18 Dynamik in den Bereichen Automobil, Elektromobilität und Lieferkette in Österreich im Jahr 2026
Österreich erlebt 2026 eine dynamische Transformation in der Automobilindustrie. Mit einem Produktionswert von 28,5 Milliarden Euro und über 200.000 Beschäftigten zeigt sich das 18 Automotive, EV & Supply-Chain Momentum in Austria in 2026 als treibende Kraft für Innovation und Wachstum. Die Elektromobilität verzeichnet einen Anstieg von 42 Prozent, während die Lieferkette neue Standards setzt.
Die österreichische Automobilindustrie steht vor wegweisenden Veränderungen. Technologische Durchbrüche, staatliche Förderungen und internationale Partnerschaften formen die Zukunft der Mobilität. Diese Entwicklung betrifft nicht nur große Hersteller, sondern auch mittelständische Zulieferer und innovative Start-ups.
Warum Österreichs Automotive-Sektor 2026 wichtig ist
Der österreichische Automotive-Sektor nimmt eine Schlüsselposition in der europäischen Fahrzeugindustrie ein. Die enge Verzahnung mit deutschen OEMs und die führende Rolle bei Elektromobilität und autonomem Fahren machen das Land zu einem wichtigen Player. Unternehmen wie Magna Steyr, BMW Steyr und AVL List setzen weltweit Maßstäbe in Forschung und Entwicklung.
18 Automotive, EV & Supply-Chain Momentum in Austria in 2026
1. Rasantes EV-Wachstum: 42 Prozent Zuwachs im ersten Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Österreich 31.534 rein elektrische Fahrzeuge neu zugelassen – ein Anstieg von 42,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung setzt sich 2026 fort und unterstreicht das 18 Automotive, EV & Supply-Chain Momentum in Austria in 2026. Elektrofahrzeuge erreichten einen Marktanteil von 22 Prozent bei allen Neuzulassungen.
| Kennzahl | Wert H1 2025 | Veränderung |
| BEV-Neuzulassungen | 31.534 Einheiten | +42,2% |
| Marktanteil | 22% | 3. beliebtester Antrieb |
| Gesamtzulassungen | 143.051 Fahrzeuge | +5,9% |
2. Top-Zulieferer: BMW Steyr, Magna und AVL führen
Die größten Automobilzulieferer Österreichs prägen die Industrie mit Innovation und Umsatzstärke. BMW Steyr, Magna Steyr und AVL List führen das Ranking an und investieren massiv in Elektromobilität und autonomes Fahren. Diese Unternehmen beschäftigen tausende Mitarbeiter und erwirtschaften Milliardenumsätze.
| Unternehmen | Schwerpunkt | Bedeutung |
| BMW Steyr | Motorenproduktion | Führender Hersteller |
| Magna Steyr | Komplettfahrzeuge | Auftragsfertiger |
| AVL List | Antriebssysteme | Technologieführer |
3. Ladeinfrastruktur-Ausbau: 480 Millionen Euro Investment
Die österreichische Bundesregierung stellt bis Ende 2026 rund 480 Millionen Euro für den Ausbau öffentlicher Ladestationen bereit. Der Fokus liegt auf Schnellladestationen in ländlichen Gebieten und emissionsfreien Nutzfahrzeugen. Zusätzlich fließen 30 Millionen Euro 2026 gezielt in unterversorgte Regionen.
| Investitionsbereich | Betrag | Zeitraum |
| Öffentliche Ladestationen | 450 Mio. € | bis Ende 2026 |
| Ländliche Schnelllader | 30 Mio. € | 2026 |
| Nutzfahrzeuge & H2-Infrastruktur | inkludiert | bis 2026 |
4. Tesla Model Y führt EV-Rangliste an
Der Tesla Model Y dominierte das erste Halbjahr 2025 mit 2.460 Neuzulassungen die österreichische Elektroauto-Statistik. Dahinter folgen der Skoda Elroq mit 1.339 und der BMW iX1 mit 1.318 Einheiten. BMW führt als Marke mit insgesamt 3.866 BEV-Zulassungen.
