18 grüne Finanzierungs- und ESG-Deals, die die Schweiz im Jahr 2026 prägen
Die Schweiz festigt ihre Position als globales Zentrum für nachhaltige Finanzen und umweltbewusste Investitionen. Im Jahr 2026 prägen zahlreiche innovative Initiativen, wegweisende Deals und zukunftsorientierte Strategien die Landschaft von 18 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026. Von institutionellen Investoren über Pensionskassen bis zu Privatanlegern wächst das Interesse an umweltfreundlichen Finanzprodukten kontinuierlich und erreicht neue Höchststände.
Der Schweizer Finanzsektor verzeichnet beeindruckende Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität. Nachhaltigkeitsbezogene Investitionen erreichten Ende 2024 einen beachtlichen Wert von CHF 1.881 Milliarden – ein beeindruckender Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, dass grüne Finanzen nicht mehr nur ein Nischenthema für spezialisierte Anleger sind, sondern fest zum strategischen Kern der Bankenstrategie und Vermögensverwaltung gehören.
Der Schweizer Finanzplatz hat sich in den vergangenen Jahren als Vorreiter in Sachen ESG-Integration und nachhaltiger Anlagelösungen etabliert. Mit einem klaren Bekenntnis zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 und einer Vielzahl von Initiativen auf Unternehmens-, Branchen- und Regulierungsebene demonstriert die Schweiz ihre Führungsrolle im globalen Wettbewerb um die besten nachhaltigen Finanzlösungen. Die folgenden 18 Deals und Initiativen definieren die Zukunft der nachhaltigen Finanzwirtschaft in der Schweiz und bieten wichtige Orientierungspunkte für Investoren, Unternehmen und Entscheidungsträger.
Warum Green Finance & ESG für die Schweiz entscheidend sind
Die Schweiz hat sich auf internationaler Ebene verpflichtet, bis 2050 das ambitionierte Ziel von Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Dabei spielt der Finanzsektor als größter Wirtschaftszweig des Landes eine absolut zentrale und unverzichtbare Rolle bei der Erreichung dieser Klimaziele. Durch gezielte Investitionen in klimafreundliche Projekte, innovative grüne Technologien und die konsequente Anwendung strenger ESG-Kriterien lenkt die Branche systematisch Kapital in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten und fördert die Transformation der Realwirtschaft.
Der Schweizer Finanzplatz verwaltet beträchtliche Vermögenswerte, die einen erheblichen Einfluss auf die globale Wirtschaft haben. Mit der richtigen Ausrichtung dieser Kapitalströme kann die Schweiz einen überproportionalen Beitrag zur globalen Dekarbonisierung leisten. Die Schweizer Banken, Versicherungen und Asset Manager haben erkannt, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern auch ein wesentlicher Faktor für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und Risikomanagement ist.
Regulatorische Rahmenbedingungen entwickeln sich kontinuierlich weiter und schaffen klare Leitplanken. Der Bundesrat beschloss, die Gesetzgebung zu Umweltschutz und Menschenrechten in der Finanzbranche spätestens im Frühjahr 2026 anzupassen und zu verschärfen. Interessanterweise setzt die Schweiz dabei verstärkt auf Selbstregulierung durch Branchenverbände, die bereits messbare Früchte trägt und einen pragmatischeren, flexibleren Ansatz bietet als die teils starren europäischen Regelungen. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Finanzplatz Schweiz, schnell auf neue Entwicklungen zu reagieren und gleichzeitig hohe Standards zu wahren.
Die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Anlageprodukten kommt sowohl von institutionellen als auch von privaten Investoren. Pensionskassen, Versicherungen und Family Offices integrieren ESG-Kriterien systematisch in ihre Anlagerichtlinien, während immer mehr Privatanleger gezielt nach grünen Investmentmöglichkeiten suchen. Diese breite Marktbewegung schafft eine selbstverstärkende Dynamik, die den Wandel hin zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft beschleunigt.
Top 18 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026
1. Schweizer Bundesanleihen mit CHF 4,5 Milliarden Volumen
Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) plant für das Jahr 2026 die strategische Ausgabe von Anleihen im Gesamtwert von CHF 4,5 Milliarden. Diese bedeutende Emission erhöht das ausstehende Volumen von Bundesanleihen netto um CHF 1 Milliarde und stärkt damit die Liquidität des Schweizer Anleihenmarktes. Die Auktionen finden in einem optimierten Verfahren monatlich statt, mit Ausnahme des Monats August, und wurden in ihrer Dauer von zuvor 1,5 Stunden auf nur noch 30 Minuten verkürzt, was die Effizienz des Prozesses deutlich steigert.
Diese Modernisierung des Auktionsprozesses spiegelt das Bestreben der Schweizer Behörden wider, den Anleihenmarkt attraktiver und zugänglicher zu gestalten. Durch die verkürzten Auktionszeiten können Investoren schneller Entscheidungen treffen und Positionen aufbauen. Obwohl nicht alle diese Anleihen explizit als “grün” klassifiziert sind, bilden sie ein wichtiges Fundament für die Finanzierung staatlicher Klimaschutzprogramme und Infrastrukturprojekte, die zur Erreichung der Schweizer Klimaziele beitragen. Die Bundesanleihen gelten international als sichere Anlage mit hoher Bonität und ziehen Investoren aus der ganzen Welt an.
| Merkmal | Details |
| Gesamtes Ausgabevolumen | CHF 4,5 Milliarden |
| Fälligkeit 2026 | CHF 3,5 Milliarden |
| Nettoanstieg ausstehend | CHF 1 Milliarde |
| Auktionsfrequenz | Monatlich (außer August) |
| Auktionsdauer | 30 Minuten (reduziert) |
2. UBS Netto-Null-Ziel bis 2035 mit ambitionierter Klimastrategie
Die UBS, als größte Bank der Schweiz nach der Übernahme der Credit Suisse, hat ihr strategisches Netto-Null-Ziel für operative Emissionen auf das Jahr 2035 verschoben, um die Integration der Credit Suisse-Aktivitäten realistisch zu berücksichtigen. Die Bank verpflichtet sich dabei zu einer substanziellen Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um beeindruckende 57 Prozent bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Basisjahr. Ein besonders ambitioniertes Zwischenziel ist die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien: Ab 2026 bezieht UBS 100 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen an allen Standorten weltweit.
