14 Wachstum im Bereich Tourismus, Kultur und Gastgewerbe in Österreich im Jahr 2026
Österreich erlebt 2026 einen bemerkenswerten Aufschwung im Tourismus, in der Kultur und im Gastgewerbe. Mit Rekordübernachtungen von 154,3 Millionen im Jahr 2024 und einem Marktwert von über 24,61 Milliarden US-Dollar setzt sich der positive Trend fort. Der Sektor Tourismus, Kultur & Gastgewerbe Wachstum in Österreich in 2026 wird durch strategische Initiativen, technologische Innovation und nachhaltige Praktiken vorangetrieben.
Die österreichische Regierung hat mit der “Vision T”-Strategie neue Impulse gesetzt. Diese umfasst ein Marketingbudget von 1 Million Euro für die Winterolympiade in Mailand/Cortina und vereinfachte Lizenzierungsverfahren für Gastgewerbe-Start-ups. Gleichzeitig profitiert das Land von einer starken internationalen Nachfrage, wobei 87,05 Millionen der Übernachtungen auf ausländische Gäste entfallen. Die Kombination aus alpiner Tradition, urbaner Vielfalt und kulturellem Reichtum positioniert Österreich als erstklassiges Reiseziel für 2026.
Warum das Wachstum im österreichischen Tourismus 2026 wichtig ist
Der Tourismussektor trägt direkt 5,3 Prozent zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt bei und soll bis 2028 auf 5,4 Prozent steigen. Mit über 541.000 Arbeitsplätzen ist die Branche ein wirtschaftlicher Motor. Die Nachfrage ist stark, doch die Herausforderungen liegen in regionalen Unterschieden, schnelleren Buchungsmustern und Fachkräftemangel.
Das Jahr 2026 bringt besondere Chancen durch internationale Großveranstaltungen, darunter Konferenzen in Wien und kulturelle Festivals wie die Salzburger Festspiele. Der Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung macht Österreich zu einem Vorbild für verantwortungsvollen Tourismus in Europa.
14 Wachstumstrends für Tourismus, Kultur und Gastgewerbe in Österreich 2026
1. Rekordübernachtungen setzen neue Maßstäbe
Österreich verzeichnete im November 2025 mit 5,73 Millionen Übernachtungen die höchste Zahl seit Beginn der digitalen Erfassung 1974. Dieser Anstieg von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zeigt die anhaltende Attraktivität des Landes. Die Wintersaison 2025/2026 profitiert von stabiler Nachfrage trotz europäischer Wirtschaftsschwäche.
Besonders Tirol führt mit 38,09 Millionen Übernachtungen, gefolgt von Salzburg mit 23,61 Millionen und Wien mit 12,55 Millionen. Die internationale Nachfrage bleibt robust, wobei deutsche Gäste mit 43,49 Millionen Übernachtungen weiterhin die größte Besuchergruppe bilden.
| Kennzahl | Wert | Veränderung |
| November 2025 Übernachtungen | 5,73 Millionen | +3,4% |
| Jährliche Gesamtübernachtungen 2024 | 154,3 Millionen | Rekord |
| Internationale Übernachtungen | 87,05 Millionen | +0,5% |
| Deutsche Gäste | 43,49 Millionen | Größte Gruppe |
2. Marktwert steigt auf über 31 Milliarden US-Dollar bis 2031
Der österreichische Gastgewerbemarkt wird im Jahr 2026 auf 24,61 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2031 auf 31,72 Milliarden US-Dollar wachsen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 5,21 Prozent. Das stetige Wachstum wird durch Langstreckenbesucher, umfangreiche Renovierungsanreize und aufgerüstete Konferenzeinrichtungen in Wien unterstützt.
Die Branche bleibt trotz steigender Energiekosten und Arbeitskräftemangel widerstandsfähig. Investoren wie Staatsfonds und Family Offices erhöhen ihre Aktivitäten in Schlüssellagen wie Wien und alpinen Resorts.
| Marktprognose | 2026 | 2031 |
| Marktwert (USD) | 24,61 Mrd. | 31,72 Mrd. |
| CAGR | 5,21% | – |
| Übernachtungen 2024 | 154,3 Millionen | – |
| Direkter BIP-Beitrag | 5,3% | 5,4% (2028) |
3. Vision T-Strategie treibt Wettbewerbsfähigkeit voran
Die österreichische Regierung hat im Januar 2026 die “Vision T”-Initiative beschlossen, um die Position des Landes als Top-Destination zu stärken. Die Strategie sieht die Erstellung eines nationalen Tourismusplans bis Mitte 2026 vor, unterstützt durch gezielte Finanzierung und regulatorische Erleichterungen.
