18 Skalierung von Agrartechnologie- und Lebensmittelinnovationen in Österreich im Jahr 2026
Österreich entwickelt sich 2026 zu einem führenden Hub für 18 AgriTech & Food Innovation Scaling in Austria in 2026 und etabliert sich als europäisches Zentrum für zukunftsweisende Lebensmittel- und Agrartechnologien. Die einzigartige Kombination aus technologischer Expertise, nachhaltigkeitsorientierten Ansätzen und einem dynamischen Startup-Ökosystem positioniert das Land als Vorreiter in der Revolution der Nahrungsmittelproduktion. Von bahnbrechenden 3D-gedruckten Lebensmitteln über CO2-basierte Proteinproduktion bis hin zu KI-gestützten Farmlösungen revolutionieren österreichische Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette der Nahrungsmittelproduktion.
Die österreichische AgriTech-Szene umfasst derzeit etwa 50 Food-Tech-Startups und zahlreiche Agrartech-Innovatoren, die gemeinsam an der Zukunft der Ernährungssicherheit arbeiten und dabei jährlich Millionen von Euro an Investitionen anziehen. Diese Unternehmen adressieren globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, die wachsende Weltbevölkerung und die Notwendigkeit nachhaltiger Proteinquellen mit innovativen und skalierbaren Lösungen. Das Land profitiert von einer starken Forschungsinfrastruktur, engagierten Universitäten und Fachhochschulen sowie einem unterstützenden regulatorischen Umfeld, das Innovation fördert und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards gewährleistet.
Als zentral gelegener Knotenpunkt in Europa mit direktem Zugang zu den DACH-Märkten und darüber hinaus bietet Österreich ideale Bedingungen für die Skalierung von AgriTech-Innovationen. Die hohe Kaufkraft der Konsumenten, das ausgeprägte Umweltbewusstsein und die Bereitschaft, in nachhaltige Lebensmittelprodukte zu investieren, machen das Land zu einem perfekten Testmarkt für neue Technologien.
Warum AgriTech & Food Innovation in Österreich boomt
Österreich bietet ideale Rahmenbedingungen für AgriTech-Startups und etabliert sich als führender Standort für Food-Tech-Innovationen in Europa. Als zentral gelegener EU-Mitgliedstaat mit hoher Kaufkraft dient das Land als strategischer Testmarkt für die gesamte DACH-Region und ermöglicht Unternehmen, ihre Produkte unter realen Marktbedingungen zu validieren, bevor sie international expandieren. Die umfangreichen Fördermöglichkeiten durch nationale und EU-Programme sowie ein dichtes Netzwerk von Acceleratoren, Inkubatoren und Unterstützungsorganisationen erleichtern Gründern die Entwicklung und Realisierung innovativer Ideen erheblich.
Die österreichische Regierung hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt und verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Agrarsektor bis 2050 um 42-49% gegenüber dem Basisjahr 1990 zu reduzieren. Dies schafft einen starken politischen und wirtschaftlichen Anreiz für die Entwicklung nachhaltiger Technologielösungen, die sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bieten. Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Robotik und Smart Farming spielen dabei eine zentrale Rolle bei der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität bei gleichzeitiger Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.
Darüber hinaus verfügt Österreich über eine lange Tradition in der biologischen Landwirtschaft mit dem höchsten Anteil an Bio-Betrieben in der EU. Diese Expertise in nachhaltigen Anbaumethoden bildet eine ausgezeichnete Grundlage für die Entwicklung zukunftsweisender AgriTech-Lösungen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, etablierten Landwirtschaftsbetrieben und innovativen Startups fördert den Wissenstransfer und beschleunigt die Markteinführung neuer Technologien.
18 AgriTech & Food Innovation Scaling in Austria in 2026
1. Revo Foods – 3D-Lebensmitteldruck im industriellen Maßstab
Revo Foods hat im Oktober 2024 in Wien die weltweit größte industrielle 3D-Lebensmitteldruckanlage eröffnet und damit einen Meilenstein in der Geschichte der additiven Fertigung von Nahrungsmitteln gesetzt. Die hochmoderne “Taste Factory” nutzt proprietäre 3D-Strukturierungstechnologie zur Herstellung pflanzlicher Meeresfrüchtealternativen und kann bis zu 60 Tonnen hochwertige Produkte pro Monat produzieren – eine Kapazität, die zehnmal höher ist als bei herkömmlichen Pilotanlagen.
Das Flaggschiff-Produkt “The Filet” basiert auf Mykoprotein, das aus Pilzkulturen gewonnen wird, und zeichnet sich durch eine beeindruckende Nährstoffbilanz mit dem Nutri-Score A aus. Die innovative Texturierungstechnologie ermöglicht es, die faserige Struktur von Fischfleisch authentisch nachzubilden, was sowohl haptisch als auch geschmacklich überzeugt. Das Produkt ist bereits in führenden österreichischen Supermarktketten wie BILLA und Interspar erhältlich und findet zunehmend Akzeptanz bei gesundheits- und umweltbewussten Konsumenten.
