Technologie

8 Luft- und Raumfahrt-Startups, die additive Fertigung nutzen

Die additive Fertigung (3D-Druck) revolutioniert die Aerospace-Branche. Dank hoher Präzision und schneller Produktionszeiten entstehen komplexere Designs. In diesem Artikel stellen wir acht innovative Startups vor, die mit 3D-Druck Raumfahrt- und Flugzeugteile herstellen.

warum 3D-Druck in der Luft- und Raumfahrt?

Diese Technologie ermöglicht:

  • Gewichtsersparnis: Bis zu 50% weniger Material bei höherem Stellenwert als traditionelle Methoden.
  • Kurze Produktionszeiten: Prototypen in Tagen statt Monaten.
  • Kostenreduktion: Kein Werkzeug-Mehraufwand für Kleinstserien.

Raumfahrt-Startups nutzen aktuell vor allem Direkt Metal 3D-Druck (DMD), Selective Laser Sintering (SLS) oder Multimaterial-Druck.

1. Relativity Aerospace (USA)

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Standort Missouri, USA
Fokus Raketenentwicklung
Materialien Stahl (Stellite®), Titan
Technologie Automatisierte Stereolithografie

Relativity entwickelt komplette Raketen-Teile mit Fertigungsrobotern. Das Startup produziert Schubrohre, Türme und andere Komponenten in Massivbauweise.

2. Rocket Lab (Neuseeland)

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Standort Auckland, Neuseeland
Fokus Trägerraketen
Materialien Stahl (Inconel), Keramik
Technologie Laser-Pulver-Beschichtung

Rocket Labs Rutherford-Motoren entstehen mit 3D-gedruckten Brennkammern. Diese Technik ermöglicht höhere Effizienz und geringere Energieverluste.

3. Launcher (USA)

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Standort New York, USA
Fokus Satellitenstartsysteme
Materialien Titanlegierungen
Technologie Elektrochemisches Pulver-Sintern

Startups wie Launcher setzen auf beschleunigte 3D-Druckverfahren für Schubdüsenkomponenten. So lässt sich der Energieverbrauch der Raketen reduzieren.

4. Isar Aerospace (Deutschland)

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Standort München, Deutschland
Fokus Raketenmotorentwicklung
Materialien Superlegierte Stähle
Technologie Pulverbettfusion mit Hybridverfahren

Der deutsche Hersteller des Satelliten-Raketen Spectrum nutzt 3D-Druck für leichte und robuste Bauteile. Dies ermöglicht niedrigere Startkosten.

5. GKN Aerospace (UK/Global)

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Standort England, global vertreten
Fokus Flugzeugfahrwerksteile
Materialien Titan Aluminide
Technologie Elektronenstrahl-Freiformung

GKN Aerospace druckt Turbinenschaufeln und Getriebeteile. Dabei kommt Hybrid-3D-Fräsen zum Einsatz.

6. Aevum (USA)

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Standort Huntsville, USA
Fokus Raketenstart für Kleinsatelliten
Materialien Hochtemperatur-Stähle
Technologie Hochgeschwindigkeits-Pulverbettfusion

Aevum entwickelt Rapid-Starter-Fähigkeiten mit 3D-gedruckten Triebwerksblöcken.

7. OHB System AG (Deutschland)

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Standort Bremen, Deutschland
Fokus Satellitentechnik
Materialien Leichtkunststoffe
Technologie Laser-Induktionsfused-Deposition

Diese Firma druckt niedrig aufwendige Satellitensysteme mit innovativen Materialkombinationen.

8. Exosphere (Schweiz)

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Standort Zürich, Schweiz
Fokus Raketen-Isolierungssysteme
Materialien Keramische Metallverbundstoffe
Technologie Vakuum-Laser-Pulverbettfusion

Exosphere entwickelt Isolierpaneele für Raketenkörper mit speziellen 3D-Drucktechniken für extreme Temperaturen.

Zukunftsausblick für Additive Fertigung in der Aerospace

Additiver 3D-Druck ist mehr als eine Nischenlösung:

  • Nachhaltigkeit: Minderung von Rohstoffbedarf und Emissionen.
  • Standardisierung: Neuer DIN-Normen fürQualitätssicherung.
  • Kooperationen: Joint Ventures im Bereich Metall-Titanlegierungen.