Ein Budget von 1 Million Euro ist an Marketing für die Winterolympiade Mailand/Cortina gekoppelt. Zudem werden Lizenzierungsverfahren für Gastgewerbe-Start-ups vereinfacht. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Innovation zu fördern und kleine Familienbetriebe zu unterstützen.
| Vision T Elemente | Details |
| Marketingbudget | 1 Million Euro (Olympia-fokussiert) |
| Nationaler Tourismusplan | Fertigstellung Mitte 2026 |
| Regulatorische Vereinfachung | Start-up-Lizenzen |
| Fokus | Stakeholder-Beteiligung, Digitalisierung |
4. Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsvorteil
Nachhaltigkeit entwickelt sich zum Kernmerkmal des Tourismus, Kultur & Gastgewerbe Wachstum in Österreich in 2026. Hotels und Resorts setzen auf grüne Zertifizierungen, erneuerbare Energien und Abfallreduzierung. Umweltbewusste Reisende werden durch lokal bezogene Bio-Lebensmittel und nachhaltige Praktiken angezogen.
Das Sustainable Tourism in Austria Summit (STiAS 2026) findet am 10. und 11. November 2026 in Linz statt und bietet Networking sowie Best Practices für nachhaltigen Tourismus. Österreich positioniert sich als europäischer Vorreiter für verantwortungsvollen Tourismus.
| Nachhaltigkeitsinitiativen | Beispiele |
| Grüne Zertifizierungen | Hotels mit erneuerbaren Energien |
| Nationalparks | Hohe Tauern, Gesäuse |
| STiAS 2026 Konferenz | Linz, 10.-11. November |
| Bio-Hotels | Schloss Thannegg, Biohotel Rupertus |
5. Digitalisierung und KI revolutionieren das Gastgewerbe
Technologie wird zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal, besonders angesichts anhaltender Arbeitskräfteengpässe. Betreiber setzen KI-gestützte Revenue-Management-Systeme, mobile Zimmerschlüssel und automatisierte Housekeeping-Tools ein. Diese Innovationen optimieren Abläufe und verbessern Gästeerlebnisse.
Die Integration von Automatisierung hilft, Personalengpässe zu bewältigen, während gleichzeitig die betriebliche Effizienz und Rentabilität gesteigert werden. Online-Reisebüros (OTAs) überholen erstmals Suchmaschinen als Ausgangspunkt für Hotelrecherchen, wobei 26 Prozent der Reisenden ihre Suche auf einer OTA beginnen.
| Technologie-Trends | Anwendung |
| KI-Revenue-Management | Dynamische Preisanpassung |
| Mobile Schlüssel | Kontaktloser Check-in |
| Automatisierung | Housekeeping-Tools |
| OTA-Dominanz | 26% Marktanteil bei Suche |
6. Regionale Vielfalt prägt die Nachfrage
Der österreichische Markt zeigt starke regionale Unterschiede. Was in Wien funktioniert, gilt nicht automatisch für Tirol. Preisgestaltung und Planung müssen regionale Realitäten widerspiegeln: Stadt versus Alpen, veranstaltungsgetrieben versus saisonal.
Tirol führt mit 38,09 Millionen Übernachtungen, Salzburg folgt mit 23,61 Millionen, und Wien verzeichnet mit 12,55 Millionen einen Anstieg von 4,1 Prozent. Burgenland erlebte einen soliden Anstieg von 2,3 Prozent auf 2,46 Millionen, während Kärnten und Niederösterreich Rückgänge verzeichneten.
| Region | Übernachtungen | Veränderung |
| Tirol | 38,09 Millionen | +0,5% |
| Salzburg | 23,61 Millionen | +0,3% |
| Wien | 12,55 Millionen | +4,1% |
| Burgenland | 2,46 Millionen | +2,3% |
7. Veranstaltungsgetriebene Nachfrage nimmt zu
Buchungsverhalten wird schneller und zunehmend veranstaltungsgetrieben. Gäste reagieren stärker auf Wetter und Events, die Nachfrage verteilt sich weniger gleichmäßig über die Saison. Der österreichische Kalender 2026 verstärkt diese Dynamik durch zahlreiche kulturelle Großveranstaltungen.