Die Produktionsanlage nutzt modernste Automatisierungstechnologien und integriert künstliche Intelligenz zur Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung. Dadurch können gleichbleibend hohe Produktqualität und Lebensmittelsicherheit gewährleistet werden. Revo Foods plant, die Produktpalette kontinuierlich zu erweitern und neue pflanzenbasierte Meeresfrüchtealternativen wie Lachs, Thunfisch und Garnelen zu entwickeln. Das Unternehmen trägt damit zur Reduzierung der Überfischung der Weltmeere bei und bietet eine nachhaltige Alternative, die ohne Mikroplastik, Schwermetalle oder andere marine Schadstoffe auskommt.
| Aspekt | Details |
| Standort | Wien, Österreich |
| Gründungsjahr | 2020 |
| Technologie | 3D-Strukturierungsdruck mit Mykoprotein |
| Produktionskapazität | 60 Tonnen/Monat |
| Hauptprodukt | The Filet (pflanzenbasiertes Fischfilet) |
| Nutri-Score | A |
| Vertrieb | BILLA, Interspar |
| Umweltvorteil | Keine Überfischung, kein Mikroplastik |
2. Arkeon Biotechnologies – CO₂ in Nahrungsprotein verwandeln
Arkeon Biotechnologies ist das weltweit erste Unternehmen, das Gasfermentation mit Archaea-Mikroorganismen erfolgreich für Lebensmittelanwendungen nutzt und damit eine völlig neue Kategorie der Proteinproduktion erschließt. Das 2021 in Wien gegründete Startup hat eine bahnbrechende Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Kohlendioxid als einzige Kohlenstoffquelle zu nutzen, um alle 20 für die menschliche Ernährung essentiellen und nicht-essentiellen Aminosäuren in einem einzigen kontinuierlichen Produktionsschritt herzustellen.
Die revolutionäre Technologie basiert auf der Nutzung extremophiler Archaea, einer uralten Mikroorganismengruppe, die in der Lage ist, unter extremen Bedingungen zu gedeihen und CO₂ in komplexe organische Moleküle umzuwandeln. Dieser Prozess ist vollständig unabhängig von landwirtschaftlichen Flächen, benötigt kein Ackerland, keine Bewässerung und ist sogar kohlenstoffnegativ, da mehr CO₂ gebunden wird, als während der Produktion freigesetzt wird.
Arkeon hat im Juni 2024 seine erste Pilotanlage in Tulln eröffnet und konnte insgesamt über 10,5 Millionen Euro an Finanzierung einwerben. Die Produktionsanlage nutzt einen geschlossenen Fermentationsprozess, bei dem CO₂ aus industriellen Abgasen oder direkt aus der Atmosphäre entnommen werden kann. Das resultierende Proteinpulver ist hochrein, frei von Allergenen und kann für eine Vielzahl von Lebensmittelanwendungen genutzt werden – von Proteinriegeln über Fleischalternativen bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln.
| Aspekt | Details |
| Gründungsjahr | 2021 |
| Standort | Wien (Hauptsitz), Tulln (Produktion) |
| Finanzierung | 10,5 Millionen Euro |
| Technologie | Gasfermentation mit Archaea-Mikroorganismen |
| CO₂-Bilanz | Kohlenstoffnegativ |
| Aminosäuren | Alle 20 essentiellen & nicht-essentiellen |
| Landnutzung | Null Hektar erforderlich |
| Skalierbarkeit | Hochgradig skalierbar |
3. Waterdrop – Nachhaltige Getränkeinnovation
Das Wiener Startup Waterdrop revolutioniert seit seiner Gründung den globalen Getränkemarkt mit einem innovativen Konzept: zuckerfreie Mikro-Drinks in Würfelform, die sich in Wasser auflösen und damit Plastikflaschen überflüssig machen. Die aus natürlichen Frucht- und Pflanzenextrakten hergestellten Würfel enthalten keine künstlichen Süßstoffe, Konservierungsmittel oder Farbstoffe und bieten eine gesunde Alternative zu gezuckerten Softdrinks.
Die Innovation liegt nicht nur im Produkt selbst, sondern auch im Geschäftsmodell: Durch die Eliminierung von Wasser im Transport werden Transportwege drastisch reduziert und der CO₂-Fußabdruck minimiert. Ein kleiner Würfel ersetzt eine komplette Flasche aromatisiertes Wasser, was zu einer Reduktion von Verpackungsmaterial um über 98% führt. 2022 erreichte das Unternehmen einen beeindruckenden Umsatz von 90 Millionen Euro und expandierte erfolgreich in über 30 Länder weltweit, darunter auch anspruchsvolle asiatische Märkte.
Waterdrop hat strategische Partnerschaften mit führenden Einzelhändlern aufgebaut und verkauft seine Produkte sowohl online als auch in Supermärkten, Drogerien und Sportgeschäften. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um neue Geschmacksrichtungen und Produktlinien zu entwickeln, darunter auch funktionelle Getränke mit Vitaminen, Elektrolyten oder Koffein für spezifische Anwendungsfälle.
| Aspekt | Details |
| Gründungsjahr | 2016 |
| Hauptinvestor | Temasek (Singapur) |
| Umsatz 2022 | 90 Millionen Euro |
| Innovation | Zuckerfreie Mikro-Drinks in Würfelform |
| Marktexpansion | Über 30 Länder weltweit |
| Nachhaltigkeit | 98% weniger Verpackungsmaterial |
| Produktlinien | Classic, Microenergy, Microlyte, Youth |
| Vertrieb | Online & Retail |
4. LIVIN Farms – Insektenprotein im industriellen Maßstab
LIVIN Farms hat sich als Pionier in der industriellen Insektenproteinproduktion etabliert und entwickelt vollautomatisierte modulare Insektenfabriken zur Züchtung von Schwarzen Soldatenfliegenlarven (Hermetia illucens). Die innovativen Produktionsanlagen sind komplett robotergestützt und ermöglichen eine hocheffiziente Umwandlung organischer Abfallstoffe in hochwertiges Protein, Fett und organischen Dünger.
