5 erneuerbare Baumaterialien aus Österreichs grünen Laboren
Österreich setzt bei der Entwicklung nachhaltiger Baumaterialien neue Maßstäbe. In Laboratorien und Forschungseinrichtungen entstehen innovative Lösungen, die Ressourcen sparen, CO₂ binden und die Umwelt schonen. Im Folgenden stellen wir fünf wegweisende Materialien vor, die aus österreichischen Laboren stammen und die Bauwirtschaft revolutionieren.
1. Recyclingbeton: Zerstörer der Betonwelt
Was ist Recyclingbeton?
Recyclingbeton entsteht aus gebrochenem und aufbereitetem Betonabfall. Dieser wird mit Basaltbewehrung kombiniert, um die Stabilität zu erhöhen.
| Anwendung | Vorteile | CO₂-Bindung |
| U-Bahn-Bau, Lärmschutz | 25% weniger Ressourcenverbrauch | Bis zu 53 kg pro m² |
| Brücken, Fundamente | Gleichwertige Qualität wie Neubeton | Reduziert Abfallberge |
Beispielprojekt: Beim Ausbau der Wiener U2 wird eine Innenschale aus Recyclingbeton getestet. Das Material wird direkt vor Ort aufbereitet und zeigt Frostbeständigkeit.
2. Cellulose-Lignin-Absorber: Natur gegen Schwermetalle
Wie funktioniert es?
Forscher:innen der Universität Wien kombinieren Lignin und Nanozellulose zu biologisch abbaubaren Absorbern. Diese entfernen Schwermetalle wie Blei aus Gewässern effizienter als herkömmliche Polymere.
| Einsatzbereich | Umweltvorteil | Herausforderung |
| Kläranlagen, Industrie | 100% biologisch abbaubar | Skalierung der Produktion |
| Bodensanierung | Geringere Umweltbelastung | Kosten im Vergleich zu Konkurrenzmateriaien |
Zukunftspotenzial: Diese Materialien könnten künftig in der Wasserreinigung oder in der Bergbauindustrie zum Einsatz kommen.
3. Hanf- und Flachsfasern: Leichtbau der Zukunft
Warum Hanf?
Hanf- und Flachsfasern sind leicht, stabil und binden CO₂ während des Wachstums. Das GROWNlab der Universität Innsbruck forscht an Skistöcken, Geotextilien und Dämmstoffen aus diesen Materialien.
| Produkt | Eigenschaften | CO₂-Bindung |
| Skistöcke | Robust, leicht (Hanffasern) | Bis zu 2 Tonnen pro m³ |
| Dämmbaustoffe | Feuchtigkeitsregulierung, schimmelhemmend | Hohe Absorption |
Innovation: Verbundwerkstoffe aus Hanf und Flachs ersetzen Kunststoffe in Sportgeräten und Möbeln.
4. Lehm und Stroh: Tradition trifft Zukunft
Kombination mit Stroh
In Österreichs Reallabor werden Strohfaserplatten mit Lehm verarbeitet. Diese ersetzen Gipskarton und binden CO₂ während der Wachstumsphase.
| Material | Vorteile | Nachteil |
| Lehm | Reguliert Raumklima, schadstofffrei | Begrenzte Verfügbarkeit |
| Stroh | 53 kg CO₂-Bindung pro m² | Feuergefahr |
Anwendung: Wandkonstruktionen in Öko-Häusern oder Sanierungen historischer Gebäude.
5. 3D-Druck-Beton: Architektur neu definiert
Hightech-Beton
Spezielle Betonmischungen ermöglichen komplexe Formen wie filigrane Brücken oder organische Gebäudestrukturen. Das Strabag Reallabor testet CO₂-reduzierte Varianten.
| Fortschritt | Vorteil | Herausforderung |
| 3D-Druck | 70% weniger Materialverbrauch | Hohe Anschaffungskosten |
| Leichtbeton | Geringeres Gewicht, gleiche Festigkeit | Begrenzte Standards |
Beispiel: Pilotprojekte zeigen, wie Beton durch präzise Druckverfahren zu Design-Elementen wird.
Fazit: Die Zukunft des Bauens ist grün
Österreichs Labore entwickeln Materialien, die Ressourcen schonen, CO₂ binden und Gebäude effizienter machen. Von Recyclingbeton bis zu 3D-Druck-Beton: Diese Innovationen zeigen, dass Nachhaltigkeit und Technologie kein Widerspruch sind.