Die Nachfrage verläuft in Wellen, nicht in glatten Kurven. Starre saisonale Preislisten bergen das Risiko, Umsätze zu verpassen, weil Preise sich nicht mit der Nachfrage bewegen. Dynamische Preisstrategien werden entscheidend für die Maximierung der Auslastung.
| Veranstaltungstyp | Auswirkung |
| Wetterabhängig | Spontane Buchungen |
| Kulturelle Events | Nachfragespitzen |
| Konferenzen | Wochentags-Buchungen |
| Festivals | Regionale Auslastung |
8. Internationale Kulturevents ziehen Millionen an
Das Jahr 2026 bietet ein reichhaltiges Kulturprogramm. Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker startet das Jahr traditionell. Die Mozartwoche in Salzburg (1.-7. Juni 2026) präsentiert Meisterklassen und Open-Air-Opern mit “Don Giovanni” in den Gärten von Hellbrunn.
Die Salzburger Festspiele (15. Juli – 31. August 2026) zeigen “Die Zauberflöte” in der Felsenreitschule. Das Bregenzer Festspiel feiert sein 80-jähriges Jubiläum mit Verdis “La Traviata” auf der weltgrößten Seebühne (22. Juli – 23. August 2026). Diese Events verstärken den Tourismus, Kultur & Gastgewerbe Wachstum in Österreich in 2026 erheblich.
| Event | Datum | Besonderheit |
| Neujahrskonzert Wien | 1. Januar | Tradition |
| Mozartwoche Salzburg | 1.-7. Juni | Open-Air “Don Giovanni” |
| Salzburger Festspiele | 15. Juli – 31. August | “Die Zauberflöte” |
| Bregenzer Festspiele | 22. Juli – 23. August | 80 Jahre Jubiläum |
9. Wien stärkt Position als Konferenzhauptstadt
Wien baut seine Rolle als führende Konferenzstadt aus. Die SLAS Europe 2026 findet vom 19.-21. Mai im Vienna Congress & Convention Center statt. Die CAA International Conference (31. März – 4. April 2026) bringt internationale Teilnehmer in die UNESCO-Welterbestadt.
Die Stadt profitiert von aufgerüsteten Konferenzeinrichtungen und einem exzellenten öffentlichen Verkehrsnetz. Der Vienna International Airport ist nur 20 Minuten mit dem Zug vom Stadtzentrum entfernt. Diese Infrastruktur macht Wien zum idealen Veranstaltungsort für MICE-Tourismus (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions).
| Konferenz | Datum | Venue |
| SLAS Europe 2026 | 19.-21. Mai | Vienna Congress Center |
| CAA International | 31. März – 4. April | Wien |
| Ars Electronica | 9.-13. September | Linz |
| STiAS 2026 | 10.-11. November | Linz |
10. Traditionelle Volksfeste bewahren kulturelles Erbe
Neben internationalen Events bleiben lokale Festivals das Herzstück der österreichischen Kultur. Der Villacher Kirchtag (26. Juli – 2. August 2026) ist Österreichs größtes traditionelles Volksfest mit Musik, Kunsthandwerk und Freude. Das Aufsteirern Festival (September 2026) in der Steiermark zelebriert regionale Identität mit lokalen Speisen und Handwerk.
Das Wachauer Aprikosenfest (Juli 2026) entlang der Donau feiert die beliebte Marille mit süßen Spezialitäten und Wein aus den sonnenverwöhnten Weinbergen Niederösterreichs. Diese Feste bieten authentische Einblicke in die österreichische Lebensart.
| Volksfest | Datum | Region |
| Villacher Kirchtag | 26. Juli – 2. August | Kärnten |
| Aufsteirern Festival | September | Steiermark |
| Wachauer Aprikosenfest | Juli | Niederösterreich |
| La Strada Graz | 31. Juli – 8. August | Steiermark |
11. Arbeitskräftemangel erfordert innovative Lösungen
Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Herausforderungen für 2026. Trotz starker Nachfrage kämpfen Betriebe mit Personalengpässen. Die “Vision T”-Strategie betont Arbeitskräfteausbildung und Unterstützung für kleine Familienbetriebe.
