städte, IoT & Mobilität in der Schweiz im Jahr 2026
Die Schweiz positioniert sich als Vorreiter bei Smart Cities, IoT-Infrastruktur und innovativen Mobilitätslösungen. Mit Städten wie Zürich, Genf und Basel setzt das Land auf digitale Transformation, nachhaltige Energiesysteme und autonome Verkehrstechnologien. Im Jahr 2026 werden über 60 Smart City-Projekte in der Schweiz umgesetzt, die das städtische Leben effizienter, grüner und vernetzter gestalten.
18 Smart Cities, IoT & Mobility in der Schweiz in 2026 umfassen eine breite Palette von Initiativen – von LoRaWAN-Netzwerken über autonome Fahrzeuge bis hin zu intelligenten Energiemanagementsystemen. Diese Projekte verbessern die Lebensqualität der Bürger durch datengestützte Entscheidungen, reduzieren CO2-Emissionen und fördern die wirtschaftliche Innovation. Die Schweiz nutzt ihre Position als Global Innovation Index-Spitzenreiter seit einem Jahrzehnt, um zukunftsweisende urbane Lösungen zu entwickeln.
Warum Smart Cities in der Schweiz wichtig sind
Smart Cities in der Schweiz reagieren auf wachsende urbane Herausforderungen wie Verkehrsstaus, Energieeffizienz und Lebensqualität. Die Schweizer Bundesregierung unterstützt die Digitalisierung durch Programme wie Smart City Switzerland und den Innovation Booster Swiss Smart Cities, der radikale Innovationsprojekte mit bis zu 25.000 CHF fördert. Diese Initiativen bringen Universitäten, Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Bürger zusammen, um vernetzte Lösungen zu entwickeln.
Die digitale Infrastruktur der Schweiz bildet das Fundament für IoT-Anwendungen. Swisscom betreibt das landesweit größte LoRaWAN-Netzwerk mit 97 Prozent Bevölkerungsabdeckung. Bis 2026 wird die Schweizer Regierungscloud operativ sein, ein Investment von 319,4 Millionen CHF für digitale Souveränität und Datensicherheit. Diese Infrastruktur ermöglicht Echtzeit-Datenverarbeitung für Smart City-Anwendungen.
Top 18 Smart Cities, IoT & Mobility in der Schweiz in 2026
1. Zürich – Europas smarteste Stadt
Zürich belegt seit sechs Jahren in Folge den ersten Platz im IMD Smart City Index. Die Stadt implementiert intelligente Strassenbeleuchtung, IoT-basierte Sicherheitssysteme und vernetzte Verkehrssignale. Mit Partnerschaften zwischen der Stadtverwaltung, SBB und Energieversorgern optimiert Zürich den Energieverbrauch und reduziert Treibhausgasemissionen. Das Green City-Quartier im Süden Zürichs nutzt Grundwasserbrunnen und Geothermieanlagen für erneuerbare Energie.
| Aspekt | Details |
| Ranking | Platz 1 im IMD Smart City Index 2025 |
| Hauptinitiativen | Intelligente Beleuchtung, IoT-Sicherheit, Verkehrsoptimierung |
| Energieprojekte | Green City-Quartier mit erneuerbaren Energien |
| Abdeckung | Glasfasernetzwerke und 5G-Infrastruktur |
2. Genf – Connected City mit Sensornetzwerken
Genf kletterte auf Platz 3 im Smart City Index und betreibt das Smart Canton-Projekt. Sensoren im gesamten Stadtgebiet interagieren mit vernetzten Geräten wie Smartphones und GPS, um Echtzeit-Informationen zu sammeln. In Carouge informieren Sensoren Autofahrer über freie Parkplätze, während 1.000 Sensoren Verkehrslärm modellieren. Diese Daten verbessern Stadtplanung und Dienstleistungsqualität.
| Aspekt | Details |
| Ranking | Platz 3 im IMD Smart City Index 2025 |
| Smart Canton-Projekt | Sensornetzwerke für Parkplätze und Lärmüberwachung |
| Pilotprojekte | Carouge Parkraumsensoren, Verkehrslärmmodellierung |
| Schwerpunkt | Verbesserung öffentlicher Räume durch IoT |
3. Swisscom LPN – Nationales LoRaWAN-Netzwerk
Swisscom betreibt das Low Power Network (LPN), ein LoRaWAN-basiertes IoT-Netzwerk mit 97 Prozent Bevölkerungsabdeckung. Das Netzwerk ermöglicht energieeffiziente Kommunikation für IoT-Geräte über lange Distanzen. Batterien halten bis zu zehn Jahre, und das Netzwerk funktioniert auch in abgelegenen Gebieten. LoRaWAN wird bis 2026 die führende nicht-zellulare LPWAN-Technologie sein.