Bis 2025 werden die LIVIN Farms-Anlagen in Spanien, Österreich, Belgien und Deutschland gemeinsam 100.000 Tonnen organisches Material jährlich verarbeiten und in nachhaltige Proteinquellen transformieren. Die Produktion von Insektenprotein verursacht dabei 92% weniger Treibhausgasemissionen als die Produktion von Sojaprotein und benötigt nur einen Bruchteil der Wasser- und Landressourcen.
Das Wiener Unternehmen mit derzeit 25 Mitarbeitern hat seine Produktionsanlage in Wien-Simmering aufgebaut und nutzt dort modernste Automatisierungstechnologien, Klimakontrollsysteme und KI-gestützte Überwachung zur Optimierung der Aufzuchtbedingungen. Die produzierten Insektenlarven werden entweder lebend als Tierfutter verkauft oder zu hochwertigem Proteinpulver und Insektenfett verarbeitet, das in der Aquakultur, der Geflügel- und Schweinefütterung sowie zunehmend auch in der Heimtiernahrung eingesetzt wird.
Die modulare Bauweise der LIVIN Farms-Systeme ermöglicht eine flexible Skalierung und Anpassung an verschiedene Standortbedingungen. Jedes Modul funktioniert als geschlossener Kreislauf, bei dem Abwärme wiederverwendet wird und organische Nebenprodukte als Dünger in der Landwirtschaft Anwendung finden.
| Aspekt | Details |
| Gründungsjahr | 2015 |
| Mitarbeiter | 25 |
| Standorte | Österreich, Spanien, Belgien, Deutschland |
| Produktionskapazität | 100.000 Tonnen organisches Material/Jahr (2025) |
| Emissionsreduktion | 92% vs. Sojaprotein |
| Technologie | Vollautomatisierte Robotersysteme |
| Hauptstandort | Wien-Simmering |
| Produkte | Lebendlarven, Proteinpulver, Insektenfett, Bio-Dünger |
5. Organic Tools – Werkzeuge für regenerative Landwirtschaft
Organic Tools hat sich seit seiner Gründung 2018 der Entwicklung innovativer, nachhaltiger Werkzeuge für regenerative und diversifizierte Kleinbauern verschrieben. Das Wiener Unternehmen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der die Bedürfnisse von Landwirten in den Mittelpunkt stellt, die sich für regenerative Landwirtschaft, Permakultur und Agroforstsysteme entscheiden.
Das Flagship-Produkt “Obstraupe” ist ein batteriebetriebenes, selbstfahrendes Bodenerntegerät, das speziell für Agroforstsysteme und Obstplantagen entwickelt wurde. Die Maschine sammelt Fallobst effizient ein, ohne den Boden zu verdichten oder Baumwurzeln zu beschädigen. Das ergonomische Design reduziert die körperliche Belastung für Landwirte erheblich und ermöglicht eine schnellere und effizientere Ernte.
Das neueste Produkt “TrakTrak” ist ein vollelektrischer Einachstraktor, der speziell für biointensiven Gemüseanbau auf kleinen bis mittleren Flächen konzipiert wurde. Das modulare Design ermöglicht den Einsatz verschiedener Anbaugeräte für Bodenbearbeitung, Aussaat, Jäten und Ernte. Der elektrische Antrieb ist leise, emissionsfrei und wartungsarm, was die Betriebskosten senkt und die Arbeitsbedingungen verbessert.
Organic Tools legt großen Wert auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Modularität. Alle Produkte sind so konzipiert, dass sie vor Ort repariert werden können und aus hochwertigen, austauschbaren Komponenten bestehen. Das Unternehmen bietet umfassende Schulungen und Support für Landwirte an und fördert den Aufbau einer Community von Nutzern, die Erfahrungen und Best Practices austauschen.
| Aspekt | Details |
| Gründungsjahr | 2018 |
| Standort | Wien, Österreich |
| Hauptprodukte | Obstraupe, TrakTrak |
| Fokus | Regenerative Landwirtschaft, Permakultur |
| Design | Modular, reparierbar, langlebig |
| Antrieb | Vollelektrisch, batteriebetrieben |
| Zielgruppe | Klein- und Mittelbauern |
| Philosophie | Nachhaltig, benutzerfreundlich |
6. Farmlifes – KI-basierte Plattform für Landwirte
Farmlifes ist eine innovative KI-basierte digitale Plattform, die Kleinbauern dabei hilft, unabhängiger vom Markt zu werden und direktere Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen. Die in der Region Salzburg ansässige Lösung kombiniert modernste Technologien wie künstliche Intelligenz, NFC-Tags, Blockchain-Technologie und mobile Apps mit einem einzigartigen digitalen Herkunftszeichen.
Die Plattform ermöglicht es Landwirten, ihre Produkte direkt an Endverbraucher zu vermarkten, ohne auf Zwischenhändler angewiesen zu sein. Kunden können über NFC-Tags auf den Produkten die komplette Herkunftsgeschichte nachverfolgen – vom Feld bis zum Teller. Die Blockchain-Technologie garantiert dabei die Unveränderlichkeit der gespeicherten Informationen und schafft Vertrauen.
Die KI-Komponente der Plattform analysiert Verkaufsdaten, Saisonalität und Kundenpräferenzen, um Landwirten fundierte Empfehlungen für Anbauplanung, Preisgestaltung und Marketing zu geben. Intelligente digitale Lösungen unterstützen Betriebe dabei, flexibler im täglichen Arbeitsablauf zu werden und administrative Aufgaben zu automatisieren.