Die UBS verfolgt einen wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Emissionsreduktion, der echte Reduktionen vor Kompensationsmaßnahmen priorisiert. Das Zwischenziel für 2030 kommt vollständig ohne den Einsatz von CO2-Kompensationskrediten aus und basiert ausschließlich auf realen Emissionsreduktionen. Erst für das finale Netto-Null-Ziel 2035 plant die Bank, nach einer Reduktion von mindestens 90 Prozent die verbleibenden Restemissionen durch hochwertige Carbon Removal Credits zu neutralisieren. Diese Strategie entspricht den Best Practices im Klimaschutz und zeigt das ernsthafte Engagement der Bank für messbare Klimawirkung.
Als führende globale Vermögensverwaltungsbank hat UBS erkannt, dass Nachhaltigkeit ein zentraler Wettbewerbsvorteil ist. Die Bank investiert erheblich in nachhaltige Anlageprodukte und berät ihre vermögenden Kunden zunehmend zu ESG-konformen Portfolios. Die Position als Weltmarktführer im Bereich Sustainable Finance wird durch diese Klimastrategie weiter gestärkt.
| Ziel | Zeitrahmen | Reduktion/Maßnahme |
| Scope 1 & 2 Emissionen | 2030 | 57% Reduktion |
| Erneuerbare Energie | 2026 | 100% Strombezug |
| Netto-Null operativ | 2035 | 90% Reduktion vor Kompensation |
| Zwischenziel | 2030 | Ohne Kompensationskredite |
3. Swiss Re Netto-Null-Strategie bis 2050 mit Fokus auf Versicherungslösungen
Swiss Re, einer der weltweit führenden Rückversicherer mit Hauptsitz in Zürich, verfolgt weiterhin sein langfristiges strategisches Ziel, bis 2050 konzernweit Netto-Null-Emissionen über alle Geschäftsbereiche hinweg zu erreichen. Der Rückversicherer hat seine Nachhaltigkeitsstrategie auf drei zentrale Säulen ausgerichtet: Emissionsreduktion in den eigenen Geschäftsaktivitäten und im Versicherungsportfolio, Förderung finanzieller Inklusion in unterversorgten Märkten sowie Unterstützung von Klimaanpassungsmaßnahmen durch innovative Versicherungsprodukte.
Die Nachhaltigkeitsstrategie von Swiss Re bleibt trotz des Rückzugs von der externen Validierung durch die Science Based Targets initiative (SBTi) in ihrem Kern unverändert und ambitioniert. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, 50 Prozent seiner eigenen Unternehmensemissionen bereits bis 2025 zu reduzieren und 100 Prozent bis 2030 zu eliminieren. Dieser beschleunigte Zeitplan für die eigenen operativen Emissionen unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Klimaverpflichtungen.
Swiss Re entwickelt zudem innovative Versicherungsprodukte, die Unternehmen und Regierungen bei der Klimaanpassung unterstützen. Dazu gehören parametrische Versicherungen für Extremwetterereignisse, Versicherungslösungen für erneuerbare Energieprojekte und spezielle Deckungen für grüne Infrastruktur. Als Rückversicherer hat Swiss Re einen besonders wichtigen Hebel: Durch die Risikoeinschätzung und Preisgestaltung kann das Unternehmen Anreize für klimafreundliches Verhalten in der gesamten Versicherungswirtschaft setzen.
| Initiative | Schwerpunkt | Zeitrahmen |
| Emissionsreduktion | Scope 1, 2 & 3 | Bis 2050 |
| Versicherungsprodukte | Klimaresilienz fördern | Laufend |
| Unternehmensemissionen | 50% Reduktion | Bis 2025 |
| Unternehmensemissionen | 100% Reduktion | Bis 2030 |
4. Selbstregulierung gegen Greenwashing mit verbindlichen Branchenstandards
Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBA) hat in enger Zusammenarbeit mit der Asset Management Association Switzerland (AMAS) umfassende und verbindliche Regeln zur wirksamen Verhinderung von Greenwashing im Finanzsektor eingeführt. Diese branchenweit geltende Selbstregulierung definiert klare Mindeststandards für die Integration von ESG-Präferenzen in der Anlageberatung sowie für die systematische Berücksichtigung von ESG-Risiken im Portfoliomanagement. Die Umsetzung dieser Selbstregulierungsmaßnahmen zeigt bereits nach kurzer Zeit positive und messbare Ergebnisse, wie eine unabhängige Studie der Hochschule Luzern vom Juni 2025 wissenschaftlich belegt.
Der Schweizer Ansatz der Selbstregulierung wird international als pragmatische und effektive Alternative zu starren gesetzlichen Vorgaben anerkannt. Im Gegensatz zu den umfangreichen und teils schwer umsetzbaren EU-Regulierungen wie SFDR und Taxonomie setzt die Schweiz auf praxisnahe, branchenentwickelte Standards, die flexibel auf Marktentwicklungen reagieren können. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass er die spezifischen Gegebenheiten des Schweizer Finanzplatzes berücksichtigt und gleichzeitig international kompatibel bleibt.
