14 Klimaanpassung und Wassertechnologie in der Schweiz im Jahr 2026
Die Schweiz steht an der Spitze der globalen Bemühungen im Bereich Klimaanpassung und Wassertechnologie. Mit steigenden Temperaturen, schmelzenden Gletschern und zunehmenden Dürreperioden entwickelt das Land innovative Lösungen für die Wassersicherheit. Die 14 Climate Adaptation & Water Tech in Switzerland in 2026 zeigen, wie Technologie, Politik und Forschung zusammenarbeiten, um eine nachhaltige Wasserzukunft zu schaffen.
Der Bundesrat hat seine Anpassungsstrategie aktualisiert, die ab 2026 zeigt, wie die Herausforderungen des Klimawandels bewältigt werden. Schweizer Unternehmen und Forschungsinstitute entwickeln wegweisende Technologien, von KI-gestützten Überwachungssystemen bis hin zu dezentralen Wasseraufbereitungsanlagen.
Warum Klima-Anpassung & Wassertechnik wichtig ist
Die Schweiz erlebt dramatische Veränderungen ihrer Wasserressourcen durch den Klimawandel. Gletscher, die traditionell als natürliche Wasserspeicher dienen, verlieren rapide an Masse. Gleichzeitig nehmen Extremwetterereignisse wie Dürren und Starkregen zu. Diese Entwicklungen bedrohen die Trinkwasserversorgung, Energieproduktion und landwirtschaftliche Bewässerung.
Die Bundesregierung hat ein umfassendes Anpassungsnetzwerk gestartet, um Innovationen zu beschleunigen und geeignete Maßnahmen schneller umzusetzen. Zwischen 2018 und 2023 unterstützte das Pilotprogramm rund 80 Projekte in der ganzen Schweiz. Ab 2026 tritt eine neue Phase mit verstärkter Koordination zwischen Bund, Kantonen und privaten Akteuren in Kraft.
14 führende Klima-Anpassung & Wassertechnik in der Schweiz 2026
1. Droople Internet of Water Plattform
Droople ist ein Schweizer Cleantech-Unternehmen, das die “Internet of Water”-Technologie entwickelt. Die Plattform digitalisiert über 36 Milliarden wasserbasierte Anlagen weltweit, die bisher nicht überwacht wurden. Mit KI-gestützten Systemen können Kunden Wasseranlagen genau messen, analysieren und vorausschauend warten.
Die iLink-Module von Droople sammeln Echtzeitdaten zu Durchfluss, Druck und Leitfähigkeit und senden diese an die Water Intelligence Platform. In Tests mit L’Oréal und Gjosa erreichten intelligente Duschköpfe Wassereinsparungen von bis zu 60%. Das Unternehmen ist B-Corp-zertifiziert und arbeitet mit dem Schweizerischen Bundesinstitut für Technologie in Lausanne zusammen.
| Merkmal | Details |
| Technologie | KI-gestützte IoT-Sensoren für Wassermanagement |
| Einsparungspotenzial | Bis zu 60% Wasserreduktion |
| Anwendungsbereiche | Industrie, Gastronomie, öffentliche Brunnen |
| Zertifizierung | B-Corp mit 93,4 Punkten |
2. Nationales Dürre-Frühwarnsystem
Ab Mai 2025 bietet die Schweiz ein landesweites Früherkennungs- und Warnsystem für Dürre. Die Plattform
kombiniert meteorologische, hydrologische und satellitengestützte Daten. Das BAFU, MeteoSwiss und swisstopo entwickelten das System gemeinsam.
Das System ermöglicht proaktives Dürremanagement und erhöht die Sicherheit der Gesellschaft. Kantone und Gemeinden können spezifische Maßnahmen planen, wie die Anpassung von Wasserentnahmen aus Gewässern oder die Schließung öffentlicher Brunnen. Die Informationen und Frühwarnungen werden in den kommenden Jahren basierend auf Erfahrungen verbessert und erweitert.
| Funktion | Beschreibung |
| Datenquellen | Meteorologie, Hydrologie, Satellitenbilder |
| Nutzung | Kantone, Gemeinden, Landwirtschaft |
| Start | 8. Mai 2025 |
| Website | www.trockenheit.ch |
3. GLAMOS Gletscherüberwachungsnetz
Das Glacier Monitoring Switzerland (GLAMOS) überwacht systematisch 105 Schweizer Gletscher. Das Netzwerk misst Längenänderungen, Massenbilanz, Volumenänderungen, Fließgeschwindigkeit und Eistemperatur. Die Daten dienen als Klimaindikator und werden für Wassermanagement und Gefahrenprävention verwendet.