Farmlifes fördert außerdem die Bildung von Erzeugergemeinschaften, die gemeinsam Logistik und Marketing organisieren können, um Kosten zu senken und die Verhandlungsposition zu stärken. Die Plattform integriert auch Zahlungsfunktionen und ermöglicht Vorbestellungen, was Landwirten Planungssicherheit gibt.
| Aspekt | Details |
| Technologie | KI, NFC, Blockchain, Mobile Apps |
| Standort | Salzburg Region |
| Zielgruppe | Kleinbauern und Direktvermarkter |
| Hauptvorteil | Marktunabhängigkeit, Direktvermarktung |
| Innovation | Digitales Herkunftszeichen mit Blockchain |
| Funktionen | Anbauplanung, Verkauf, Rückverfolgbarkeit |
| Community | Erzeugergemeinschaften |
| Transparenz | Vollständige Nachverfolgbarkeit |
7. viRaTec – Smart Garden Lösungen
viRaTec positioniert sich als kreativer Think Tank für zukunftsorientierte IoT-Lösungen im Gartenbau und der urbanen Landwirtschaft. Die Produktinnovation MIYO macht das junge österreichische Startup zu einem wichtigen Player im boomenden Smart-Garden-Segment, einem Markt, der bis 2030 voraussichtlich zweistellige Wachstumsraten verzeichnen wird.
Das MIYO-System ist eine intelligente Gartenbewässerungs- und Überwachungslösung, die IoT-Sensoren, cloudbasierte Datenanalyse und automatisierte Steuerungssysteme kombiniert. Nutzer können über eine benutzerfreundliche mobile App den Zustand ihrer Pflanzen in Echtzeit überwachen und Bewässerung, Düngung sowie Beleuchtung automatisch steuern. Das System lernt durch maschinelles Lernen die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Pflanzenarten und optimiert kontinuierlich die Pflegeabläufe.
viRaTec entwickelt schnelle und aktuelle Lösungen für die vernetzte Gartenautomation, die sowohl für Hobbygärtner als auch für kommerzielle urbane Farmen geeignet sind. Die Technologie ermöglicht signifikante Wasser- und Ressourceneinsparungen von bis zu 50% gegenüber traditionellen Bewässerungsmethoden.
| Aspekt | Details |
| Produkt | MIYO Smart Garden System |
| Technologie | IoT-Sensoren, Cloud, Machine Learning |
| Segment | Smart Garden & Urban Farming |
| Hauptmerkmale | Automatische Bewässerung, Echtzeitüberwachung |
| Innovation | Vernetzte Systeme mit KI-Optimierung |
| Einsparung | Bis zu 50% Wasserreduktion |
| Zielgruppen | Hobbygärtner & kommerzielle urbane Farmen |
| Steuerung | Mobile App mit Echtzeitdaten |
8. Farm-ING – KI-Maschinen für Präzisionslandwirtschaft
Farm-ING entwickelt maßgeschneiderte Agrarmaschinen mit KI-gestützter Pflanzenerkennung, die eine neue Ära der Präzisionslandwirtschaft einläuten. Das österreichische Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, vollständige Autonomie in landwirtschaftlichen Betrieben durch die intelligente Kombination von künstlicher Intelligenz, Robotik und Automatisierungstechnologien zu erreichen.
Die Produktpalette umfasst vollautomatische InRow-Jäter, die mittels Computer Vision zwischen Nutzpflanzen und Unkraut unterscheiden können und mechanisch unerwünschte Pflanzen entfernen, ohne Herbizide einzusetzen. Die hochpräzisen Spot-Sprayer können Pflanzenschutzmittel gezielt nur dort ausbringen, wo sie tatsächlich benötigt werden, was den Pestizideinsatz um bis zu 90% reduziert.
Die KI-Systeme von Farm-ING werden kontinuierlich durch Deep Learning trainiert und können eine wachsende Anzahl von Pflanzenarten, Krankheiten und Schädlingen erkennen. Die Maschinen sammeln während des Betriebs umfangreiche Daten über Feldvariabilität, Pflanzengesundheit und Ertragspotenzial, die Landwirten wertvolle Einblicke für zukünftige Entscheidungen liefern.
Farm-ING arbeitet eng mit landwirtschaftlichen Betrieben zusammen, um die Technologie unter realen Bedingungen zu testen und kontinuierlich zu verbessern. Das Unternehmen bietet auch Leasing-Modelle an, um die hohen Anfangsinvestitionen für Landwirte zu reduzieren.
| Aspekt | Details |
| Standort | Österreich |
| Kerntechnologie | KI-Pflanzenerkennung, Computer Vision |
| Hauptprodukte | InRow-Jäter, Spot-Sprayer |
| Pestizidreduktion | Bis zu 90% |
| Vorteil | Mechanische Unkrautbekämpfung |
| Vision | Vollautonome Landwirtschaft |
| Datensammlung | Feldvariabilität, Pflanzengesundheit |
| Geschäftsmodell | Verkauf & Leasing |
9. Food Innovation Incubator – Regionale Wertschöpfungsketten
Der Food Innovation Incubator der FH JOANNEUM in Graz bringt systematisch Kleinbauern, Wissenschaftler und Lebensmittelunternehmer der Grazer Region zusammen, um innovative Lebensmittelprodukte und nachhaltige Wertschöpfungsketten zu entwickeln. Das umfassende Programm bietet praxisorientierte Beratung, Networking-Veranstaltungen, Zugang zu Laboren und Prototyping-Einrichtungen für Produkte, Prozesse und Technologien.
