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Nach bitterer Niederlage des VfB Stuttgart kommt es in Istanbul zu Unruhen

Trotz einer engagierten Leistung und zahlreicher Offensivaktionen musste sich der VfB Stuttgart im Hexenkessel von Istanbul Fenerbahce mit 0:1 geschlagen geben. Hauptgrund für die Niederlage: die schwache Chancenverwertung.

Änderungen in den Startformationen

Fenerbahce-Trainer Domenico Tedesco rotierte nach dem 2:1-Erfolg gegen Fatih Karagümrük auf vier Positionen. Ederson, Skriniar, Brown und En-Nesyri rückten für Cetin, Söyüncü, Mercan und Talisca in die Startelf.
VfB-Coach Sebastian Hoeneß nahm nach dem 3:0-Sieg beim VfL Wolfsburg zwei Wechsel vor: Stiller und Bouanani begannen für Chema und Nartey, die zunächst auf der Bank Platz nahmen.

Mutiger VfB, aber ohne Durchschlagskraft

Von Beginn an zeigte sich Stuttgart unbeeindruckt von der lautstarken Kulisse im Ülker-Stadion und störte den türkischen Spitzenklub effektiv im Spielaufbau. Beide Teams suchten früh den Weg nach vorne, was zu mehreren Strafraumszenen führte.
Während die Schwaben einige Halbchancen verzeichneten – die beste durch einen Kopfball von Jaquez knapp am Pfosten vorbei (26.) – zeigte sich Fenerbahce vor dem Tor gefährlicher. Keeper Nübel musste schon in der 14. Minute gegen Nene parieren und kurz darauf in der 21. Minute doppelt eingreifen.

Aktürkoglu trifft per Strafstoß

In der 32. Minute entschied Schiedsrichter Kehlet nach einem Halten von Stiller an Skriniar auf Elfmeter. Aktürkoglu verwandelte sicher zum 1:0 (34.), gleichzeitig der Pausenstand.

VAR sorgt für Diskussionen

Nach Wiederanpfiff drängte der VfB auf den Ausgleich. Stiller und Karazor vergaben vielversprechende Chancen (50., 52.). In der 61. Minute erhielt Fenerbahce zunächst erneut einen Elfmeter nach einem Foul an Nene – doch der VAR erkannte zuvor eine Abseitsposition und hob die Entscheidung auf.
Kurz darauf gab es auch auf der anderen Seite einen Strafstoßpfiff, als Alvarez Stiller im Strafraum zu Fall brachte (68.). Nach Sichtung der Videobilder nahm Kehlet jedoch auch diesen zurück (70.).

Stuttgart drückt am Ende vergeblich

In der Schlussphase intensivierten die Stuttgarter ihre Offensivbemühungen. Joker Undav hatte kurz vor Schluss die beste Gelegenheit, schoss aber aus guter Position vorbei (82.). Somit blieb es beim knappen 1:0-Erfolg für Fenerbahce.

Blick nach vorn

Fenerbahce trifft am kommenden Montag (18 Uhr) in der Liga auf Gaziantep. Das nächste Europa-League-Spiel steht am 6. November (21 Uhr) bei Viktoria Pilsen an. Der VfB Stuttgart empfängt zunächst am Sonntag (17:30 Uhr) den 1. FSV Mainz 05 und spielt ebenfalls am 6. November zu Hause gegen Feyenoord Rotterdam.