10 ökosoziale Projekte, die Kunst und Nachhaltigkeit in Belgien verbinden
Belgien ist ein Hotspot für kreative Lösungen, die Kunst und Umweltschutz verbinden. Von EU-geförderten Initiativen bis zu lokal gesteuerten Projekten – hier entstehen innovative Ansätze, die Nachhaltigkeit sichtbar und erfahrbar machen.
1. EU-geförderte Kunstmissionen für Böden und Gewässer
TIDAL ArtS, SOILSCAPE und PartArt4OW nutzen Kunst als Werkzeug für Umweltbewusstsein. Diese Projekte setzen auf interdisziplinäre Zusammenarbeit: Künstler:innen arbeiten mit Wissenschaftlern, NGOs und der EU-Kommission, um Lösungen für bedrohte Ökosysteme zu entwickeln.
| Projekt | Zielbereich | Standort | Besonderheit |
| TIDAL ArtS | Gewässerprobleme | EU-weit | Künstlerische Vermittlung von CO₂-Auswirkungen auf Ozeane |
| SOILSCAPE | Bodenzerstörung | EU-weit | Installationen zur Bodenfruchtbarkeit |
| PartArt4OW | Wasserschutz | EU-weit | Bürgerbeteiligung an Kunstwerken |
2. Greenpeace Belgium HQ: Nachhaltige Architektur als Kunstwerk
Das Hauptquartier in Brüssel kombiniert Industriedesign mit Ökotechnik. Architekturbüro archipelago verwandelte eine ehemalige Orgelmanufaktur in einen energieeffizienten Arbeitsort mit Geothermie und Solaranlagen.
| Merkmal | Umsetzung |
| Energieversorgung | Geothermie, Solarpanels auf dem Dach |
| Brandschutz | Gaslöschsystem ohne Wasserschäden |
| Ästhetik | René-Magritte-Fassadenkunst |
3. Kunstlager mit Geothermie: Mobull in Brüssel
Die Hasenkamp Group baut ein Hochsicherheitslager mit 4.000 m² Fläche. Das Gebäude nutzt erneuerbare Energien und beherbergt ein Restaurierungsatelier für Kunstwerke.
| Innovation | Detail |
| Heizung | Geothermie statt fossiler Brennstoffe |
| Löschtechnik | Sauerstoffverdrängung im Brandfall |
| Kulturbezug | Magritte-Porträt an der Fassade |
4. Kunst im Bürgerauftrag: Partizipative Projekte
Seit 2002 ermöglichen Initiativen wie Neue Auftraggeber Bürger:innen, Kunstprojekte zu gestalten. In Belgien entstehen so Werke, die Alltagsprobleme wie Umweltverschmutzung thematisieren.
| Beispiel | Ansatz |
| U-Bahn-Kunstwerke | Bürgerwettbewerbe für Wandgestaltungen |
| Straßenmöbel | Recycling-Kunst im öffentlichen Raum |
5. Nachhaltige Mobilität in Brüssel und Antwerpen
Das Goethe-Institut unterstützt Projekte, die Pendler:innen für Umweltthemen sensibilisieren. Expert:innen diskutieren Lösungen wie Elektromobilität und Fahrradinfrastruktur.
| Aktivität | Ziel |
| Podiumsdiskussion | Luftqualität in Städten verbessern |
| Kunstinstallation | Sichtbarmachung von CO₂-Emissionen |
6. Künstler:innen-Residenzen für ökologische Themen
Das Goethe-Institut bietet Aufenthalte an, bei denen Künstler:innen Umweltfragen erforschen.
Beispiele:
- Pamela Tulizo (Brüssel): Fotoprojekte zu afrikanischer Identität und Ressourcennutzung.
- Anna Haifisch (Antwerpen): Comic-Arbeiten zu Klimawandel.
7. Nachhaltige Bauten als Kunstwerke
Belgiens Kommunen setzen auf Gebäude mit ökologischen Materialien. Das Rathaus von Sint-Katelijne-Waver nutzt Verblendziegel und Porenziegel für Isolierung und Ästhetik.
| Bauwerk | Nachhaltige Merkmale |
| Material | Ziegel statt Beton |
| Raumflexibilität | Anpassbare Innenwände |
| Klimatisierung | Passive Sonnenschutzsysteme |
8. Kunstausstellungen zum Klimawandel
Ausstellungen wie zur nachahmung empfohlen! zeigen, wie Kunst komplexe Umweltthemen emotional vermittelt. Michael Saups Werk visualisiert beispielsweise den CO₂-Fußabdruck des Internets.
| Ausstellung | Konzept |
| Medienkunst | Datenvisualisierung von Umweltdaten |
| Interaktivität | Workshops mit lokalen Künstlern |
9. Soziale Reformen für Kunstschaffende
Seit 2024 erhalten Kunstschaffende in Belgien durch die Kunstarbeitsbescheinigung Zugang zu Sozialleistungen. Dies unterstützt nachhaltiges Leben und künstlerische Freiheit.
| Reform | Vorteil |
| Krankenversicherung | Gleichberechtigung mit regulären Jobs |
| Beihilfen | Unterstützung bei künstlerischen Projekten |
10. Kunstlogistik mit Umweltbewusstsein
Unternehmen wie Kunsttrans entwickeln CO₂-arme Transportmethoden für Kunstwerke. Ziel: Professionelle Sicherheit bei gleichzeitiger Reduktion von Emissionen.
| Innovation | Umsetzung |
| Verpackung | Mehrwegmaterialien |
| Routenplanung | Optimierung für geringeren Spritverbrauch |
| Dokumentation | Energieverbrauchstransparenz |
Fazit: Kunst als Motor für Nachhaltigkeit
Belgiens ökosoziale Projekte beweisen: Kunst ist kein Luxus, sondern ein Werkzeug für gesellschaftliche Veränderung. Ob durch EU-geförderte Missionen, partizipative Initiativen oder architektonische Meisterleistungen – hier entstehen Lösungen, die Klimaschutz und Kreativität vereinen.