Ein Schwerpunkt liegt auf der intelligenten Nutzung von Obst- und Gemüse-Nebenprodukten, die normalerweise als Abfall enden würden. In Co-Creation-Workshops entwickeln multidisziplinäre Teams innovative Lösungen wie sortenreine Apfelsorbets aus Fallobst, gefriergetrocknete Tomatenwürfel aus optisch nicht perfekten Früchten und nährstoffreiche Gemüsepasten aus Ernteresten.
Der Incubator unterstützt Teilnehmer auch bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen, Marketing-Strategien und bei der Navigation durch regulatorische Anforderungen. Erfolgreiche Projekte erhalten Unterstützung bei der Suche nach Investoren und beim Markteintritt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Produzenten und Forschern ermöglicht die schnelle Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte.
Der Food Innovation Incubator trägt zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe bei, schafft Arbeitsplätze und reduziert Lebensmittelverschwendung. Die entwickelten Produkte zeichnen sich durch hohe Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit aus.
| Aspekt | Details |
| Institution | FH JOANNEUM |
| Region | Graz, Steiermark |
| Fokus | Regionale Wertschöpfung, Kreislaufwirtschaft |
| Produkte | Sorbets, Suppen, Pasten, gefriergetrocknete Produkte |
| Ansatz | Co-Creation Workshops |
| Teilnehmer | Bauern, Wissenschaftler, Unternehmer |
| Services | Beratung, Prototyping, Labornutzung |
| Ziele | Abfallreduktion, regionale Vermarktung |
10. Smart Greenery – Vertical Farming mit KI
Smart Greenery nutzt künstliche Intelligenz, automatische Regelkreise und Natural Language Processing zur revolutionären Optimierung von Vertical Farming-Systemen. Die von der Research Studios Austria FG entwickelten Projekte zielen auf die vollständige Automatisierung von Produktionsschritten und die Implementierung von KI-Anwendungen für die Früherkennung von Schädlingen, Krankheiten und Nährstoffmangel ab.
Vertical Farming ermöglicht die Produktion von Gemüse, Kräutern und Microgreens auf mehreren übereinander gestapelten Ebenen in geschlossenen Umgebungen. Dies maximiert die Flächenproduktivität um das 10- bis 100-fache gegenüber traditionellem Anbau und ermöglicht ganzjährige Produktion unabhängig von Wetterbedingungen.
Die KI-Systeme überwachen kontinuierlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂-Konzentration, Lichtverhältnisse und Nährstoffversorgung. Machine-Learning-Algorithmen optimieren diese Parameter automatisch für verschiedene Pflanzenarten und Wachstumsphasen. Der Ansatz maximiert den Output bei minimalem Ressourcenverbrauch – Vertical Farms nutzen bis zu 95% weniger Wasser als traditionelle Landwirtschaft.
Die Produktion erfolgt in Kreislaufwirtschaft mit Wiederverwendung von Nährlösungen und vollständigem Verzicht auf Pestizide. Die Nähe zu städtischen Konsumenten reduziert Transportwege und CO₂-Emissionen erheblich. Smart Greenery arbeitet an der Skalierung dieser Technologie für kommerzielle Anwendungen in Niederösterreich.
| Aspekt | Details |
| Technologie | KI, NLP, Computer Vision, Automatisierung |
| Methode | Vertical Farming |
| Region | Niederösterreich |
| Wasserersparnis | Bis zu 95% |
| Flächenproduktivität | 10-100x höher |
| Vorteil | Pestizidfreie ganzjährige Produktion |
| Innovation | Kreislaufwirtschaft |
| Standortvorteil | Urbane Nähe |
11. Anders Farm – Aquaponik-Systeme
Die Anders Farm in Altlengbach kombiniert Fischzucht (Aquakultur) mit Gemüseanbau (Hydroponik) in hocheffizienten Aquaponik-Systemen, die einen geschlossenen Nährstoffkreislauf bilden. Nährstoffe für die Pflanzen stammen direkt aus den Ausscheidungen der Fische, während die Pflanzen das Wasser filtern und reinigen, das dann zurück zu den Fischen fließt.
Dieses symbiotische System spart erhebliche Ressourcen: Der Wasserverbrauch liegt um 90% niedriger als bei konventioneller Landwirtschaft und Aquakultur zusammen. Es werden keine synthetischen Düngemittel benötigt, und die Produktion ist vollständig pestizid- und herbizid-frei. Die Integration von KI und maschinellem Lernen optimiert Fütterungszyklen, Wasserzirkulation, pH-Wert-Regulierung und Temperaturkontrolle.
Anders Farm experimentiert mit verschiedenen Fischarten wie Tilapia, Karpfen und Forellen sowie einer Vielzahl von Gemüsearten, Kräutern und Microgreens. Die Systeme sind modular aufgebaut und können an verschiedene Betriebsgrößen angepasst werden – von kleinen Demonstrationsanlagen bis zu kommerziellen Großbetrieben.
Das Unternehmen bietet auch Schulungen und Beratung für Landwirte an, die in Aquaponik einsteigen möchten. Die Technologie ist besonders attraktiv für Regionen mit Wasserknappheit oder begrenzten landwirtschaftlichen Flächen.
| Aspekt | Details |
| Standort | Altlengbach, Niederösterreich |
| Methode | Aquaponik (Aquakultur + Hydroponik) |
| Technologie | KI und Machine Learning |
| Wasserersparnis | 90% vs. konventionell |
| Vorteil | Geschlossener Nährstoffkreislauf |
| Produkte | Fisch & Gemüse |
| Skalierung | Modular, verschiedene Größen |
| Nachhaltigkeit | Pestizid- und herbizid-frei |
12. Digitale Düngeplanung und Präzisionslandwirtschaft
Österreichische Landwirte setzen zunehmend auf digitale Düngeplanung zur Optimierung von Ausbringungszeitpunkt, -menge und -technologie. Diese fortschrittlichen Ansätze gelten sowohl für Acker- als auch Grünlandbewirtschaftung und basieren auf präzisen Bodenanalysen, Satellitenbildern und Echtzeitdaten.