Technologische Lösungen wie Automatisierung und KI helfen, Personalengpässe zu mildern. Investitionen in Mitarbeiterentwicklung und verbesserte Arbeitsbedingungen werden zunehmend wichtig, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten. Die Branche muss attraktivere Karrierewege schaffen.
| Herausforderung | Lösung |
| Personalmangel | Automatisierung |
| Qualifikation | Schulungsprogramme |
| Arbeitsbedingungen | Verbesserte Standards |
| Rekrutierung | Digitale Plattformen |
12. Ostermarkt-Saison belebt Frühjahrstourismus
Die Ostermärkte in ganz Österreich (30. März – 7. April 2026) ziehen Besucher mit lokalen Kunsthandwerkern und Bio-Frühlingsprodukten an. Der Grazer Ostermarkt am Hauptplatz bietet Eiermal-Workshops für Kinder. Die Linzer Ostermesse (Osterhasenmarkt) am Schillerplatz (31. März – 7. April) kombiniert Karussells mit österreichischen Schokoladenhasen.
Diese Märkte markieren den Beginn der Frühjahrs-Tourismusaison und verbinden Tradition mit modernem Erlebnis-Tourismus. Sie ergänzen die Wintersaison und sorgen für konsistente Besucherzahlen im Frühjahr.
| Ostermarkt | Datum | Highlights |
| Graz Hauptplatz | 30. März – 6. April | Bio-Produkte, Workshops |
| Linz Schillerplatz | 31. März – 7. April | Karussells, Schokolade |
| Salzburg | Ende März | Kunsthandwerk |
| Wien | März – April | Traditionelle Osterwaren |
13. Nachhaltiges Reisen in Nationalparks wächst
Österreichs Nationalparks wie Hohe Tauern und Gesäuse fördern umweltfreundlichen Tourismus durch nachhaltige Outdoor-Aktivitäten. Wandern, Tierbeobachtung und geführte Naturtouren werden mit Bildungsprogrammen kombiniert, die die Bedeutung von Naturschutz hervorheben.
Gut gepflegte Wanderwege und Informationszentren machen diese Parks zugänglich. Eco-Hotels wie das Gradonna Mountain Resort in Tirol bieten autofreies Reisen innerhalb des Resorts. Diese Initiativen positionieren Österreich als führendes Ziel für nachhaltigen Naturtourismus.
| Nationalpark | Aktivitäten | Schwerpunkt |
| Hohe Tauern | Wandern, Wildlife | Größter Park Österreichs |
| Gesäuse | Klettern, Touren | Steirische Alpen |
| Donau-Auen | Bootstouren | Flussökosystem |
| Kalkalpen | Wildnisgebiet | Unberührte Natur |
14. Ars Electronica verbindet Kunst, Wissenschaft und Technologie
Das Ars Electronica Festival (9.-13. September 2026) in Linz ist eines der weltweit führenden Festivals für Innovation und digitale Kunst. Es bringt Kunst, Wissenschaft und Technologie zusammen und zieht ein internationales Publikum an. Das Festival ergänzt traditionelle Kulturangebote mit zukunftsorientierten Inhalten.
Diese Mischung aus Tradition und Innovation spiegelt die Vielfalt des österreichischen Kulturangebots wider. Das Festival stärkt Linz als Technologie- und Kulturstandort und trägt zur Diversifizierung des Tourismus, Kultur & Gastgewerbe Wachstum in Österreich in 2026 bei.
| Festival-Aspekt | Details |
| Datum | 9.-13. September 2026 |
| Standort | Linz |
| Themen | Kunst, Wissenschaft, Technologie |
| Publikum | International, innovationsorientiert |
Ausblick für Tourismus, Kultur und Gastgewerbe in Österreich
Der Tourismus, Kultur & Gastgewerbe Wachstum in Österreich in 2026 zeigt eine robuste Entwicklung mit vielversprechenden Perspektiven. Die Kombination aus Rekordübernachtungen, strategischen Regierungsinitiativen und einem reichen Kulturkalender schafft ideale Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Die Fokussierung auf Nachhaltigkeit und digitale Transformation positioniert Österreich als zukunftsfähiges Reiseziel.
Herausforderungen wie Arbeitskräftemangel und regionale Unterschiede erfordern innovative Ansätze. Die “Vision T”-Strategie und Investitionen in Technologie bieten Lösungswege. Mit einem prognostizierten Marktwert von 31,72 Milliarden US-Dollar bis 2031 bleibt die Branche ein wirtschaftlicher Motor für Österreich. Die Balance zwischen alpiner Tradition, urbaner Moderne und kulturellem Erbe macht das Land zum erstklassigen europäischen Reiseziel.