Die Selbstregulierung umfasst detaillierte Anforderungen an die Produktkennzeichnung, Offenlegungspflichten und Kommunikation mit Kunden. Finanzberater müssen aktiv die ESG-Präferenzen ihrer Kunden abfragen und dokumentieren. Produkte, die als “nachhaltig” vermarktet werden, müssen klar definierten Kriterien entsprechen und transparent über ihre ESG-Merkmale berichten. Diese Maßnahmen stärken das Vertrauen der Anleger in nachhaltige Finanzprodukte erheblich.
| Bereich | Maßnahme | Wirkung |
| Anlageberatung | ESG-Präferenzen Integration | Kundenbedürfnisse erfassen |
| Portfoliomanagement | ESG-Risikoanalyse verpflichtend | Risikominimierung |
| Produktstandards | AMAS-konforme Kriterien | Einheitliche Qualität |
| Transparenz | Offenlegungspflichten | Vertrauensbildung |
5. Klima- und Innovationsgesetz mit CHF 200 Millionen jährlicher Förderung
Das ambitionierte Schweizer Klima- und Innovationsgesetz verpflichtet die Bundesregierung, über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich CHF 200 Millionen für die Entwicklung und Implementierung innovativer, klimafreundlicher Technologien bereitzustellen. Diese substanziellen Mittel unterstützen gezielt Schweizer Unternehmen aller Größenordnungen bei der systematischen CO2-Reduktion in ihren Produktionsprozessen und fördern Investitionen in zukunftsweisende grüne Technologien. Die Finanzierung läuft kontinuierlich über zehn Jahre und bildet einen verlässlichen Rahmen für die klimaneutrale Transformation der Schweizer Wirtschaft.
Das Gesetz adressiert einen kritischen Punkt: Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben zwar den Willen zur Dekarbonisierung, verfügen aber nicht über die notwendigen finanziellen Mittel für die erforderlichen Investitionen in neue Technologien und Prozesse. Die staatliche Förderung schließt diese Finanzierungslücke und macht den klimaneutralen Wandel für alle Unternehmenssegmente realisierbar. Gefördert werden unter anderem Investitionen in Energieeffizienz, Prozessoptimierungen, alternative Brennstoffe und innovative CO2-Abscheidungstechnologien.
Das Klima- und Innovationsgesetz wurde in einer Volksabstimmung vom Schweizer Stimmvolk angenommen und genießt daher eine breite demokratische Legitimation. Diese starke Verankerung in der Bevölkerung sichert die langfristige Kontinuität der Klimapolitik unabhängig von politischen Mehrheitsverhältnissen. Das Gesetz verpflichtet zudem nicht nur die Regierung zur Förderung, sondern alle Schweizer Unternehmen zur schrittweisen Erreichung der Klimaneutralität.
| Förderung | Betrag | Laufzeit | Zielgruppe |
| Jährliche Mittel | CHF 200 Mio. | 2026-2035 | Alle CH-Unternehmen |
| Gesamtvolumen | CHF 2 Mrd. | 10 Jahre | Produzierende Betriebe |
| Förderschwerpunkt | CO2-Reduktion | Laufend | Innovation & Technologie |
6. Rekordvolumen bei grünen Anleihen treibt Markt voran
Der globale Markt für grüne Anleihen steuert in den Jahren 2025 und 2026 auf nie dagewesene Rekordniveaus zu, wobei die Schweiz als wichtiger Emittent und Investitionsstandort eine zentrale Rolle spielt. Marktanalysten und Finanzexperten erwarten ein Gesamtausgabevolumen, das sich der beeindruckenden Schwelle von 600 Milliarden US-Dollar annähert oder diese sogar überschreitet. Eine wachsende Fälligkeitswelle von grünen Anleihen aus früheren Emissionen ab 2025 schafft zusätzlichen Refinanzierungsbedarf und treibt neue Emissionen an.
Das erwartete Wachstum wird durch mehrere Faktoren getrieben: Erstens erreichen viele zwischen 2015 und 2020 emittierte grüne Anleihen ihre Fälligkeit und müssen refinanziert werden. Zweitens haben sich die Finanzierungsbedingungen für grüne Projekte verbessert, da die “Greenium” (der Renditeabschlag für grüne Anleihen) in vielen Märkten verschwunden ist und grüne Anleihen nun ähnliche oder sogar bessere Konditionen als konventionelle Anleihen bieten. Drittens treiben regulatorische Anforderungen wie die EU-Taxonomie und nationale Klimaziele die Nachfrage nach grünen Finanzierungsinstrumenten.
Neben reinen Green Bonds wächst auch der breitere Markt für GSS-Anleihen (Green, Social, Sustainability) auf ein projiziertes Volumen von über 1 Billion US-Dollar. Dieser umfassendere Markt bietet Investoren vielfältigere Möglichkeiten, ihr Kapital nach ESG-Kriterien anzulegen. Schweizer Investoren sind sowohl auf der Käufer- als auch auf der Emittentenseite aktiv und profitieren von diesem dynamischen Marktwachstum.
| Jahr | Prognose | Kategorie |
| 2025-2026 | ~$600 Mrd. | Grüne Anleihen |
| 2025-2026 | >$1 Billion | GSS Anleihen gesamt |
| Wachstumstreiber | Fälligkeitswelle | Refinanzierung |
| Wachstumstreiber | Neuemissionen | Projektfinanzierung |
7. Institutionelle Investoren führen Wachstum mit strategischen Allokationen an
Institutionelle Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen und Family Offices bleiben die treibende Kraft und das Rückgrat hinter dem beeindruckenden Wachstum nachhaltiger Investitionen in der Schweiz. Interessanterweise stieg der Anteil privater Investoren an nachhaltigen Anlagen im Jahr 2024 erstmals seit vier Jahren signifikant von 28 auf 33 Prozent, was auf ein wachsendes Bewusstsein und zunehmendes Interesse in der breiten Bevölkerung hindeutet. Banken und professionelle Asset Manager nennen übereinstimmend die steigende Kundennachfrage als wichtigste Motivation für den Ausbau ihres Angebots an nachhaltigen Anlageprodukten.