Moderne Sensorsysteme messen den tatsächlichen Nährstoffbedarf der Pflanzen in verschiedenen Wachstumsphasen. Variable-Rate-Application-Technologie ermöglicht die teilflächenspezifische Ausbringung von Düngemitteln – Bereiche mit niedrigem Nährstoffgehalt erhalten mehr, gut versorgte Flächen weniger. Dies reduziert nicht nur Kosten, sondern auch Emissionen von Treibhausgasen wie Lachgas und verhindert Nährstoffauswaschung ins Grundwasser.
GPS-gesteuerte Traktoren fahren zentimetergenau und vermeiden Überlappungen, die zu Überdüngung führen würden. Die gesammelten Daten werden in Farm-Management-Systemen ausgewertet und helfen bei der langfristigen Optimierung der Bewirtschaftung. Bedarfsgerechte Düngung kann die Stickstoff-Effizienz um 15-25% steigern.
| Aspekt | Details |
| Anwendung | Acker- und Grünland |
| Technologie | Digitale Planung, Sensoren, GPS |
| Ziel | Emissionsreduktion, Effizienzsteigerung |
| Methode | Bedarfsgerechte, teilflächenspezifische Düngung |
| Optimierung | Zeit, Menge, Ausbringungstechnik |
| Effizienzgewinn | 15-25% Stickstoff-Effizienz |
| Umweltvorteil | Reduzierte Lachgas-Emissionen |
| Kostenersparnis | Bis zu 20% Düngemittelkosten |
13. Biogas-Produktion aus landwirtschaftlichen Reststoffen
Die Biogas-Produktion trägt wesentlich zur Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe und zur Emissionsreduktion in der österreichischen Landwirtschaft bei. Landwirtschaftliche Reststoffe wie Gülle, Mist, Stroh und Erntereste werden in Biogasanlagen durch anaerobe Vergärung in erneuerbare Energie umgewandelt.
Das entstehende Biogas kann zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt, zu Biomethan aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist oder als Kraftstoff für Fahrzeuge verwendet werden. Die Gärreste sind ein hochwertiger organischer Dünger mit verbesserter Nährstoffverfügbarkeit und reduziertem Geruch.
Österreich verfügt über etwa 270 landwirtschaftliche Biogasanlagen, die kontinuierlich optimiert werden. Moderne Anlagen nutzen Co-Fermentation verschiedener Substrate, um die Gasausbeute zu maximieren. Prozessleitsysteme mit KI-Unterstützung überwachen und steuern Temperatur, pH-Wert und Substratzusammensetzung für optimale Effizienz.
Diese Technologie unterstützt die Klimaziele Österreichs, schafft zusätzliche Einkommensquellen für Landwirte und trägt zur Energieunabhängigkeit bei. Die Integration in regionale Energiekonzepte mit Nahwärmenetzen maximiert die Gesamteffizienz.
| Aspekt | Details |
| Anlagen | Ca. 270 in Österreich |
| Rohstoff | Gülle, Mist, Stroh, Erntereste |
| Produkt | Biogas, Strom, Wärme, Biomethan |
| Beitrag | Emissionsreduktion, Kreislaufwirtschaft |
| Wirtschaft | Zusätzliche Einkommensquellen |
| Klimaziel | CO₂-Reduktion, Energieunabhängigkeit |
| Nebenprodukt | Hochwertiger organischer Dünger |
| Technologie | KI-gestützte Prozesssteuerung |
14. Drohnen und UAVs für Agrarüberwachung
Fortschrittliche Drohnen und unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) werden für eine wachsende Zahl landwirtschaftlicher Operationen eingesetzt. Die Technologie verbessert Feldüberwachung, präzises Sprühen von Pflanzenschutzmitteln und detaillierte Gesundheitsbewertung von Pflanzenbeständen durch Multispektral- und Hyperspektral-Kameras.
Drohnen können infrarotbasierte NDVI-Werte (Normalized Difference Vegetation Index) erfassen, die Aufschluss über Pflanzenvitalität, Wasserstress und Nährstoffmangel geben, lange bevor diese für das menschliche Auge sichtbar werden. Dies ermöglicht frühzeitige Interventionen und verhindert Ertragsverluste.
Sprühdrohnen können Pflanzenschutzmittel hochpräzise und in schwer zugänglichem Gelände ausbringen, wo herkömmliche Maschinen nicht eingesetzt werden können. Der Einsatz in Hanglagen oder Weinbergen ist besonders vorteilhaft. Österreichische Landwirte profitieren von erhöhter Effizienz, Zeitersparnis und präziseren Daten für bessere Managemententscheidungen.