ETH Zürich, Universität Freiburg und Universität Zürich leiten das Programm. Neu etablierte Webcam-Netzwerke sammeln tägliche Daten über lokale Massenbilanzen. Ein verteiltes Tagesmassenbilanzen-Modell ermöglicht wöchentliche Echtzeitbewertungen von bis zu 10 Schweizer Gletschern während des ganzen Jahres.
| Überwachungsparameter | Bedeutung |
| Längenänderung | Langfristige Gletscherentwicklung |
| Massenbilanz | Jährlicher Eisgewinn/-verlust |
| Volumenänderung | Gesamtwasserspeicherkapazität |
| Eistemperatur | Schmelzvorhersagen |
4. Klima-Anpassungsnetzwerk des Bundes
Das Anpassungsnetzwerk startet 2025 basierend auf dem Klima- und Innovationsgesetz (KIG). Ziel ist es, relevante Interessengruppen zu erreichen und Anpassungsaktivitäten zu koordinieren. Das Netzwerk erweitert bestehende Lösungen und führt neue Ansätze ein.
Die Ergebnisse fließen in das Förderprogramm zur Anpassung an den Klimawandel ein. Das Programm zielt darauf ab, Innovationen zur Klimaanpassung einzuführen und sicherzustellen, dass geeignete Maßnahmen schnell und breit umgesetzt werden. Die Rechtsbasis bilden Artikel 8 KIG und Artikel 28-29 der Klimaschutzverordnung (KlV).
| Komponente | Beschreibung |
| Rechtsgrundlage | Klima- und Innovationsgesetz |
| Startjahr | 2025 |
| Koordination | Bundesämter und Kantone |
| Vorgängerprogramm | Pilotprogramm 2018-2023 (80 Projekte) |
5. Eawag kreislauffähige Wasserlösungen
Das Wasserforschungsinstitut Eawag entwickelt seit über 20 Jahren innovative urbane Wassermanagementsysteme. Die Lösungen verwalten Wasser und enthaltene Ressourcen in kleinräumigen Kreisläufen. Interdisziplinäre Teams untersuchen, wie neue Technologien in die Praxis umgesetzt werden können.
Eawag analysierte weltweit erfolgreiche Städte wie San Francisco, Bengaluru, Hamburg und Genf. Das Weißbuch “Mainstreaming Decentralised Urban Water Management Solutions” zeigt drei Umsetzungspfade: Wiederverwendung von Nicht-Trinkwasser auf Gebäudeebene, Ressourcenrückgewinnung auf Quartierebene und dezentrales Nährstoffmanagement.
| Kreislauflösung | Anwendung |
| Nicht-Trinkwasser-Wiederverwendung | Toilettenspülung, Wäsche, Bewässerung |
| Ressourcenrückgewinnung | Nährstoffe aus Abwasser |
| Dezentrales Management | Quartierbasierte Systeme |
| Partner | UC Berkeley, World Bank, BlueTech Research |
6. Smart Water Metering Systeme
Swisscom bietet zuverlässige IoT-Konnektivität und Management-Lösungen für intelligente Wasserzähler. Smart-Metering-Systeme digitalisieren die Wasser- und Energieversorgung. Echtzeit-Verbrauchsmessungen schaffen größere Transparenz.
Die Effizienz wird durch automatische Abrechnung, detaillierte Analysen und relevante Energiespartipps verbessert. Swisscom stellt die verschiedenen Komponenten entsprechend individueller Bedürfnisse zusammen, von reinen IoT-Konnektivitätslösungen bis zu vollständigen Smart-Metering-Paketen.
| Vorteil | Nutzen |
| Echtzeitdaten | Transparenter Wasserverbrauch |
| Automatische Abrechnung | Reduzierter Verwaltungsaufwand |
| Detaillierte Analysen | Leckageerkennung |
| Energiespartipps | Verhaltensänderungen |
7. KI-gestützte öffentliche Brunnen
Genf hat 2022 seinen ersten intelligenten Sprudelwasserbrunnen eingeweiht. Die Installation markiert den ersten öffentlichen Brunnen der Schweiz, der stilles und sprudelndes Wasser liefert, wobei 90% aus dem See stammen. SIG versorgt über 1.400 öffentliche Brunnen in der Stadt.
