Mozillas Firefox fügt die KI-Antwortmaschine von Perplexity als neue Suchoption hinzu
Während KI-Unternehmen, Start-ups und andere ihre eigenen Webbrowser einführen, die KI-Dienste tief in das Surferlebnis integrieren, ermöglicht Mozillas Firefox seinen Nutzern stattdessen, ihre Standardsuchmaschine im bereits genutzten Browser durch eine KI-gestützte Suchoption zu ersetzen. Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass es die KI-Antwort-Engine Perplexity in Firefox integriert und den Nutzern so die Möglichkeit bietet zu entscheiden, ob sie KI nutzen möchten, um im Web zu suchen und neue Informationen zu finden.
Mozilla hatte zuvor angekündigt, dass es diese Integration testet, aber die Option war zunächst nur in ausgewählten Märkten wie den USA, dem Vereinigten Königreich und Deutschland verfügbar. Es war noch unklar, ob Perplexity dauerhaft in die Liste der Firefox-Websuchanbieter aufgenommen würde – neben anderen wie Google, Bing und DuckDuckGo.
Nun teilt das Unternehmen mit, dass das positive Feedback der Nutzer es dazu veranlasst habe, Perplexity weltweit für Desktop-Nutzer verfügbar zu machen. Die mobile Version soll in den kommenden Monaten folgen.
Sobald die Funktion aktiviert ist, bietet Perplexity ein konversationelles Sucherlebnis, bei dem Antworten mit Quellenangaben angezeigt werden – im Gegensatz zu einer traditionellen Google-Suchergebnisseite mit einer Liste von Weblinks. Die Option erscheint im vereinheitlichten Suchfeld der Adressleiste, über das Nutzer schnell zu Perplexity wechseln können, wenn sie möchten. Außerdem kann der bevorzugte Suchanbieter in den Firefox-Einstellungen festgelegt werden.
Mozilla hatte zuvor erklärt, dass bei einem erfolgreichen Testlauf von Perplexity auch die Integration weiterer KI-Antwortmaschinen oder Suchoptionen in Betracht gezogen werde. (Wahrscheinlich begann man mit Perplexity, weil das Unternehmen betont, keine persönlichen Daten der Nutzer zu teilen oder zu verkaufen.)
Neben der neuen KI-Suchoption gab Mozilla außerdem bekannt, dass seine Browser-Profile nach monatelangen Tests und einer schrittweisen Einführung nun breit verfügbar sind. Diese Funktion ermöglicht es, zwischen verschiedenen Browserumgebungen zu wechseln – etwa für Arbeit, Schule oder private Nutzung.
Darüber hinaus testet das Unternehmen weiterhin die visuelle Suche mit Google Lens bei Nutzern, die Google als Standardsuchanbieter auf dem Desktop festgelegt haben.