Die Regulierung des Drohneneinsatzes in der Landwirtschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter. Professionelle Anbieter bieten Drohnendienstleistungen als Service an, was besonders für kleinere Betriebe attraktiv ist.
| Aspekt | Details |
| Technologie | Drohnen und UAVs mit Multispektralkameras |
| Einsatz | Überwachung, Sprühen, Kartierung |
| Messungen | NDVI, Pflanzenvitalität, Wasserstress |
| Vorteil | Früherkennung, präzise Gesundheitsbewertung |
| Effizienz | Zeitersparnis, schwieriges Gelände |
| Anwendung | Ackerbau, Weinbau, Obstbau |
| Trend | Wachsende Adoption, Service-Modelle |
| Präzision | Zentimetergenaue Navigation |
15. Predictive AI für intelligente Prognosen
Künstliche Intelligenz revolutioniert landwirtschaftliche Entscheidungsfindung durch präzise Wettervorhersagen, kontinuierliche Pflanzengesundheitsüberwachung und datenbasierte Ertragsprognosen. Österreichische AgriTech-Unternehmen integrieren diese Technologien in benutzerfreundliche digitale Plattformen und mobile Apps, die Landwirten komplexe Analysen in verständlicher Form präsentieren.
Machine-Learning-Modelle analysieren historische Daten, aktuelle Sensormessungen, Satellitenbilder und Wetterprognosen, um Empfehlungen für optimale Aussaat-, Bewässerungs- und Erntezeitpunkte zu geben. Prädiktive Modelle können auch das Auftreten von Schädlingen und Krankheiten vorhersagen, basierend auf Wetterbedingungen und regionalen Ausbruchsmustern.
Ertragsprognosen werden durch die Analyse von Vegetationsindizes, Wetterdaten und Bodeneigenschaften immer genauer. Landwirte können dadurch proaktiv planen, Ressourcen optimieren und Marktrisiken durch bessere Verkaufsstrategien minimieren. Die Systeme lernen kontinuierlich aus neuen Daten und verbessern ihre Genauigkeit.
Cloud-basierte Lösungen ermöglichen den Zugriff von überall und die Integration mit bestehenden Farm-Management-Systemen. Die Visualisierung komplexer Daten in Dashboards und Karten erleichtert die Interpretation.
| Aspekt | Details |
| Technologie | Predictive AI, Machine Learning |
| Anwendung | Wettervorhersage, Monitoring, Ertragsprognose |
| Datenquellen | Sensoren, Satelliten, Historie |
| Vorteil | Proaktive Planung, Risikominimierung |
| Ergebnis | Optimierte Entscheidungen |
| Integration | Benutzerfreundliche Apps und Plattformen |
| Genauigkeit | Kontinuierliche Verbesserung |
| Zugriff | Cloud-basiert, ortsunabhängig |
16. Farmroboter für Präzisionsanbau und Ernte
Die Integration von Robotik in der Landwirtschaft ermöglicht hochpräzise Anbauoperationen vom Pflanzen über die Pflege bis zur Ernte. Autonome Farmroboter reduzieren Arbeitskosten erheblich, erhöhen die Effizienz und können rund um die Uhr arbeiten, wodurch kritische Zeitfenster optimal genutzt werden.
Pflanzroboter setzen Sämlinge mit millimetergenauer Präzision in optimalen Abständen, was die Flächennutzung maximiert und spätere Pflegemaßnahmen erleichtert. Jätroboter nutzen Computer Vision zur Unterscheidung zwischen Nutzpflanzen und Unkraut und entfernen letzteres mechanisch oder mit gezielten Mikro-Dosen von Herbiziden.
Ernteroboter mit weichen Greifern und Bilderkennungssystemen können empfindliches Obst und Gemüse ernten, ohne es zu beschädigen. Sie erkennen den optimalen Reifezustand und pflücken nur erntefähige Früchte. Österreichische Startups entwickeln spezialisierte Lösungen für verschiedene Kulturen – von Erdbeeren über Tomaten bis zu Weintrauben.
Die Roboter sammeln während des Einsatzes wertvolle Daten über Pflanzengesundheit, Ertrag und Feldvariabilität. Diese Informationen fließen in Managementsysteme ein und verbessern zukünftige Entscheidungen. Leasing-Modelle und Robot-as-a-Service-Angebote machen die Technologie auch für kleinere Betriebe zugänglich.
| Aspekt | Details |
| Technologie | Autonome Robotik, Computer Vision |
| Anwendung | Pflanzen, Jäten, Ernten |
| Vorteil | Kostensenkung, 24/7-Betrieb |
| Effizienz | Erhöhte Produktivität, Präzision |
| Spezialisierung | Verschiedene Kulturen |
| Markt | Wachsende Nachfrage, sinkende Preise |
| Geschäftsmodelle | Verkauf, Leasing, Service |
| Datensammlung | Pflanzengesundheit, Ertragsmonitoring |
17. IoT-Lösungen für Farm-Monitoring
IoT-Technologien ermöglichen kontinuierliche, automatisierte Überwachung von Feldbedingungen in Echtzeit. Diese Lösungen helfen bei der Optimierung von Ressourcen wie Wasser, Dünger und Energie sowie bei der deutlichen Verbesserung des Pflanzenmanagements durch datenbasierte Entscheidungen.
Drahtlose Sensornetzwerke messen Bodenfeuchtigkeit in verschiedenen Tiefen, Temperatur, Nährstoffgehalt, pH-Wert und Salzkonzentration. Klimastationen erfassen Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschlag und Sonneneinstrahlung. Alle Daten werden über LoRaWAN, NB-IoT oder andere energieeffiziente Funkprotokolle an zentrale Plattformen übermittelt.
Intelligente Bewässerungssysteme nutzen diese Daten, um Bewässerung automatisch zu steuern – nur wenn und wo tatsächlich Bedarf besteht. Dies kann den Wasserverbrauch um 30-50% reduzieren. Frühwarnsysteme für Frost, Hagel oder Dürre ermöglichen rechtzeitige Schutzmaßnahmen.
