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China sichert den USA Zusammenarbeit bei der Lösung der TikTok-Frage zu.

China hat sich verpflichtet, mit den Vereinigten Staaten bei der Lösung der TikTok-bezogenen Fragen zusammenzuarbeiten, nachdem Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping am Donnerstag ein hochrangiges Treffen abgehalten hatten. Es wurden jedoch keine konkreten Details zur zukünftigen Eigentümerschaft der Plattform oder zu einer möglichen Abspaltung vom chinesischen Mutterkonzern ByteDance bekannt gegeben.

„China wird mit den USA zusammenarbeiten, um die mit TikTok verbundenen Fragen ordnungsgemäß zu lösen“, erklärte das chinesische Handelsministerium nach dem fast zweistündigen Treffen in Südkorea. Das Ministerium machte jedoch keine Angaben zu Fortschritten bei der Beendigung der Unsicherheit über das Schicksal der beliebten Video-Sharing-Plattform in den Vereinigten Staaten.

Keine konkrete Vereinbarung trotz früherer Signale

Das Treffen fand statt, nachdem die Trump-Regierung signalisiert hatte, dass ein Abkommen mit Peking möglicherweise kurz bevorstehe. Finanzminister Scott Bessent hatte am Sonntag in der CBS-Sendung „Face the Nation“ erklärt, dass die beiden Staatschefs „dieses Geschäft am Donnerstag in Korea abschließen“ würden.

Trump erwähnte TikTok jedoch nicht in seinen Bemerkungen gegenüber Reportern nach dem Treffen mit Xi. Stattdessen konzentrierte er sich auf Vereinbarungen zur Reduzierung bestimmter Zölle auf chinesische Importe und auf Chinas Zusage, Beschränkungen für seltene Erden zu verschieben. Als Experten nach dem Fehlen konkreter TikTok-Details gefragt wurden, wiesen sie darauf hin, dass dies die politische Unsicherheit wahrscheinlich verstärken werde.

„Das Fehlen konkreter Details dürfte das Risiko politischer Fehleinschätzungen erhöhen“, sagte Louise Loo, Leiterin der Asien-Volkswirtschaft bei Oxford Economics. „Wir sehen derzeit keine ausreichenden Anzeichen dafür, dass Chinas Interessen in der TikTok-Frage tatsächlich mit Präsident Trumps Ziel übereinstimmen, die US-Operationen der Plattform zu veräußern.“

Fortbestehende rechtliche und zeitliche Herausforderungen

Der Mangel an konkreten Fortschritten wirft Fragen darüber auf, ob eine eventuelle Lösung den US-amerikanischen Sicherheitsgesetzen entsprechen wird, die verlangen, dass das in Peking ansässige Unternehmen ByteDance die US-Operationen von TikTok verkauft oder andernfalls mit einem Verbot rechnen muss. Breite parteiübergreifende Mehrheiten im Kongress hatten das Gesetz verabschiedet, das von Präsident Joe Biden unterzeichnet wurde und TikTok verpflichtet, einen neuen Eigentümer anstelle von ByteDance zu finden oder den Betrieb in den Vereinigten Staaten einzustellen.

Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar vier Durchführungsverordnungen erlassen, um die Fristen für ein TikTok-Geschäft zu verlängern, nachdem die Plattform aufgrund der ursprünglichen Kongressfrist kurzzeitig offline gegangen war. Die jüngste Verlängerung läuft bis zum 16. Dezember 2025. Mehrere Gesetzgeber argumentieren jedoch, dass Trump gegen das Gesetz von 2024 verstoße, indem er TikTok weiterhin erlaubte, über die Frist hinaus unter chinesischem Eigentum zu operieren.

Die laufende Debatte konzentriert sich auf den Empfehlungsalgorithmus von TikTok, den China nach eigenen Angaben gesetzlich unter seiner Kontrolle behalten muss. US-Beamte warnen davor, dass der Algorithmus anfällig für Manipulationen durch chinesische Behörden sein könnte, obwohl keine Beweise vorgelegt wurden, dass China tatsächlich solche Versuche unternommen hat. Jede qualifizierte Abspaltung würde erfordern, die operativen Verbindungen zu ByteDance – insbesondere im Hinblick auf den Algorithmus und den Datenaustausch – vollständig zu trennen.