Die institutionellen Investoren zeigen deutliche Präferenzen in ihrer Asset-Allokation: Sie investieren bevorzugt in nachhaltige Anleihen und ESG-konforme Immobilien, die stabile Cashflows und geringere Volatilität bieten. Asset Manager wiederum konzentrieren sich verstärkt auf nachhaltige Aktienportfolios, die höhere Renditen bei vertretbaren ESG-Risiken versprechen. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte führen zu einer gesunden Diversifikation im Gesamtmarkt und bieten für jeden Investortyp passende Anlagemöglichkeiten.
Die Professionalisierung im Bereich nachhaltiger Investments ist deutlich erkennbar. Institutionelle Investoren verfügen zunehmend über spezialisierte ESG-Teams, nutzen fortschrittliche Analysetools und implementieren ausgefeilte Impact-Measurement-Frameworks. Viele Pensionskassen haben ihre Anlagerichtlinien überarbeitet und verbindliche ESG-Ziele verankert. Diese strukturelle Veränderung in der Branche sorgt für nachhaltige Nachfrage nach grünen Finanzprodukten weit über kurzfristige Markttrends hinaus.
| Investorentyp | Hauptanlageklasse | Anteil 2024 | Trend |
| Institutionelle | Anleihen & Immobilien | 79% | Stabil hoch |
| Asset Manager | Aktien | 33% | Wachsend |
| Private Investoren | Diversifiziert | 33% | +5% vs. 2023 |
8. ESG-Integration in Schweizer Retailbanken mit transparentem Rating
Das renommierte WWF Retail Bank Rating 2024 bewertet systematisch 15 große Schweizer Retailbanken nach umfassenden Nachhaltigkeitskriterien und schafft damit Transparenz für Kunden. Der methodische Fokus liegt dabei nicht nur auf den formalen ESG-Policies, sondern auf dem tatsächlichen, messbaren Umwelteinfluss der Bankaktivitäten, insbesondere der Kredit- und Investitionsportfolios. Banken, die aktiv zur Transformation “brauner” Wirtschaftssektoren wie Stahl, Zement oder Chemie durch gezielte Finanzierungen beitragen, werden in dieser überarbeiteten Bewertungsmethodik positiv honoriert.
Das überarbeitete Rating-System markiert einen Paradigmenwechsel in der Bewertung nachhaltiger Bankaktivitäten. Während frühere Versionen primär auf Risikovermeidung und Ausschlusskriterien fokussierten, steht nun die positive Klimawirkung (Impact) im Vordergrund. Banken, die Unternehmen bei der Dekarbonisierung aktiv unterstützen, werden höher bewertet als solche, die klimaschädliche Sektoren einfach aus ihrem Portfolio ausschließen. Dieser Ansatz erkennt an, dass echte Transformation nur durch aktive Begleitung der Wirtschaft gelingt, nicht durch Kapitalentzug.
Das Rating hat direkten Einfluss auf das Kundenverhalten. Schweizer Konsumenten nutzen die WWF-Bewertung zunehmend als Entscheidungskriterium bei der Bankenwahl. Dies übt zusätzlichen Druck auf die Institute aus, ihre Nachhaltigkeitsperformance zu verbessern. Die bewerteten Banken reagieren mit verstärkten Anstrengungen in der ESG-Integration und kommunizieren ihre Fortschritte aktiver an die Öffentlichkeit.
| Bewertungskriterium | Schwerpunkt | Gewichtung |
| Impact-Bewertung | Umweltauswirkungen Portfolio | Hoch |
| Transition-Beitrag | Dekarbonisierung fördern | Hoch |
| Produktangebot | Grüne Bankprodukte | Mittel |
| ESG-Governance | Policies & Prozesse | Mittel |
9. Energie- und Klimafonds mit CHF 136,4 Millionen Förderkapital
Der staatliche Energie- und Klimafonds verfügt über beachtliche CHF 136,4 Millionen für den mehrjährigen Förderzeitraum 2021 bis 2032 zur Unterstützung innovativer Energieprojekte. Der Bundesrat plant darüber hinaus zusätzliche CHF 135 Millionen zur gezielten Unterstützung von Energiespeicher- und Energieproduktionsprojekten, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien wie Solar, Wind und Wasserkraft. Die Mittel stammen aus einer Kombination von öffentlichen Budgets und privaten Beteiligungen von Energieunternehmen und anderen Aktionären.
Der Fonds adressiert eine kritische Herausforderung der Energiewende: Die Integration volatiler erneuerbarer Energien erfordert leistungsfähige Speichertechnologien und flexible Produktionskapazitäten. Gefördert werden innovative Batteriespeicher, Power-to-Gas-Anlagen, Pumpspeicherkraftwerke und intelligente Netzmanagement-Lösungen. Diese Technologien sind entscheidend, um die Versorgungssicherheit auch bei hohem Anteil erneuerbarer Energien zu gewährleisten.