Die gesammelten Echtzeitdaten werden mit historischen Informationen und Wetterprognosen kombiniert, um präzise Handlungsempfehlungen zu generieren. Landwirte können Feldbedingungen vom Smartphone aus überwachen und Systeme fernsteuern. Die Batterielaufzeit moderner IoT-Sensoren beträgt oft mehrere Jahre.
| Aspekt | Details |
| Technologie | IoT-Sensoren, LoRaWAN, NB-IoT |
| Überwachung | Kontinuierlich, Echtzeit, automatisiert |
| Parameter | Feuchtigkeit, Temperatur, Nährstoffe, pH |
| Optimierung | Wasser, Dünger, Energie |
| Einsparung | 30-50% Wasserverbrauch |
| Management | Verbessertes Pflanzenmanagement |
| Steuerung | Fernzugriff via Smartphone |
| Batterielaufzeit | Mehrere Jahre |
18. Regenerative Landwirtschaft und Bodengesundheit
Regenerative Landwirtschaftspraktiken zielen auf die Wiederherstellung der Bodengesundheit, Verbesserung der Wasserspeicherung und Erhöhung der Biodiversität ab, was zu langfristig nachhaltigen landwirtschaftlichen Ökosystemen führt. Diese Praktiken gehen über die bloße Nachhaltigkeit hinaus und streben aktive Verbesserung der natürlichen Systeme an.
Kernpraktiken umfassen Minimierung der Bodenbearbeitung (No-Till oder Reduced-Till), permanente Bodenbedeckung durch Zwischenfrüchte und Mulch, vielfältige Fruchtfolgen, Integration von Nutztieren in Ackersysteme und gezielte Kompostierung. Diese Methoden fördern die Entwicklung eines lebendigen Bodenökosystems mit hoher mikrobieller Aktivität.
Gesunde Böden mit hohem Humusgehalt können erheblich mehr Kohlenstoff speichern und wirken damit als CO₂-Senken. Sie haben auch eine deutlich bessere Wasserhaltefähigkeit, was in Zeiten zunehmender Trockenheit entscheidend ist. Regenerativ bewirtschaftete Böden können bis zu 20.000 Liter mehr Wasser pro Hektar speichern.
Österreichische Landwirte und Startups treiben diese Bewegung mit innovativen Ansätzen voran – von spezialisierten Geräten für minimale Bodenbearbeitung über Saatgut-Mischungen für Zwischenfruchtanbau bis zu digitalen Tools für Fruchtfolgeplanung. Förderprogramme unterstützen die Umstellung auf regenerative Praktiken.
| Aspekt | Details |
| Fokus | Bodengesundheit, Kohlenstoffspeicherung |
| Methoden | No-Till, Zwischenfrüchte, vielfältige Fruchtfolgen |
| Ziele | Wasserspeicherung, Biodiversität, Klimaschutz |
| Ergebnis | Nachhaltige, resiliente Ökosysteme |
| Wasserspeicherung | +20.000 Liter/Hektar möglich |
| CO₂-Bindung | Böden als Kohlenstoffsenken |
| Bewegung | Wachsende Adoption, Förderung |
| Innovation | Spezialisierte Werkzeuge und digitale Tools |
Fazit
Die 18 AgriTech & Food Innovation Scaling in Austria in 2026 demonstrieren eindrucksvoll, wie Österreich die Zukunft der globalen Lebensmittelproduktion aktiv mitgestaltet und Standards setzt. Von biotechnologischen Durchbrüchen bei Arkeon über den weltweit größten industriellen 3D-Lebensmitteldruck bei Revo Foods bis hin zu hochautomatisierten Insektenprotein-Farmen bei LIVIN Farms und KI-gestützten Präzisionslandwirtschaftslösungen deckt die österreichische Innovationslandschaft das gesamte Spektrum moderner Agrartechnologie ab.
Diese vielfältigen Entwicklungen tragen nicht nur zur Ernährungssicherheit einer wachsenden Weltbevölkerung bei, sondern adressieren auch dringende Umweltherausforderungen durch nachhaltige, ressourcenschonende und klimafreundliche Produktionsmethoden. Die Integration von künstlicher Intelligenz, Robotik, Biotechnologie und Kreislaufwirtschaftsprinzipien zeigt, dass technologischer Fortschritt und ökologische Verantwortung erfolgreich vereinbar sind.
Die zentrale geografische Lage Österreichs im Herzen Europas, umfangreiche staatliche und EU-Förderprogramme, ein starkes Ökosystem aus innovativen Startups, renommierten Forschungseinrichtungen und etablierten Unternehmen sowie ein hohes Umweltbewusstsein schaffen ideale Bedingungen für weiteres dynamisches Wachstum. Mit dem ambitionierten Ziel, die Treibhausgasemissionen im Agrarsektor bis 2050 um 42-49% zu reduzieren, wird Innovation weiterhin im absoluten Mittelpunkt der österreichischen Agrarpolitik und Wirtschaftsstrategie stehen.
Die vorgestellten Unternehmen, Technologien und Initiativen beweisen überzeugend, dass die 18 AgriTech & Food Innovation Scaling in Austria in 2026 nicht nur Vision, sondern bereits gelebte Realität sind. Sie bilden eine solide Grundlage für eine nachhaltige, effiziente und zukunftsfähige Lebensmittelproduktion, die als Vorbild für andere Regionen weltweit dienen kann.