| Modell/Marke | Zulassungen | Position |
| Tesla Model Y | 2.460 | Platz 1 (Modell) |
| Skoda Elroq | 1.339 | Platz 2 (Modell) |
| BMW (Marke) | 3.866 | Platz 1 (Marke) |
5. VW-Krise betrifft 6.300 österreichische Jobs
Die angekündigten Werksschließungen von Volkswagen in Deutschland bis 2026 haben direkte Auswirkungen auf Österreich. Laut einer Studie von ASCII und der FH Oberösterreich beliefern 135 österreichische Unternehmen die deutschen VW-Werke. 6.300 Arbeitsplätze sind direkt von VW-Aufträgen abhängig und könnten durch Kürzungen betroffen sein.
| Aspekt | Zahlen | Auswirkung |
| Betroffene Unternehmen | 135 | Direkte Lieferanten |
| Gefährdete Jobs | 6.300 | Abhängig von VW |
| Werksschließungen | 3 in Deutschland | bis 2026 |
6. AVL Tech Center Steyr: Innovation für Nutzfahrzeuge
Im September 2025 eröffnete AVL das neue Tech Center in Steyr, einen Meilenstein für nachhaltige Mobilität. Die hochmoderne Einrichtung verfügt über Prüfstandtechnologie, geschützte Prototypenbereiche und spezialisierte Werkstätten. Der Fokus liegt auf Nutzfahrzeugen mit elektrischen, Wasserstoff- und Brennstoffzellenantrieben.
| Merkmal | Beschreibung |
| Eröffnung | September 2025 |
| Schwerpunkt | Nutzfahrzeug-Antriebe |
| Technologien | E-Mobilität, H2, Brennstoffzelle |
| Bedeutung | Klimaneutrale Mobilität |
7. Produktionswert: 28,5 Milliarden Euro in 2024
Der österreichische Automotive-Sektor erreichte 2024 einen Produktionswert von rund 28,5 Milliarden Euro. Diese Zahl reflektiert die starke industrielle Basis und die Innovationskraft heimischer Unternehmen. Das 18 Automotive, EV & Supply-Chain Momentum in Austria in 2026 baut auf dieser soliden Grundlage auf.
| Kennzahl | Wert 2024 |
| Produktionswert | 28,5 Mrd. € |
| Beschäftigte | ca. 200.000 |
| Industrierang | Top-Sektor |
8. Größter EV-Ladepark: 38 Ladebuchten in Amstetten
Ab August 2025 bietet einer der größten Ladeparks Österreichs in Amstetten 38 Ultraschnell-Ladebuchten mit bis zu 400 kW Leistung. Die Anlage umfasst über 3.000 Quadratmeter und bietet Spielplätze, Toiletten und ein Bistro. Nach vollständigem Ausbau werden 50 Ladebuchten verfügbar sein.
| Detail | Spezifikation |
| Ladebuchten | 38 (später 50) |
| Leistung | bis 400 kW |
| Fläche | über 3.000 m² |
| Standort | Amstetten West |
9. H2 Mobility Austria: 2.000 Wasserstoff-LKW bis 2030
Das Konsortium H2 Mobility Austria, bestehend aus elf Unternehmen, plant bis 2030 etwa 2.000 Wasserstoff-Lkw auf Österreichs Straßen zu bringen. Die Initiative könnte einen Mehrwert von 475 Millionen Euro generieren und 3.000 bis 4.000 Arbeitsplätze schaffen. Ab 2026 beginnt die Hochlaufphase mit serienmäßigen H2-Lkw von Daimler Truck und Volvo.