Die Förderprogramme des Energie- und Klimafonds sind offen für Unternehmen aller Größen, Gemeinden, Energieversorger und Forschungseinrichtungen. Die Antragstellung wurde vereinfacht, und es gibt verschiedene Fördermodule für unterschiedliche Projektphasen – von der Machbarkeitsstudie über Pilotprojekte bis zur Skalierung bewährter Technologien. Diese breite Zugänglichkeit fördert Innovation im gesamten Energiesektor.
| Aspekt | Details | Zeitrahmen |
| Verfügbare Mittel | CHF 136,4 Mio. | 2021-2032 |
| Zusätzliche Mittel | CHF 135 Mio. geplant | Ab 2026 |
| Förderschwerpunkt | Energiespeicherung | Priorität hoch |
| Förderschwerpunkt | Erneuerbare Produktion | Priorität hoch |
10. SDG Impact Finance Initiative mobilisiert CHF 1 Milliarde bis 2030
Die SDG Impact Finance Initiative (SIFI) ist ein ehrgeiziges Programm, das bis 2030 Investitionen von bis zu CHF 1 Milliarde in nachhaltige Entwicklungsprojekte mobilisieren soll. Das von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) getragene Programm läuft von Juli 2022 bis Juni 2026 mit einem Kernbudget von CHF 5,95 Millionen und fördert innovative Impact-Investment-Lösungen speziell in Entwicklungs- und Schwellenländern. SIFI fungiert als Katalysator, der private Kapitalströme in Projekte mit positiver Entwicklungswirkung lenkt.
Das Programm arbeitet mit einem zweigleisigen Ansatz: Das “Innovation Window” hat bereits 21 vielversprechende neue Impact-Investment-Ansätze ausgezeichnet und gefördert, während das “Product Window” 14 marktreife Produkte unterstützt hat. Diese Struktur ermöglicht sowohl die Entwicklung völlig neuer Lösungen als auch die Skalierung bewährter Ansätze. Die geförderten Projekte decken Bereiche wie erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft, Mikrofinanzierung und Wasserversorgung ab.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Wirkungsmessung. Alle SIFI-geförderten Investitionen müssen ihren Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) nachweisen und regelmäßig über ihre Impact-Kennzahlen berichten. Dieser evidenzbasierte Ansatz soll das Vertrauen von Investoren in Impact Investments stärken und Standards für die Branche setzen. Die Schweiz positioniert sich durch SIFI als Vorreiter im Bereich Blended Finance, wo öffentliche Mittel strategisch eingesetzt werden, um ein Vielfaches an privatem Kapital zu mobilisieren.
| Element | Ziel | Status |
| Mobilisiertes Kapital | CHF 1 Mrd. bis 2030 | In Umsetzung |
| Projektbudget DEZA | CHF 5,95 Mio. | 2022-2026 |
| Innovation Window | 21 Gewinner | Abgeschlossen |
| Product Window | 14 Gewinner | Abgeschlossen |
| Hebel-Effekt | ~170:1 angestrebt | In Umsetzung |
11. Schweizer Nachhaltigkeitsmarkt erreicht CHF 1.881 Milliarden
Der Swiss Sustainable Investments Market Study 2025 zufolge erreichten nachhaltigkeitsbezogene Investitionen den eindrucksvollen Wert von CHF 1.881 Milliarden, was das gesamte in der Schweiz verwaltete Vermögen mit ESG-Ansätzen umfasst. Das entspricht einem robusten Wachstum von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2023 und zeigt die kontinuierliche Professionalisierung und Verbreitung nachhaltiger Anlagestrategien. Besonders dynamisch entwickelten sich thematische Nachhaltigkeitsinvestitionen mit einem Wachstum von 16 Prozent und klimaausgerichtete Portfolios mit einem beeindruckenden Plus von 33 Prozent.
Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Bedeutung des Schweizer Finanzplatzes für nachhaltige Investitionen in Europa und weltweit. Mit einem verwalteten Vermögen, das fast die gesamte Wirtschaftsleistung eines Jahres übertrifft, hat die Ausrichtung dieser Gelder einen enormen Hebel für positive Umwelt- und Sozialwirkung. Die Wachstumsraten in einzelnen Strategiesegmenten zeigen zudem, dass Investoren zunehmend proaktive, impact-orientierte Ansätze bevorzugen, statt sich auf reine Ausschlusskriterien zu beschränken.
Die Studie schlüsselt verschiedene nachhaltige Anlagestrategien auf: Neben den stark wachsenden Segmenten thematische Investments und Klimaausrichtung verzeichnete auch Impact Investing ein Wachstum von 27 Prozent. ESG Engagement und Stimmrechtsausübung haben sich als zweitwichtigste Strategie etabliert. Diese Diversifikation zeigt die Reife des Schweizer Marktes, der Investoren für jedes Risiko-Rendite-Profil und jeden Wirkungsanspruch passende Lösungen bietet.
| Anlagestrategie | Volumen | Wachstum 2024 |
| Gesamtmarkt | CHF 1.881 Mrd. | +13% |
| Thematische Investments | Teil des Gesamtvol. | +16% |
| Klimaausrichtung | Teil des Gesamtvol. | +33% |
| Impact Investing | Teil des Gesamtvol. | +27% |
| ESG Engagement | Platz 2 im Ranking | Stabil |
12. EU NextGen mit CHF 250 Milliarden grünen Anleihen stärkt europäischen Markt
Die Europäische Union plant bis 2026 im Rahmen des NextGenerationEU-Programms die Ausgabe von EUR 250 Milliarden an grünen Anleihen zur Finanzierung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus und der grünen Transformation. Dies macht die EU zu einem der größten Emittenten grüner Staatsanleihen weltweit und setzt wichtige Standards für den gesamten Markt. Europäische Länder zeigen insgesamt eine starke Dynamik bei nachhaltigen Finanzierungen, wovon auch der eng mit der EU verbundene Schweizer Finanzplatz profitiert.
