10 Ökotourismus-Startups in Österreich, die Sie kennen sollten
Der österreichische Tourismus erlebt eine nachhaltige Transformation – getrieben von innovativen Startups, die digitale Lösungen, sanfte Infrastruktur und bewusste Reisen neu definieren. In diesem Artikel stellen wir zehn Vorreiter vor, die mit Ökotourismus-Konzepten neue Maßstäbe setzen.
Einleitung: Zukunft des Tourismus
2024 verzeichnete Österreich mit 154 Millionen Nächtigungen einen neuen Rekord. Doch die Branche steht vor Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Kosten und Klimawandel erfordern smarte Lösungen. Hier kommen Startups ins Spiel – sie entwickeln nachhaltige Unterkünfte, digitale Erlebniswege und KI-gestützte Tools, um den Tourismus zu entlasten.
1. Wohnwagon: Autarke Mini-Häuser für sanften Tourismus
| Unternehmen | Gründer | Standort | Konzept | Website |
| Wohnwagon | Theresa Mai, Christian Frantal | Niederösterreich | Ressourcenschonende Unterkünfte mit Solaranlagen | www.wohnwagon.com |
Ihre Mission: Privatpersonen und Tourismusbetriebe mit autarken Wohnkonzepten auszustatten. Seit der Gründung wurden über 150 Projekte realisiert – vom Mini-Haus bis zur Ferienanlage.
Fakten:
- Nutzen recycelbare Materialien
- Energieautarkie durch Solar und Regenwassernutzung
- Investment von Epoona und Raiffeisen Beteiligungsholding
2. Wunderweg: Digitale Erlebniswege mit GPS-Tracking
| Unternehmen | Gründer | Standort | Konzept | Website |
| Wunderweg | Simon Rahm, Matthias Triendl | Innsbruck | Themenwege-App mit interaktiven Stationen | www.wunderweg.app |
Ihre Lösung: Eine App, die Wanderer:innen mittels GPS durch Naturrouten führt. An Stationen gibt es animierte Videos oder Spiele – und Betreiber:innen erhalten Datenanalysen zu Nutzer:innen-Verhalten.
Beispiel:
„Ein Rundweg durchs Tiroler Bergdorf: Tourist:innen sammeln Punkte, während lokale Handwerker:innen ihre Geschichte per Video erzählen.“
3. Majourny: KI-gestützte Reiseplanung für mehr Nachhaltigkeit
| Unternehmen | Gründer | Standort | Konzept | Website |
| Majourny | Nicht namentlich genannt | Oberösterreich | Personalisierte Reisepläne mit CO₂-Bilanz | www.majourny.com |
Ihre Stärke: Die App kombiniert KI-Optimierung (z. B. Transportmittelwahl) mit individuellen Vorlieben.
Ziel: Flugsham reduzieren und Reisezeit effizient nutzen.
Zahlen:
- 50+ Teilnehmer:innen im Tourismus-Inkubator Oberösterreich
- Gründungsprogramm bietet 10.000 € Förderung und Mentoring
4. nista.io: Energieeffizienz für Thermen
| Unternehmen | Gründer | Standort | Konzept | Website |
| nista.io | Nicht namentlich genannt | Wien | KI-basierte Energiemanagement-Software | www.nista.io |
Ihre Rolle: Gemeinsam mit der Österreich Werbung testen sie in der St. Martins Therme (Burgenland) eine KI-Lösung, die Energieverbrauch senkt.
Potenzial:
„Thermen sparen Kosten, Gäste erleben nachhaltigen Luxus.“
5. Cabinski: Tiny-Living-Häuser in der Alpenregion
| Unternehmen | Gründer | Standort | Konzept | Website |
| Cabinski | Nicht namentlich genannt | Montafon (Vorarlberg) | Reversible Holzhütten ohne Beton | www.cabinski.com |
Ihre Philosophie: Minimalismus statt Massentourismus. Die 10 Cabins in Vorarlberg verzeichnen 90% Auslastung – selbst in der Nebensaison.
Umsetzung:
- Reversibles Design: Häuser können ohne Bagger abgebaut werden
- Naturverbundenheit: Übernachtungen in abgelegenen Bergregionen
6. MyCabin: Privatwohnungen als Öko-Unterkünfte
| Unternehmen | Gründer | Standort | Konzept | Website |
| MyCabin | Nicht namentlich genannt | Konstanz (Deutschland, aber österreichische Zielgruppe) | Plattform für naturnahe Privatunterkünfte | www.mycabin.de |
Ihre Plattform: Vermitteln Ferienwohnungen in ländlichen Regionen – ohne Hotelinfrastruktur. Ziel: Alpenregionen vor Überbauung schützen.
Wirkung:
„Tourist:innen entdecken versteckte Dörfer, ohne dass neue Straßen gebaut werden müssen.“
7. Tourismus-Inkubator Oberösterreich: Wie Startups entstehen
Der Tourismus-Inkubator ist ein Schlüsselprogramm für Gründer:innen. Seit 2021 wurden 31 Startups unterstützt – darunter Majourny und Cabinski.
| Leistungen | Details |
| Förderung | 10.000 € Barzuschuss |
| Mentoring | 12 Monate Begleitung durch Expert:innen |
| Netzwerk | Kooperationen mit Oberösterreich Tourismus und tech2b |
Ziel: Slow Travel und digitale Transformation vorantreiben.
8. Epoona: Investitionen in nachhaltige Reisen
Obwohl kein eigenes Startup, ist Epoona ein wichtiger Player: Das Unternehmen investiert in Wohnwagon und andere nachhaltige Projekte.
Trend:
„Investoren erkennen die Zukunft des Tourismus in autarken Konzepten.“
9. Raiffeisen Beteiligungsholding: Förderung grüner Startups
Die Raiffeisen-Gruppe unterstützt Startups wie Wohnwagon finanziell. Dies spiegelt den Fokus österreichischer Banken auf Green Investments wider.
10. Österreich Werbung: Partner für Energielösungen
Die Österreich Werbung kooperiert mit nista.io, um Thermen nachhaltiger zu machen. Dies zeigt: Nachhaltigkeit wird staatlich gefördert.
Abschluss: Die Zukunft des Ökotourismus
Der österreichische Tourismus 2025 steht im Zeichen von Digitalisierung, Experience Economy und Nachhaltigkeit. Startups wie Wunderweg oder Cabinski zeigen: Nachhaltigkeit muss kein Verzicht sein – sondern ein Premium-Erlebnis.