| Aspekt | Details |
| Abdeckung | 97% der Schweizer Bevölkerung |
| Technologie | LoRaWAN-Standard für IoT |
| Batterielebensdauer | Bis zu 10 Jahre |
| Roaming | Internationale Konnektivität verfügbar |
4. Autonome Fahrzeuge in Furttal (Zürich)
WeRide erhielt 2025 die erste fahrerlose Robotaxi-Genehmigung der Schweiz vom Bundesamt für Strassen (ASTRA). Das IAMO-Pilotprojekt im Furttal-Gebiet Zürich wird ab der ersten Hälfte 2026 vollständig fahrerlose Passagierdienste anbieten. Die Flotte bedient ein 110 km großes Betriebsgebiet mit rund 460 Haltestellen bei Geschwindigkeiten bis 80 km/h. Das Projekt wird vom Swiss Transit Lab, den Kantonen Zürich und Aargau sowie der SBB geleitet.
| Aspekt | Details |
| Genehmigung | Erste fahrerlose Robotaxi-Genehmigung der Schweiz |
| Start | Erste Hälfte 2026 |
| Betriebsgebiet | 110 km mit 460 Haltestellen |
| Geschwindigkeit | Bis zu 80 km/h |
5. Winterthur – Smart City Pilotprojekte
Winterthur unterstützt jährlich mehrere Smart City-Pilotprojekte durch den Innovationskredit von über 200.000 CHF. Seit der Strategiegenehmigung 2018 wurden etwa 20 Projekte gefördert. Die Stadt nutzt Smartphone-Apps zur Erfassung von Fußgänger- und Fahrradverkehr durch Datenanalyse. Winterthur kooperiert mit der ZHAW und Technopark Winterthur für Forschungsprojekte zu Energieeffizienz und virtueller Realität.
| Aspekt | Details |
| Innovationskredit | Über 200.000 CHF pro Jahr |
| Projekte seit 2018 | Etwa 20 Pilotprojekte |
| Schwerpunkte | Mobilitätsanalyse, Energieeffizienz, VR-Gaming |
| Partnerschaften | ZHAW, Technopark, Smart City Hub Switzerland |
6. Kuafu – KI-gestützte Energieverwaltung in Dübendorf
Das Schweizer Startup Kuafu aus Dübendorf entwickelt eine KI-gestützte Grid-Edge-Management-Plattform. Die Plattform verwaltet und optimiert lokale Energieressourcen wie Wärmepumpen, Gebäudebatterien und Elektrofahrzeuge. Sie verbindet Energiemanagementsystem-Anbieter mit Netzbetreibern, überwacht Verbrauchsmuster und gleicht Energieangebot und -nachfrage aus. Dies verbessert die Integration erneuerbarer Energien.
| Aspekt | Details |
| Gründungsjahr | 2024 |
| Standort | Dübendorf, Zürich |
| Technologie | KI-gestützte Energieverwaltung |
| Fokus | Wärmepumpen, Batterien, E-Fahrzeuge |
7. Basel – Nachhaltige Mobilitätslösungen
Basel implementiert nachhaltige Mobilitätslösungen und vernetzte öffentliche Verkehrssysteme. Die Stadt investiert in E-Mobility-Infrastruktur und intelligente Ladestationen. Basel nutzt IoT-Sensoren zur Verkehrssteuerung und Luftqualitätsüberwachung. Die Stadt kooperiert mit regionalen Partnern für grenzüberschreitende Smart City-Initiativen.
| Aspekt | Details |
| Schwerpunkt | E-Mobility und öffentlicher Verkehr |
| IoT-Anwendungen | Verkehrssteuerung, Luftqualität |
| Kooperationen | Grenzüberschreitende Projekte |
| Infrastruktur | Intelligente Ladestationen |
8. St. Gallen – Smart District Remishueb
St. Gallen entwickelt das intelligente und vernetzte Stadtquartier Remishueb mit Bundesunterstützung. Das Projekt integriert intelligente Gebäudetechnologien, Energieeffizienz und digitale Dienstleistungen. St. Gallen ist Hauptsitz des Smart City Hub Switzerland, der Schweizer Städte vernetzt. Die Stadt fördert innovative Lösungen für urbane Herausforderungen.