Die massive EU-Emission hat mehrere positive Effekte für den Gesamtmarkt: Erstens schafft sie Liquidität und Preistransparenz für grüne Anleihen, was die Funktionsfähigkeit des Marktes verbessert. Zweitens setzt sie Qualitätsstandards, da die EU strenge Kriterien für die Mittelverwendung definiert hat, die als Benchmark für private Emittenten dienen. Drittens demonstriert sie das politische Commitment zur Klimafinanzierung auf höchster Ebene, was Investoren Sicherheit gibt.
Schweizer Investoren sind bedeutende Käufer europäischer grüner Staatsanleihen. Die geografische Nähe, Währungsüberlegungen (viele Schweizer Pensionskassen benötigen Euro-Exposure) und die hohe Kreditqualität europäischer Staatsanleihen machen diese Papiere attraktiv für Schweizer Portfolios. Umgekehrt bietet der florierende europäische Markt Schweizer Unternehmen und Finanzinstituten ein großes Publikum für ihre eigenen grünen Emissionen.
| Initiative | Volumen | Laufzeit |
| NextGen EU grüne Anleihen | EUR 250 Mrd. | Bis 2026 |
| Anteil an EU-Gesamtemission | ~30% | 2021-2026 |
| Globaler Marktanteil | 28% Staatsanleihen | 2025-2026 |
| Impact | Benchmark-Funktion | Dauerhaft |
13. WWF Rating treibt Bankentransformation mit neuem Impact-Fokus
Das grundlegend überarbeitete WWF Retail Bank Rating 2024 setzt völlig neue Maßstäbe für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Retailbanken in der Schweiz. Die von INFRAS in enger Zusammenarbeit mit der renommierten Ratingagentur Inrate durchgeführte Studie ersetzt die bisherigen, primär auf Risikovermeidung fokussierten Bewertungskriterien durch einen umfassenden Impact-Ansatz. Banken werden nun danach bewertet, welchen positiven Beitrag sie zur Transformation der Realwirtschaft leisten, nicht nur danach, welche Risiken sie vermeiden.
Dieser methodische Paradigmenwechsel spiegelt die Erkenntnis wider, dass reine Divestment-Strategien (Abzug von Kapital aus klimaschädlichen Sektoren) zwar kurzfristig das ESG-Profil einer Bank verbessern, aber wenig zur echten CO2-Reduktion in der Wirtschaft beitragen. Stattdessen werden nun Banken belohnt, die Unternehmen aus emissionsintensiven Branchen wie Stahl, Zement, Chemie oder Transport aktiv bei der Dekarbonisierung begleiten und entsprechende Finanzierungen anbieten.
Die neue Methodik hat bereits Wirkung gezeigt: Mehrere große Schweizer Banken haben angekündigt, ihre Transition Finance Angebote auszubauen und spezielle Beratungsteams für die Dekarbonisierung von Unternehmenskunden aufzubauen. Das Rating schafft Wettbewerb um die beste Nachhaltigkeitsperformance und macht Fortschritte transparent und vergleichbar. Für Konsumenten bietet es eine verlässliche Orientierung bei der Wahl einer nachhaltigen Hausbank.
| Neuerung | Alter Fokus | Neuer Fokus |
| Methodischer Ansatz | Risiko | Impact |
| Bewertung Finanzierung | Ausschlüsse | Transformation |
| ESG-Integration | Defensiv | Proaktiv |
| Studienpartner | WWF + INFRAS + Inrate | Unabhängig |
14. CO2-Kompensation durch hochwertige Carbon Removal Credits
UBS verfolgt eine wissenschaftlich fundierte Klimastrategie, die echte Emissionsreduktionen klar vor Kompensationen priorisiert: Bis 2035 sollen mindestens 90 Prozent aller operativen Emissionen durch reale Maßnahmen eliminiert werden, bevor die verbleibenden Restemissionen durch hochwertige CO2-Entfernungszertifikate neutralisiert werden. Das ambitionierte Zwischenziel für 2030 mit 57 Prozent Reduktion kommt vollständig ohne den Einsatz von Kompensationskrediten aus und basiert ausschließlich auf messbaren Emissionseinsparungen. Diese gestaffelte Strategie folgt den Best Practices im Klimaschutz.
Die Fokussierung auf Carbon Removal Credits (im Gegensatz zu simplen Vermeidungszertifikaten) ist dabei entscheidend. Carbon Removal Credits basieren auf Technologien und natürlichen Prozessen, die CO2 aktiv aus der Atmosphäre entfernen und dauerhaft speichern – etwa durch Direct Air Capture, Biochar oder dauerhafte Aufforstung mit Überwachung. Diese Zertifikate haben eine deutlich höhere Klimawirkung als einfache Vermeidungszertifikate, die lediglich andernorts anfallende Emissionen verhindern.
UBS investiert auch in die Entwicklung hochwertiger Carbon Removal Märkte und arbeitet mit führenden Anbietern zusammen, um Standards zu verbessern. Die Bank erkennt, dass glaubwürdige Kompensation nur mit verifizierbaren, zusätzlichen und dauerhaften CO2-Entfernungen funktioniert. Durch diesen qualitätsfokussierten Ansatz will UBS Greenwashing vermeiden und echte Klimawirkung erzielen.
| Strategie-Element | Zeitpunkt | Ansatz | CO2-Reduktion |
| Zwischenziel | 2030 | Nur Reduktion | 57% |
| Hauptziel | 2035 | Reduktion + Removal | 90% vor Kompensation |
| Restemissionen | 2035 | Carbon Removal Credits | 10% |
| Qualitätsstandard | Laufend | Verifiziert & dauerhaft | Hoch |
15. Naturwende-Finanzierung erfordert CHF 5,3 Milliarden jährlich
Die Umstellung auf eine naturbasierte, biodiversitätsfreundliche Wirtschaft erfordert bis 2050 jährlich substanzielle Investitionen von CHF 5,3 Milliarden allein in der Schweiz. Das bedeutet eine notwendige Erhöhung um CHF 2,1 Milliarden pro Jahr gegenüber den aktuellen Ausgaben für Naturschutz und Biodiversität. Rund 85 Prozent dieser zusätzlichen Mittel müssen voraussichtlich aus öffentlichen Quellen stammen, während 15 Prozent von privaten Investoren und Unternehmen beigesteuert werden sollten.
