3 belgische Startups arbeiten an Weltraumtourismus und kommerziellen Raketen
Belgien positioniert sich als wichtiger Akteur in der europäischen Raumfahrtindustrie. Drei Startups zeigen, wie das Land mit cleveren Ideen und technischen Durchbrüchen den Weltraumtourismus und die kommerzielle Raketenentwicklung vorantreibt. Lernen Sie die Pioniere kennen, die Grenzen sprengen – von Satelliten bis hin zu Raketenantrieben.
Einleitung: Belgien als Raumfahrt-Hotspot
Seit Jahren prägen belgische Unternehmen die europäische Raumfahrt. Mit staatlicher Förderung, engen Universitätspartnerschaften und innovativen Startups entsteht hier eine lebendige Branche. Die ESA Space Solutions Belgium unterstützt jährlich über 50 Projekte mit bis zu 50.000 Euro1. Diese Infrastruktur macht Belgien zum idealen Ort für Weltraum-Startups.
1. Aerospacelab: Satelliten für präzise Erdbeobachtung
Gründung: 2016 | Standort: Brabant Wallon | Mitarbeiter: 11–50
| Innovation | Details |
| Modulare Satelliten | Kostengünstige Plattformen für Landwirtschafts- und Klimamonitoring. |
| KI-gestützte Analysen | Hochauflösende Daten zur Vorhersage von Ernten oder zur Waldüberwachung. |
| Umweltfokus | Unterstützung bei der Bekämpfung des Klimawandels durch präzise Messungen. |
Aerospacelab revolutioniert die Satellitentechnologie: Ihre modularen Satelliten ermöglichen flexible Missionen. Bis 2025 plant das Unternehmen eine Fabrik für 500 Satelliten pro Jahr – ein Schritt, der die belgische Raumfahrt international stärkt.
2. Simera Sense: Hochauflösende Kameras im All
Gründung: Nicht öffentlich bekannt | Standort: Belgien | Förderung: 13,5 Mio. €
| Schwerpunkt | Anwendung |
| Satellitenkameras | Überwachung von Umweltveränderungen, Katastrophenmanagement. |
| Echtzeit-Datenverarbeitung | Integration von KI direkt an Bord der Satelliten für schnelle Analysen. |
| Partnerschaften | Zusammenarbeit mit AAC Clyde Space, Open Cosmos und OHB Systems AG. |
Simera Sense entwickelt Hochleistungskameras, die nicht nur Bilder liefern, sondern Daten direkt im All verarbeiten. Dies spart Zeit und ermöglicht Echtzeit-Erkenntnisse – etwa zur Ausbreitung von Waldbränden oder zur Landnutzung.
3. Magnax: Leichtbau-Elektromotoren für die Luftfahrt
Gründung: 2015 | Standort: West-Vlaanderen | Leistung: 5 kW/kg
| Technologie | Vorteile |
| Axial-Fluss-Motoren | Höchste Leistungsdichte der Welt – ideal für Flugtaxis und Drohnen. |
| Nachhaltigkeit | Reduktion von CO₂-Emissionen im Luftverkehr durch Effizienzsteigerung. |
Obwohl Magnax sich auf die Luftfahrt spezialisiert hat, könnte seine Technologie auch Raketenantrieben zugutekommen. Die Leichtbau-Motoren ermöglichen geringere Treibstoffkosten – ein Schlüsselfaktor für kosteneffiziente Raumfahrtprojekte.
Belgien als Innovationstreiber: Hintergrund und Zukunftsaussichten
Die belgische Raumfahrt profitiert von:
- Forschungsnetzwerken: Partnerschaften mit KU Leuven und imec beschleunigen Prototypen.
- EU-Förderprogrammen: Die ESA Space Solutions Belgium bietet Technologietransfers und Finanzierung.
- Regionalspezialisierung: Wallonien (Luftfahrt) und Flandern (Satellitentechnik) ergänzen sich.
| Herausforderung | Lösungsansatz |
| Hohe Entwicklungskosten | Modulare Systeme (Aerospacelab) und KI-gestützte Prozesse (Simera Sense). |
| Umweltbelastung | Nachhaltige Materialien (Magnax) und CO₂-neutrale Logistik (Air Belgium). |
Fazit: Belgien im globalen Raumfahrtwettbewerb
Trotz der Fokussierung auf Satelliten und Luftfahrt zeigt Belgien, wie Innovationen aus Nischenbereichen die Raumfahrt revolutionieren können. Aerospacelab, Simera Sense und Magnax stehen exemplarisch für die Kombination aus Technologie-Expertise und Umweltbewusstsein. Während der Weltraumtourismus noch in den Kinderschuhen steckt, legen diese Startups die Grundlage für eine nachhaltige Raumfahrtbranche.