| Aspekt | Details |
| Hauptprojekt | Smart District Remishueb |
| Organisation | Hauptsitz Smart City Hub Switzerland |
| Unterstützung | Bundesregierung |
| Fokus | Gebäudetechnologie, Energieeffizienz |
9. Bern – Smart Factory und Industrie 4.0
Bern betreibt eine Swiss Smart Factory zur Demonstration von Industrie 4.0-Projekten. Die Einrichtung ermöglicht Unternehmen, IoT-Technologien über die gesamte Wertschöpfungskette zu testen und zu erklären. Firmen wie NTT Docomo nutzen die Anlage für Forschung und Mitarbeiterschulung. Bern positioniert sich als Zentrum für industrielle IoT-Lösungen.
| Aspekt | Details |
| Einrichtung | Swiss Smart Factory |
| Zweck | Industrie 4.0-Demonstration und Tests |
| Nutzer | Unternehmen wie NTT Docomo |
| Fokus | Industrielle IoT-Lösungen |
10. SBB – Autonome Mobilität im öffentlichen Verkehr
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) investieren in autonome Fahrzeuge für den öffentlichen Verkehr. Als Hauptinvestor des IAMO-Pilotprojekts unterstützt SBB die Integration autonomer Fahrzeuge in das Verkehrssystem. Das Projekt zielt darauf ab, Last-Mile-Konnektivität zu stärken und nachhaltige Mobilität zu fördern. Bis 2026 wird die Flotte mit acht zusätzlichen autonomen Fahrzeugen erweitert.
| Aspekt | Details |
| Projekt | IAMO-Pilotprojekt |
| Rolle | Hauptinvestor und Partner |
| Flottenerweiterung | 8 zusätzliche Fahrzeuge bis 2026 |
| Ziel | Last-Mile-Konnektivität |
11. Lausanne – Digitale Transformation
Lausanne setzt auf digitale Transformation im öffentlichen Sektor. Die Stadt entwickelt E-Government-Plattformen und digitale Bürgerdienste. IoT-Sensoren überwachen Umweltqualität und städtische Infrastruktur. Lausanne kooperiert mit der EPFL für Forschungsprojekte zu Smart City-Technologien.
| Aspekt | Details |
| Schwerpunkt | E-Government und Bürgerdienste |
| IoT-Anwendungen | Umweltüberwachung |
| Partnerschaften | EPFL für Forschung |
| Infrastruktur | Digitale Plattformen |
12. Transportation Network CH – Nationale Mobilitätsdateninfrastruktur
Die Schweiz baut eine nationale geodatenbasierte Infrastruktur für Verkehr und Mobilität auf. Das Transportation Network CH ist Teil der zukünftigen Mobilitätsdateninfrastruktur (MODI). Das System ermöglicht Referenzierung und Vernetzung von Mobilitätsdaten. Die Inbetriebnahme erfolgt 2026 mit Inkrafttreten der MODIG-Rechtsgrundlage.
| Aspekt | Details |
| Projekt | Transportation Network CH |
| Zweck | Mobilitätsdateninfrastruktur |
| Inbetriebnahme | 2026 |
| Rechtsgrundlage | MODIG |
13. Innovation Booster Swiss Smart Cities
Der Innovation Booster Swiss Smart Cities fördert radikale Lösungsideen für Schweizer Städte und Regionen. Die Initiative finanziert Innovationsteams mit bis zu 25.000 CHF für die erste Phase des Innovationsprozesses. Der Booster bringt Akteure aus allen Regionen der Schweiz zusammen – Bürger, Privatsektor, Behörden und Universitäten. Regelmäßige Ideenwettbewerbe werden von einer Jury bewertet.
| Aspekt | Details |
| Förderung | Bis zu 25.000 CHF pro Projekt |
| Ziel | Radikale Innovation für Smart Cities |
| Teilnehmer | Bürger, Unternehmen, Behörden, Unis |
| Prozess | Regelmäßige Ideenwettbewerbe |
14. SEALSQ – Ultrasichere Datenzentren für IoT
SEALSQ nutzt ultrasichere Datenzentren in der Schweiz zur Speicherung und Verarbeitung von IoT-Daten. Das Unternehmen verarbeitet Datenströme von Sensoren und Halbleitern mit KI-Techniken wie maschinellem Lernen und Computer Vision. Die Schweizer Regierungscloud wird 2026 operativ und kostet 319,4 Millionen CHF. SEALSQ unterstützt digitale Souveränität und Datensicherheit.