| Ziel | Wert | Zeitraum |
| H2-Lkw | 2.000 Fahrzeuge | bis 2030 |
| Wirtschaftswert | 475 Mio. € | gesamt |
| Arbeitsplätze | 3.000-4.000 | bis 2030 |
| Hochlaufphase | Serie ab 2026 | ab 2026 |
10. Förderungsänderungen: Fokus auf Nutzfahrzeuge
Die österreichische Regierung hat die EV-Förderungen für Privatpersonen eingestellt, konzentriert sich aber 2026 auf gewerbliche Fahrzeuge. Die Förderung für emissionsfreie Nutzfahrzeuge beträgt 60 Prozent der Mehrkosten, für Ladeinfrastruktur 40 Prozent der Investitionskosten. Diese Strategie unterstützt die Flottenelektrifizierung.
| Förderungsart | Höhe | Zielgruppe |
| Privatfahrzeuge | eingestellt | Privatpersonen |
| Nutzfahrzeuge | 60% Mehrkosten | Unternehmen |
| Ladeinfrastruktur | 40% Investition | Gewerblich |
11. Battery Innovation Center: AVL Graz als Forschungszentrum
Das AVL Battery Innovation Center in Graz auf 1.600 Quadratmetern entwickelt hochmoderne Hochvolt-Batterien für Elektrofahrzeuge. Die Einrichtung vereint alle globalen AVL-Kompetenzen für neue Batterieideen. Der Fokus liegt auf effizienten Produktionsmethoden und funktionaler Batterieentwicklung.
| Merkmal | Details |
| Fläche | 1.600 m² |
| Standort | AVL Graz |
| Schwerpunkt | HV-Batterien |
| Kapazität | Globale Kompetenzen |
12. Elektromobilität überholt Diesel deutlich
Im Juni 2025 erreichten Elektrofahrzeuge mit 22,4 Prozent Marktanteil fast die Benziner. Diesel-Pkw stürzten um 40 Prozent auf 3.546 Einheiten ab und erreichten nur noch 12,3 Prozent Marktanteil im Halbjahr. Benzinhybride führten mit 33 Prozent Marktanteil, während reine Elektrofahrzeuge kontinuierlich wachsen.
| Antriebsart | Marktanteil H1 2025 | Veränderung |
| Benzinhybride | 31,9% | +40,9% |
| Elektro (BEV) | 22,0% | +42,2% |
| Benzin | 28,3% | -12,6% |
| Diesel | 12,3% | -33,8% |
13. Batterie-Expertise: Von Forschung bis Recycling
Österreich setzt Maßstäbe in der Batterietechnologie mit starken Clustern und globalen Industrieplayern. MIBA Battery Systems und Samsung SDI entwickeln sichere, effiziente Batteriesysteme. Samsung SDI betreibt ein Technologiezentrum für Batteriesysteme in Kalsdorf. ProtectLiB in Graz entwickelt Recyclingtechnologien für Lithium-Ionen-Batterien.
| Unternehmen | Schwerpunkt | Standort |
| MIBA Battery Systems | Entwicklung | Österreich |
| Samsung SDI | Technologiezentrum | Kalsdorf |
| ProtectLiB | Recycling | Graz |
14. Regionale Energieversorger: BEÖ-Netzwerk
Das BEÖ-Netzwerk vereint Ladepunkte von über zehn regionalen Energieunternehmen. Mitgliedsunternehmen investieren zwischen 2024 und 2025 mehr als 75 Millionen Euro in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur. Die Ladepunkte befinden sich in urbanen und ländlichen Gebieten mit Schnellladung bis 150 kW.
| Aspekt | Detail |
| Mitglieder | 10+ Energieunternehmen |
| Investment | 75 Mio. € (2024-2025) |
| Leistung | bis 150 kW |
| Abdeckung | Ganz Österreich |
15. Autonomes Fahren: TTTech als Global Player
TTTech Auto hat sich in nur vier Jahren zum erfolgreichen Global Player im Bereich hochautomatisiertes Fahren entwickelt. Die Kernsoftware MotionWise ist in fast zwei Millionen Fahrzeugen installiert. Testgelände wie Digitrans und ALP.Lab bieten zwei der vielfältigsten Teststrecken für autonomes Fahren in Europa.
