5 High-Tech-Viertel in der Seestadt Wien (Aspern)
Die Seestadt Aspern ist Wiens ambitioniertestes Stadtentwicklungsprojekt und ein europäisches Vorzeigemodell für nachhaltige, technologieorientierte Stadtplanung. Auf 240 Hektar entsteht hier ein urbanes Labor, das Wohnen, Forschung, Produktion und Innovation verbindet. Diese fünf High-Tech-Viertel prägen das Zukunftskonzept:
1. Technologiezentrum Seestadt: Herzstück der Industrie 4.0
Dieses Plusenergiegebäude ist Österreichs Pionier für energieeffiziente Gewerbearchitektur. Als Innovationshub beherbergt es:
- Pilotfabrik Industrie 4.0 der TU Wien: Entwickelt smarte Produktionsmethoden.
- Digital Factory von Kapsch BusinessCom: IoT-Lösungen für urbane Infrastrukturen.
- EIT Manufacturing: Europäisches Netzwerk für industrielle Digitalisierung.
Kennzahlen im Überblick:
| Parameter | Wert |
| Nutzfläche | 13.000 m² (2025) |
| Erweiterung (tz3) | +4.900 m² (2024) |
| Energiebilanz | Plusenergie-Standard |
| Schwerpunkt | KI, IoT, Automation |
Synergien entstehen durch die Nachbarschaft von Start-ups (wie Viewpointsystem), Forschungseinrichtungen und Konzernen wie HOERBIGER.
2. Biotech-Campus: Life-Sciences-Powerhouse
Im Norden der Seestadt konzentrieren sich führende Life-Sciences-Unternehmen:
- HOOKIPA Pharma: Entwickelt immuntherapeutische Impfstoffe.
- TAKEDA: Globaler Pharmariese mit Forschungsstandort.
- Biomay: Spezialisiert auf gentherapeutische Lösungen.
Geplant ist hier die „Silicon Seestadt“: Eine CO₂-neutrale KI-Gigafactory, deren Abwärme ins Fernwärmenetz eingespeist wird. Geothermie-Anlagen und höchste Energieeffizienz machen dies möglich.
3. Forschungsquartier: Reallabor für Smart Cities
Das Aspern Smart City Research (ASCR)-Projekt testet hier Zukunftstechnologien:
- Smart Building: Energieoptimierte Gebäudesteuerung in 5 Testgebäuden.
- Smart Grid: Intelligente Stromnetze mit Echtzeit-Monitoring.
- Smart Users: Verhaltensforschung zur Energieeffizienz.
Kooperationen mit der TU Wien und Unternehmen wie Atos schaffen ein Ökosystem für urbane Innovationen.
4. Gewerbehof im Norden: Produktion 2.0
Seit 2022 bietet dieser Standort moderne Infrastruktur für:
- Handwerksbetriebe
- Hightech-Produktion
- Dienstleister mit Produktionsnähe
Features wie geteilte Nebenräume, Logistikhof und flexible Flächennutzung ermöglichen effizientes „Urban Manufacturing“.
5. Seeparkquartier: Mixed-Use-Innovation
Direkt am U-Bahn-Knoten Seestadt kombiniert dieses Viertel:
- Bürohochhäuser (z.B. Robin Tower)
- Co-Working-Spaces
- Wissenschaftseinrichtungen (Charlotte-Fresenius-Universität)
- Retail und Gastronomie
Entwicklungsdaten:
| Bereich | Kapazität |
| Wohnungen | 1.200+ |
| Arbeitsplätze | 1.500+ |
| Bildungsstätten | 3 Campus-Standorte |
Warum Aspern Seestadt?
- Verkehrsanbindung: Direkte U2/S80-Anbindung an Wien und Bratislava.
- Nachhaltigkeit: 50% Grünflächen, Geothermie, Plusenergiegebäude.
- Arbeitsplätze: 20.000+ geplante Jobs bis 2030.
Zukunftsvision
Bis 2030 entstehen hier:
- 25.000 Wohnungen
- 20.000 Arbeitsplätze
- Europas erstes KI-Rechenzentrum mit Zero-Emission-Bilanz.
Die Seestadt beweist: Technologie und Lebensqualität sind keine Gegensätze. Sie ist Blaupause für die Stadt von morgen – vernetzt, effizient und menschlich.