Ausgestattet mit Droople iLink-Sensoren und KI-Plattform überwacht die Zusammenarbeit präzise den Wasserverbrauch. Nutzer erhalten automatisch Einblick, wie viele Plastikflaschen sie vermieden haben, ihre Kosteneinsparungen und ihre CO2-Fußabdruck-Reduktion. Anbieter erhalten Echtzeit-Überwachung und können Benchmarks festlegen.
| Feature | Wert |
| Wasserquelle | 90% Seewasser |
| Sensortechnologie | Droople iLink mit KI |
| Tracking | Plastikflaschen, Kosten, CO2 |
| Stadt | Genf (1.400+ Brunnen) |
8. PFAS-Wasseraufbereitungstechnologie
Schweizer Cleantech-Startups entwickeln fortschrittliche Technologien zur Entfernung von Schadstoffen. Oxyle bietet eine katalytische Zerstörungstechnologie, die PFAS aus Wasser unter Nachweisgrenzen entfernt, ohne Sekundärabfall zu erzeugen. Diese “ewigen Chemikalien” bedrohen Trinkwasserquellen weltweit.
Die Technologie nutzt fortschrittliche Oxidationsprozesse, die PFAS-Moleküle vollständig abbauen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Filtrationsmethoden werden die Schadstoffe nicht nur gefangen, sondern zerstört. Dies eliminiert die Notwendigkeit einer kostspieligen Entsorgung kontaminierter Filter.
| Technologiemerkmal | Spezifikation |
| Schadstoff | PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) |
| Methode | Katalytische Zerstörung |
| Effizienz | Unter Nachweisgrenze |
| Vorteil | Kein Sekundärabfall |
9. Dezentrale Wasserrecyclingsysteme
Clara Water AG entwickelt Produkte für die Trinkwasseraufbereitung am Nutzungsort. Das 2023 gegründete Schweizer Unternehmen verbessert die öffentliche Gesundheit durch Reduktion wasserbedingter Krankheiten. Die Lösungen schaffen wirtschaftlichen Wert durch Arbeitsplatzschaffung und unterstützen Klimaschutz im Einklang mit UN 2030.
Das skalierbare Geschäftsmodell fokussiert auf nachhaltige Wasserversorgung in unterversorgten Gemeinden. Dezentrale Systeme reduzieren die Abhängigkeit von zentraler Infrastruktur und ermöglichen flexible Lösungen für ländliche und städtische Gebiete.
| Aspekt | Beschreibung |
| Gründungsjahr | 2023 |
| Fokus | Trinkwasseraufbereitung am Nutzungsort |
| Zielgruppen | Unterversorgte Gemeinden |
| SDG-Beitrag | UN 2030 Nachhaltigkeitsziele |
10. Seewasserfiltrationssysteme
Innovative Filtrationssysteme nutzen Schweizer Seen als Wasserquelle für öffentliche Versorgung. Genfs sparkling water fountain demonstriert, wie 90% des Wassers aus dem Genfersee gewonnen werden kann. Fortschrittliche Filtrationstechnologien gewährleisten Trinkwasserqualität.
Die Systeme kombinieren mechanische Filtration, UV-Desinfektion und Mineralisierung. Sie reduzieren den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Aufbereitungsanlagen erheblich. Die Nutzung lokaler Wasserressourcen verringert die Transportkosten und den CO2-Fußabdruck.
| Komponente | Funktion |
| Quelle | Schweizer Seen (Genf, Zürich, Konstanz) |
| Filterung | Mehrstufige mechanische Filtration |
| Desinfektion | UV-Behandlung |
| Energieeffizienz | Reduzierter Verbrauch vs. konventionell |
11. Kanalnetzerkennung für Lecks
Innovative Technologien identifizieren und prognostizieren Wasserinfiltration in Kanalsystemen. Solche Lecks erhöhen Behandlungskosten durch unnötiges Volumen in Kläranlagen. Durch präzise Leckortung können Versorgungsunternehmen schneller handeln und betriebliche Ineffizienzen reduzieren.
Sensor-basierte Überwachungssysteme erfassen kontinuierlich Durchfluss, Druck und Wasserqualität im gesamten Kanalnetz. KI-Algorithmen analysieren Muster und erkennen Anomalien, die auf Lecks hinweisen. Prädiktive Modelle ermöglichen präventive Wartung vor Systemausfällen.
| Technologie | Nutzen |
| IoT-Sensoren | Kontinuierliche Überwachung |
| KI-Analyse | Anomalieerkennung |
| Prädiktive Wartung | Vorbeugende Reparaturen |
| Kostenreduktion | Weniger Kläranlagenvolumen |
12. Energierückgewinnung aus Wasser
Wassersysteme bieten erhebliches Potenzial zur Energierückgewinnung. Droople hat Systeme zur Nutzung von Energierückgewinnungspotenzial mit smarten Wasser-IoT-Systemen entwickelt. Abwasserwärme kann für Heizung und Warmwasserbereitung genutzt werden.