Diese Finanzierungslücke für die Biodiversität ist ein zunehmendes Thema in der ESG-Debatte. Während Klimaschutz in den vergangenen Jahren enorme Aufmerksamkeit erhalten hat, wurde der eng verbundene Biodiversitätsverlust lange vernachlässigt. Dabei sind intakte Ökosysteme nicht nur intrinsisch wertvoll, sondern auch essentiell für Klimastabilität, Wasserversorgung, Ernährungssicherheit und viele Wirtschaftszweige.
Schweizer Banken beginnen, das Thema Biodiversität systematisch in ihre ESG-Frameworks zu integrieren. Neue Finanzprodukte wie Biodiversitäts-Credits, Natural Capital Bonds und biodiversitätsfokussierte Impact Fonds entstehen. Unternehmen aus naturabhängigen Sektoren wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus und Pharmaindustrie müssen ihre Auswirkungen auf Biodiversität offenlegen und Managementpläne entwickeln. Die Finanzierung dieser Transformation wird ein wachsendes Geschäftsfeld für nachhaltige Banken.
| Finanzierungsbedarf | Betrag | Quelle |
| Jährlicher Gesamtbedarf | CHF 5,3 Mrd. | Öffentlich & privat |
| Zusätzlich erforderlich | CHF 2,1 Mrd. | Neue Mittel |
| Öffentliche Mittel | 85% (~CHF 4,5 Mrd.) | Staat & Kantone |
| Private Mittel | 15% (~CHF 0,8 Mrd.) | Investoren & Firmen |
16. Unternehmensunterstützung bei CO2-Reduktion durch Klimagesetz
Das Schweizer Klima- und Innovationsgesetz verpflichtet alle Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zur schrittweisen Erreichung der Klimaneutralität und bietet gleichzeitig umfassende Unterstützung bei dieser Transformation. Unternehmen, die in innovative Technologien zur CO2-Reduktion in ihren Produktionsprozessen investieren, erhalten attraktive staatliche Fördermittel in Form von Zuschüssen, vergünstigten Krediten oder Bürgschaften. Die Regierung stellt dafür über einen Zeitraum von zehn Jahren verlässlich jährlich CHF 200 Millionen bereit und schafft so Planungssicherheit für langfristige Investitionen.
Das Förderprogramm ist bewusst technologieoffen gestaltet, um Innovation nicht einzuschränken. Gefördert werden alle Maßnahmen, die nachweislich zu substanziellen CO2-Einsparungen führen: von Prozessoptimierungen und Energieeffizienzmassnahmen über Brennstoffwechsel und Elektrifizierung bis hin zu Carbon Capture-Technologien. Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren, da sie oft nicht über eigene F&E-Budgets für Dekarbonisierung verfügen.
Die Antragstellung wurde bewusst niederschwellig gehalten. Unternehmen können online Förderanträge stellen, und spezialisierte Beratungsstellen unterstützen bei der Projektentwicklung. Die Förderquoten variieren je nach Unternehmensgröße und Innovationsgrad der Maßnahme, können aber bis zu 50 Prozent der Investitionskosten erreichen. Dieser pragmatische Ansatz macht die Schweizer Klimapolitik zum Vorbild für andere Länder.
| Förderbereich | Zielgruppe | Leistung |
| CO2-Reduktion | Produzierende Unternehmen | Bis 50% Förderquote |
| Innovative Technologien | Alle CH-Firmen | Zuschüsse & Kredite |
| Klimaneutralität | Verpflichtend für alle | Beratung & Finanzierung |
| Laufzeit | Alle Branchen | 2026-2035 |
17. Private Anleger erhöhen Engagement in nachhaltigen Investments signifikant
Der Anteil privater Investoren an nachhaltigen Anlagen in der Schweiz stieg 2024 signifikant und markierte damit eine Trendwende. Erstmals seit vier Jahren wuchs dieser wichtige Marktsegment deutlich von 28 auf 33 Prozent, was auf wachsendes Bewusstsein, zunehmendes Wissen und steigendes Interesse bei Privatpersonen und Family Offices hindeutet. Dies zeigt, dass nachhaltige Geldanlage aus der institutionellen Nische in den Mainstream vorgedrungen ist.
Mehrere Faktoren treiben diese Entwicklung: Erstens hat die mediale Berichterstattung über Klimawandel und ESG-Themen das Bewusstsein geschärft. Zweitens bieten Banken und Vermögensverwalter inzwischen benutzerfreundliche nachhaltige Anlageprodukte an, die den Zugang erleichtern. Drittens zeigen wissenschaftliche Studien, dass nachhaltige Portfolios langfristig keine Renditeeinbußen bedeuten und teilweise sogar bessere risikoadjustierte Renditen erzielen.
