8 Liechtensteiner Unternehmen entwickeln Smart Wearables
Liechtenstein ist ein kleines Fürstentum mit großer technologischer Ambition. Während die Zahl der Unternehmen im Smart-Wearables-Bereich begrenzt ist, zeigen lokale Akteure und internationale Kooperationen, wie die Branche wächst. Dieser Artikel beleuchtet die aktuelle Situation, präsentiert relevante Unternehmen und analysiert globale Markttrends.
Einleitung: Liechtenstein als Technologie-Hub
Trotz seiner geringen Größe positioniert sich Liechtenstein als Innovationsstandort. Mit einem BIP von 6,7 Milliarden CHF (2023) und einer Fokussierung auf Hochtechnologie entstehen hier Lösungen für globale Herausforderungen.
Die Smart-Wearables-Branche profitiert von:
- Hochwertiger Fertigung: Schweizer Präzision trifft auf internationale Zusammenarbeit.
- Flexiblen Gesetzen: Startup-Förderprogramme wie der „Startup Promotion Act“ unterstützen Gründungen.
- Globaler Vernetzung: Kooperationen mit Unternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.
Aktuelle Entwicklungen im Liechtensteiner Wearables-Markt
Marktprognosen und Wachstumstreiber
Laut 6wresearch wird der liechtensteinische Wearables-Markt bis 2031 deutlich wachsen, getrieben durch:
| Faktor | Auswirkung |
| Gesundheitsmonitoring | Steigende Nachfrage nach biometrischen Wearables |
| Industrie 4.0 | Integration von AR-Brillen und Smart-Helmen in Produktionsprozesse |
| Fitness-Tracking | Ausbau von Sport- und Wellness-Apps |
Unternehmen und Projekte: Eine Übersicht
1. LMZ Dr. Risch (Liechtenstein)
- Projekt: Biometrische Armbänder zur Covid-19-Überwachung.
- Innovation: Sammeln von Körpertemperatur- und Aktivitätsdaten in Echtzeit.
- Herausforderung: Datenanalyse und Datenschutz gemäß DSGVO.
2. Hemargroup (Schweiz/Liechtenstein-Nähe)
- Rolle: Elektronikfertigung für Wearables.
- Leistungen:
- Design-to-Cost-Optimierung.
- Montage komplexer PCBs (Printed Circuit Boards).
- Kooperationen: Internationale Startups nutzen deren Fertigungskapazitäten.
3. Interactive Wear AG (Deutschland)
- Spezialisierung: Integration von Elektronik in Textilien.
- Lösungen:
- Smarte Arbeitskleidung für Industrie 4.0.
- Medizinische Wearables mit Sensoren.
- Liechtenstein-Bezug: Kooperationen mit lokalen Textilherstellern möglich.
Technologische Trends und Anwendungsgebiete
Biometrische Sensoren: Der Schlüssel zu Gesundheitsinnovationen
| Parameter | Anwendung | Unternehmen |
| Herzfrequenz | Atrialfibrillation-Erkennung | Fitbit, FibriCheck |
| Körperwärme | Infektionsfrüherkennung | Invis Wearables (CBT-Messung) |
| Bewegungsdaten | Sportleistungsanalyse | Softeq (IoT-basierte Plattformen) |
Industrielle Wearables: AR und IoT in der Praxis
- TeamViewer Frontline:
- AR-Brillen zur Visualisierung von Reparaturanleitungen.
- Integration in Smart-Glasses und Scanner.
- Infineon SECORA™ Connect:
- NFC-Lösungen für Zahlungswearables (Visa/Mastercard-zertifiziert).
Herausforderungen und Lösungsansätze
Datenschutz und Sicherheit
- Probleme: Sensible Gesundheitsdaten erfordern verschlüsselte Übertragung.
- Lösungen:
- Infineon: Chip-basierte Sicherheitsmodule für Wearables.
- Invis Wearables: Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Forschung (Warschau) für sichere Zahlungstechnologien.
Skalierbarkeit und Kosten
| Herausforderung | Lösung |
| Hohe Produktionskosten | Design-to-Cost-Strategien (Hemargroup) |
| Kurze Akkulaufzeiten | Energiemanagement-Software (Softeq) |
Zukünftige Perspektiven
Wachstumsbereiche
- Medizinische Wearables: Geräte zur Überwachung chronischer Erkrankungen.
- Luxe-Wearables: Schmuckstücke mit Payment-Funktion (z. B. Invis Strap).
- Sporttechnologie: IoT-gestützte Trainingsanalysen (Softeq).
Politische Förderung
- Startup Promotion Act: Bis zu 200.000 CHF Förderung für Gründungen.
- Liechtenstein Innovation Foundation: 10 Mio. CHF für R&D-Projekte.
Fazit: Chancen und Grenzen
Während Liechtenstein über keine acht eindeutig lokalisierten Smart-Wearables-Unternehmen verfügt, zeigt die globale Vernetzung (Schweiz, Deutschland, Polen) das Potenzial der Region.
Der Fokus liegt auf:
- Nischenlösungen: Biometrie, Industrie 4.0, Luxusgüter.
- Kooperationen: Synergien mit Schweizer Fertigern und deutschen Softwareentwicklern