| Aspekt | Details |
| Technologie | KI-gestützte Datenverarbeitung |
| Standort | Schweizer Datenzentren |
| Regierungscloud | Operativ 2026, 319,4 Mio. CHF |
| Fokus | IoT-Datensicherheit |
15. Montreux, Pully und Freiburg – Regionale Smart City-Projekte
Die Städte Montreux, Pully und Freiburg entwickeln gemeinsame Smart City-Projekte mit Swisscom. Die Partnerschaften nutzen die Smart City Piano-Methodik für Projektauswahl und Implementierung. Die Städte konzentrieren Ressourcen auf Initiativen, die konkret zu gesetzten Zielen beitragen. Governance-Fragen werden durch Co-Creation-Projekte gelöst.
| Aspekt | Details |
| Städte | Montreux, Pully, Freiburg |
| Partner | Swisscom |
| Methodik | Smart City Piano |
| Fokus | Projektauswahl und Governance |
16. Intelligente Verkehrssignale und Straßenbeleuchtung
Schweizer Städte implementieren intelligente Verkehrssignale und Straßenbeleuchtung zur Energieeinsparung. Zürichs vernetzte Beleuchtungssysteme passen sich automatisch an Verkehr und Umgebungslicht an. Die Technologie reduziert Stromverbrauch und CO2-Emissionen. Weitere Städte übernehmen das Modell für nachhaltige Infrastruktur.
| Aspekt | Details |
| Technologie | Intelligente Beleuchtung und Signale |
| Vorteile | Energieeinsparung, CO2-Reduktion |
| Vorreiter | Zürich |
| Verbreitung | Weitere Städte übernehmen Modell |
17. LoRaWAN-Satellitenkommunikation
Europa genehmigte 2025 einen einheitlichen Rahmen für Satelliten-IoT im 862-870 MHz-Band. Dies ermöglicht LoRaWAN-Dienste über Satellit für entfernte Gebiete. 22 Regulierungsbehörden in der Region bestätigten die Änderung. Die Schweiz profitiert von erweiterter IoT-Abdeckung in alpinen Regionen und kritischer Infrastruktur wie Brücken und Dämmen.
| Aspekt | Details |
| Frequenzband | 862-870 MHz |
| Genehmigung | Einheitlicher EU-Rahmen 2025 |
| Anwendung | Entfernte Gebiete und Infrastruktur |
| Vorteil | Erweiterte Abdeckung in Alpenregionen |
18. ioki App für autonome Fahrzeuge
Das Unternehmen ioki entwickelt die Flottenmanagement-App für autonome Fahrzeuge in der Schweiz. Die App ermöglicht Passagieren die Buchung von IAMO-Fahrzeugen ab der ersten Hälfte 2026. Der Routing-Algorithmus von ioki verarbeitet Fahranfragen und sendet Routeninformationen an das autonome Fahrsystem. Die Flotte besteht aus Nissan Ariya-Elektrofahrzeugen mit WeRide-Technologie.
| Aspekt | Details |
| Anbieter | ioki |
| Start | Erste Hälfte 2026 |
| Funktion | Buchung und Routing autonomer Fahrzeuge |
| Fahrzeuge | Nissan Ariya Elektrofahrzeuge |
Die Zukunft von Smart Cities, IoT & Mobility in der Schweiz
Die Schweiz festigt ihre Position als globaler Innovationsführer durch systematische Investitionen in Smart City-Infrastruktur, IoT-Netzwerke und autonome Mobilität. Die 18 Smart Cities, IoT & Mobility in der Schweiz in 2026 zeigen, wie Technologie urbane Herausforderungen löst und Lebensqualität verbessert. Von Zürichs intelligentem Verkehrsmanagement über Genfs Sensornetzwerke bis zu Winterthurs Pilotprojekten – jede Initiative trägt zur digitalen Transformation bei.
Das landesweite LoRaWAN-Netzwerk von Swisscom und die kommende Regierungscloud schaffen die Grundlage für skalierbare IoT-Lösungen. Autonome Fahrzeuge im Furttal-Gebiet demonstrieren, wie selbstfahrende Technologie in den öffentlichen Verkehr integriert werden kann. Diese Entwicklungen machen die Schweiz zum Vorbild für andere Nationen.
Die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Sektor, Privatwirtschaft und Forschung beschleunigt Innovation. Der Innovation Booster Swiss Smart Cities und Programme wie Smart City Switzerland fördern interdisziplinäre Projekte. Bis 2026 werden diese Initiativen messbare Verbesserungen in Energieeffizienz, Verkehrssicherheit und Bürgerbeteiligung liefern.