| Merkmal | Wert |
| Entwicklungszeit | 4 Jahre |
| Installationen | 2 Mio. Fahrzeuge |
| Produkt | MotionWise |
| Status | Global Player |
16. Wien Energie: Grünstrom für E-Mobilität
Wien Energie betreibt ein umfassendes Netzwerk von Ladestationen in öffentlichen Räumen, Wohngebieten und Einzelhandelsstandorten. Alle Stationen nutzen Strom aus erneuerbaren Energien. Das Netzwerk umfasst Standard-AC-Lader und schnelle DC-Ladepunkte und expandiert kontinuierlich.
| Merkmal | Beschreibung |
| Energiequelle | 100% erneuerbar |
| Standorte | Wien, öffentlich + privat |
| Ladetechnik | AC + DC |
| Expansion | Stadt-Ladeparks |
17. Über 10.000 Automotive-Unternehmen in Österreich
In Österreich gibt es insgesamt 10.165 Automotive-Unternehmen. St. Pölten ist die größte Region mit 22 Prozent Marktanteil (2.310 Unternehmen). Diese Vielfalt reicht von Großkonzernen bis zu spezialisierten KMU und Start-ups, die das 18 Automotive, EV & Supply-Chain Momentum in Austria in 2026 vorantreiben.
| Kennzahl | Wert |
| Gesamtunternehmen | 10.165 |
| Größte Region | St. Pölten (22%) |
| Unternehmensart | Groß bis KMU |
18. Prognose: 116.000 EV-Zulassungen bis 2028
Österreichische EV-Zulassungen werden voraussichtlich bis 2028 etwa 116.000 Einheiten erreichen und sich damit fast verdoppeln gegenüber den 59.000 Einheiten von 2023. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 10,4 Prozent. Seit 2019 zeigt der österreichische EV-Markt robustes Wachstum mit durchschnittlich 45,7 Prozent jährlich.
| Jahr | EV-Zulassungen | Wachstum |
| 2023 | 59.000 | Basis |
| 2028 (Prognose) | 116.000 | +10,4% p.a. |
| Ø-Wachstum seit 2019 | – | 45,7% p.a. |
Herausforderungen und Chancen
Die österreichische Automobilindustrie steht vor strukturellen Herausforderungen. Die VW-Krise zeigt die Abhängigkeit von deutschen OEMs. Gleichzeitig bieten Elektromobilität, Wasserstofftechnologie und autonomes Fahren enorme Chancen. Markus Gerschberger von ASCII betont: “EU-weite Strukturreformen und klare Priorisierung sind nötig, um weitreichende Verluste zu verhindern.”
Die hohen Energiekosten, der internationale Wettbewerb mit China und die Transformation der Lieferketten erfordern Anpassungen. Investitionen in Automatisierung und technologische Wettbewerbsfähigkeit sind entscheidend für den Erfolg.
Fazit
Das 18 Automotive, EV & Supply-Chain Momentum in Austria in 2026 zeigt eine Industrie im Wandel. Mit 42 Prozent EV-Wachstum, 480 Millionen Euro für Ladeinfrastruktur und wegweisenden Innovationen bei Batterietechnologie und Wasserstoffmobilität positioniert sich Österreich als europäischer Vorreiter. Die Kombination aus etablierten Zulieferern, innovativen Forschungszentren und staatlicher Unterstützung schafft optimale Bedingungen für nachhaltige Mobilität.
Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um die Transformation erfolgreich zu gestalten. Unternehmen, die in Elektrifizierung, Digitalisierung und neue Antriebstechnologien investieren, werden vom 18 Automotive, EV & Supply-Chain Momentum in Austria in 2026 profitieren und die Zukunft der Mobilität aktiv mitgestalten.
