Klima

Vier von belgischen Teams geleitete Satelliten im Rahmen der Klimamissionen der ESA

Belgien spielt eine zentrale Rolle in der europäischen Weltraumforschung. Besonders bei Klimamissionen der ESA zeigen belgische Teams starkes Engagement. Vier Satellitenprojekte unter belgischer Leitung tragen entscheidend zum Verständnis des Klimawandels bei. Diese Missionen messen die Energiebilanz der Erde, überwachen die Ozonschicht und erforschen Treibhausgase.

Die Projekte nutzen innovative Technologien in Mini-Satelliten. Diese sind kostengünstig und effizient. Die gewonnenen Daten helfen, Klimamodelle zu verbessern und politische Entscheidungen zu stützen.

SIMBA: Messung der Erdenergiebilanz

Der SIMBA-Satellit wurde im September 2020 gestartet. Er war bis Ende 2022 aktiv. SIMBA maß die Energiebilanz der Erde. Das ist die Differenz zwischen eingestrahlter Sonnenenergie und abgegebener Wärme. Diese Bilanz ist ein Schlüsselindikator für die Erderwärmung.

Wichtige Fakten zu SIMBA:

Merkmal Beschreibung
Größe 30 cm lang, 10 cm breit
Gewicht 3,5 kg
Instrument Miniaturisiertes Radiometer
Mission Messung der globalen Energieflüsse
Ergebnis Präzise Daten zur Klimaantriebskraft

SIMBA drehte sich zwischen Erde, Sonne und Weltraum. So konnte er beide Energieflüsse erfassen. Die Mission lieferte erstmals hochpräzise Daten mit einem CubeSat. Das zeigt, wie kostengünstige Kleinsatelliten komplexe Klimaforschung ermöglichen.

PICASSO: Ozonüberwachung aus dem All

PICASSO startete zusammen mit SIMBA. Der Satellit wurde vom Belgischen Institut für Raumfahrt-Aeronomie entwickelt. Seine Hauptaufgabe: die Dicke der Ozonschicht messen. Das Ozon schützt uns vor schädlicher UV-Strahlung.

Technologie und Methode:

  • Eine Spezialkamera analysiert Sonnenlicht bei Auf- und Untergang.
  • Durch Lichtfilterung wird die Ozondichte in der Stratosphäre berechnet.
  • Regelmäßige Messungen zeigen Veränderungen des Ozonlochs.

PICASSO beweist, dass Kleinsatelliten präzise Umweltdaten liefern können. Die Mission trug zur Überwachung des Montreal-Protokolls bei. Dieses Abkommen schützt die Ozonschicht.

ALTIUS: Atmosphärenforschung der nächsten Generation

ALTIUS startet voraussichtlich 2025. Die Mission wird vertikale Profile von Ozon und Treibhausgasen erstellen. Das ist neu und wichtig für Klimastudien.

Innovative Ansätze:

  • Originale Beobachtungstechniken für hochauflösende Daten.
  • Kontinuierliche Aufzeichnung von atmosphärischen Komponenten.
  • Unterstützung für operative Dienste und Langzeitforschung.

ALTIUS wurde von Belgien initiiert und wird von ESA unterstützt. Belgische Firmen entwickeln den Satelliten und das Instrument. Die Mission hilft zwei Herausforderungen zu bewältigen: Treibhausgase und Ozonabbau.

ECO: Zukunftsprojekt zur Erdenergiebilanz

Das Earth Climate Observatory (ECO) ist eine neue Missionsidee. ESA wählte ECO im April 2024 für eine Machbarkeitsstudie aus. Ein belgisch geführtes Wissenschaftsteam leitet das Projekt.

Revolutionäres Design:

Komponente Funktion
Weitwinkel-Radiometer Misst Energiebilanz mit hoher Genauigkeit
Sichtbare/thermische Kameras Erhöhen räumliche Auflösung
Zwei Satelliten in 90°-Bahn Erfassen den gesamten Tageszyklus

ECO soll ab 2036 die Energiebilanz der Erde überwachen. Diese Daten sind entscheidend für die Überprüfung des Pariser Klimaabkommens. Die Mission nutzt ein einzigartiges Differenzmessverfahren für bisher unerreichte Präzision.

Belgische Führungsrolle in der Klimaforschung

Belgien hat eine lange Tradition in der Weltraumforschung. Das zeigt sich in diesen vier Projekten. CubeSats wie SIMBA und PICASSO sind besonders wichtig. Sie sind günstig und effizient. Das ermöglicht Forschung, die sonst zu teuer wäre.

Vorteile von belgischen CubeSats:

  • Kosteneffizienz: Entwicklung und Start sind erschwinglich.
  • Innovation: Miniaturisierte Instrumente liefern präzise Daten.
  • Flexibilität: Ermöglichen spezialisierte Missionen mit klarem Fokus.

Diese Satelliten zeigen Belgiens Stärke in der Klimaforschung. Sie liefern Daten für bessere Modelle und politische Entscheidungen.

Ausblick: Klimaforschung mit belgischer Handschrift

Die vier Satelliten zeigen eine klare Entwicklung. Von SIMBA über ALTIUS bis ECO werden die Missionen komplexer. Belgische Teams leiten diese wichtigen Projekte.

Zukunftsperspektiven:

  • ECO könnte unser Verständnis des Klimawandels revolutionieren.
  • ALTIUS wird ab 2025 kontinuierlich Atmosphärendaten liefern.
  • CubeSat-Technologie wird weiterentwickelt für neue Missionen.

Diese Projekte beweisen: Kleine Satelliten können Großes leisten. Belgien bleibt ein Schlüsselpartner für ESA-Klimamissionen. Die Daten helfen, unseren Planeten besser zu verstehen und zu schützen.