Wärmetauscher in Kanalisationen gewinnen thermische Energie zurück, bevor Abwasser die Kläranlage erreicht. Diese Energie kann Gebäude heizen oder industrielle Prozesse unterstützen. In der Schweiz könnten Tausende von Gebäuden mit Abwasserwärme versorgt werden.
| Energiequelle | Anwendung |
| Abwasserwärme | Gebäudeheizung |
| Hydropower | Kleinwasserkraft in Leitungen |
| Thermische Rückgewinnung | Industrieprozesse |
| Potenzial | Tausende Gebäude schweizweit |
13. Klimaresilienz-Infrastruktur
Der Aktionsplan 2020-2025 enthält 75 Maßnahmen auf Bundesebene. 63 Maßnahmen betreffen Wassermanagement, Naturgefahren, Bodenschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Energie, Tourismus, Biodiversität, Gesundheit und Raumentwicklung. Die meisten Maßnahmen zielen darauf ab, den Rahmen für Klimaanpassung zu verbessern.
Zwölf sektorübergreifende Maßnahmen verbessern die Wissensbasis, Wissenstransfer sowie Koordination und Unterstützung der Umsetzung. Die Analyse klimabedingter Chancen und Risiken sowie die CH2018-Klimaszenarien bildeten die Grundlage für den Aktionsplan.
| Maßnahmenbereich | Anzahl |
| Sektorspezifisch | 63 Maßnahmen |
| Sektorübergreifend | 12 Maßnahmen |
| Laufzeit | 2020-2025 |
| Nächste Phase | Ab 2026 |
14. Echtzeit-Wasserqualitätsüberwachung
Automatische Messbojen zeichnen seit Sommer 2022 Wassertemperaturen einzelner Schweizer Seen auf. Eawag und BAFU nutzen diese Systeme zur kontinuierlichen Überwachung. Die Daten helfen, Auswirkungen des Klimawandels auf aquatische Ökosysteme zu verstehen.
Messbojen erfassen Parameter wie Temperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Trübung und Chlorophyll. Die Echtzeitdaten werden automatisch übertragen und öffentlich zugänglich gemacht. Modelle analysieren, wie sich Seen, Flüsse und Grundwasser unter verschiedenen Zukunftsszenarien entwickeln könnten.
| Parameter | Bedeutung |
| Wassertemperatur | Klimaerwärmungsindikator |
| Sauerstoffgehalt | Ökosystemgesundheit |
| pH-Wert | Wasserqualität |
| Chlorophyll | Algenwachstum |
14 Climate Adaptation & Water Tech in Switzerland in 2026
Die 14 Climate Adaptation & Water Tech in Switzerland in 2026 demonstrieren die führende Rolle der Schweiz bei nachhaltigen Wasserlösungen. Von KI-gestützten Überwachungssystemen über dezentrale Aufbereitungsanlagen bis hin zu nationalen Frühwarnsystemen decken die Innovationen alle Aspekte des Wasserkreislaufs ab. Die Kombination aus technologischer Innovation, wissenschaftlicher Forschung und politischer Unterstützung schafft ein robustes Ökosystem für Klimaanpassung.
Schweizer Cleantech-Unternehmen wie Droople, Oxyle und Clara Water zeigen, dass profitable Geschäftsmodelle mit Umweltschutz vereinbar sind. Forschungsinstitute wie Eawag und ETH Zürich entwickeln wissenschaftliche Grundlagen für praktische Lösungen. Das Zusammenspiel dieser Akteure positioniert die Schweiz als globalen Hub für Wassertechnologie.
Schlussfolgerung
Die 14 Climate Adaptation & Water Tech in Switzerland in 2026 zeigen einen umfassenden Ansatz zur Bewältigung wasserbezogener Klimaherausforderungen. Die Schweiz kombiniert nationale Strategien, innovative Startups und Spitzenforschung zu einem kohärenten System. Mit dem Start des Anpassungsnetzwerks 2025 und der Umsetzung neuer Strategien ab 2026 verstärkt das Land seine Bemühungen.
Diese Technologien adressieren kritische Herausforderungen wie schmelzende Gletscher, Dürreperioden und Wasserqualität. Sie schaffen gleichzeitig wirtschaftliche Chancen durch Innovationen und Arbeitsplätze im Cleantech-Sektor. Die internationale Zusammenarbeit und der Wissenstransfer ermöglichen es, Schweizer Lösungen weltweit zu skalieren.
Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um die 14 Climate Adaptation & Water Tech in Switzerland in 2026 flächendeckend umzusetzen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind geschaffen, die technologischen Lösungen entwickelt und die Akteure koordiniert. Jetzt kommt es auf die konsequente Implementierung an, um eine nachhaltige Wasserzukunft für kommende Generationen zu sichern.