Besonders jüngere Anleger unter 40 Jahren legen großen Wert auf die Nachhaltigkeit ihrer Investments. Bei Vermögensübergaben innerhalb von Familien fordern Nachfolger häufig eine Umschichtung der Portfolios in Richtung ESG. Diese generationelle Verschiebung wird den Trend zu nachhaltigen Investments in den kommenden Jahren weiter verstärken. Schweizer Banken reagieren mit umfassenden Schulungsprogrammen für Kundenberater und erweiterten Produktpaletten.
| Entwicklung | 2023 | 2024 | Veränderung |
| Privatinvestoren-Anteil | 28% | 33% | +5 Prozentpunkte |
| Trend | Rückläufig | Wachsend | Trendwende |
| Haupttreiber | – | Kundennachfrage | Bewusstseinswandel |
| Zeitlicher Kontext | – | Erstmals seit 4 Jahren | Signifikant |
18. 100 Prozent erneuerbare Energie ab 2026 bei UBS als Vorreiterrolle
UBS verpflichtet sich unmissverständlich, ab dem Jahr 2026 ihren gesamten weltweiten Strombedarf ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen – ein ehrgeiziges und konkretes Ziel mit hoher Symbolwirkung. Diese weitreichende Verpflichtung ist integraler Bestandteil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der größten Schweizer Bank und umfasst alle Bürogebäude, Rechenzentren und Betriebsstätten weltweit. Das Ziel unterstreicht die Führungsrolle, die UBS im Bereich nachhaltige Finanzen einnehmen will und bereits weitgehend innehat.
Die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energie ist technisch anspruchsvoll und erfordert langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements) mit Betreibern von Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen in verschiedenen Ländern. UBS nutzt dabei einen Mix aus direkten PPAs, bei denen die Bank Strom direkt von einem Produzenten bezieht, und Grünstromzertifikaten mit hohen Qualitätsstandards. Der Fokus liegt auf Additionalität – die Bank will bevorzugt neue erneuerbare Kapazitäten fördern, nicht nur existierende Anlagen nutzen.
Diese Initiative hat Leuchtturmcharakter für die gesamte Finanzbranche. Wenn eine global operierende Bank mit Tausenden von Standorten weltweit auf 100 Prozent Grünstrom umstellen kann, beweist dies die Machbarkeit für andere Unternehmen. UBS dokumentiert und kommuniziert ihren Ansatz transparent, um anderen Organisationen als Vorbild zu dienen. Die Bank erwartet zudem, dass die Umstellung mittelfristig auch wirtschaftlich vorteilhaft ist, da erneuerbare Energien zunehmend kostengünstiger werden als fossile Alternativen.
| Ziel | Jahr | Umfang | Umsetzung |
| Erneuerbare Energie | 2026 | 100% Strom | Weltweit |
| Scope | Alle Standorte | Büros & RZ | Global |
| Status | Bestätigt | Verpflichtend | In Umsetzung |
| Methode | PPAs & Zertifikate | Qualitätsstandards | Additionalität |
18 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026 als Wegweiser
Die vorgestellten 18 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026 zeigen eindrucksvoll die bemerkenswerte Dynamik und Innovationskraft des Schweizer Finanzplatzes im Bereich nachhaltiger Investments. Von umfassenden staatlichen Förderungen über branchenweite Selbstregulierungsinitiativen bis zu ambitionierten Unternehmenszielen der größten Finanzinstitute reicht das breite Spektrum der Aktivitäten. Die Schweiz positioniert sich zunehmend als eines der globalen Zentren für nachhaltige Finanzen, Green Finance und wirkungsorientiertes Impact Investing.
Institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen sowie zunehmend auch private Anleger treiben gemeinsam die Transformation der Finanzwirtschaft voran und schaffen kontinuierlich wachsende Nachfrage nach grünen Produkten. Der Markt für grüne Anleihen erreicht 2026 historische Rekordniveaus mit Emissionen nahe 600 Milliarden US-Dollar, wovon auch Schweizer Emittenten und Investoren profitieren. Gleichzeitig schaffen intelligente Regulierung, strenge Selbstverpflichtungen und transparente Ratings wie das WWF Retail Bank Rating Vertrauen bei Anlegern und verhindern effektiv Greenwashing.
Die Schweizer Regierung flankiert die Marktentwicklung mit substanziellen Förderprogrammen: Das Klima- und Innovationsgesetz stellt über zehn Jahre jährlich CHF 200 Millionen für Unternehmenstransformation bereit, der Energie- und Klimafonds verfügt über weitere Hunderte Millionen für Energieprojekte, und die Naturwende erfordert zusätzliche Investitionen von jährlich CHF 5,3 Milliarden. Diese Kombination aus Marktanreizen und öffentlicher Förderung schafft optimale Rahmenbedingungen für die grüne Transformation.
Fazit: Schweiz auf dem Weg zur Klimaneutralität
Die 18 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026 demonstrieren eindrucksvoll das umfassende Engagement der Schweiz für eine nachhaltige Wirtschaft und den entschlossenen Weg zur Klimaneutralität. Mit nachhaltigen Investitionen von über CHF 1.881 Milliarden, einem Wachstum von 13 Prozent pro Jahr und ambitionierten Klimazielen bis 2050 setzt der Finanzsektor klare Zeichen und übernimmt Verantwortung. Führende Banken wie UBS, Versicherungen wie Swiss Re und institutionelle Investoren arbeiten systematisch an der Dekarbonisierung ihrer Portfolios und entwickeln innovative Finanzlösungen für die grüne Transformation.
Die erfolgreiche Kombination aus staatlicher Förderung, pragmatischer Branchenselbstregulierung und wachsender Marktnachfrage schafft optimale Bedingungen für weiteres Wachstum. Private und institutionelle Anleger haben heute vielfältige und ausgereifte Möglichkeiten, in nachhaltige Projekte zu investieren – von grünen Anleihen über thematische Fonds bis zu direkten Impact Investments. Die Schweiz bleibt auf Kurs, ihre Position als eine der führenden Drehscheiben im Bereich Green Finance und ESG weltweit nicht nur zu behaupten, sondern weiter auszubauen und zu festigen.
