Tourismus

6 intelligente Tourismusplattformen, die die lokale Wirtschaft priorisieren

Die digitale Transformation verändert den Tourismus grundlegend – doch nicht alle Plattformen setzen auf globale Konzerne. Immer mehr intelligente Lösungen priorisieren stattdessen die Stärkung lokaler Strukturen. Diese sechs Beispiele zeigen, wie Technologie und Regionalwirtschaft harmonieren können.

1. Valencia Smart City Strategic Plan: Datenplattformen für lokale Unternehmen

Die spanische Stadt Valencia setzt auf eine zentrale Datenplattform (VLCi), die Echtzeitinformationen zu Verkehr, Citybikes und Touristenverhalten sammelt. Diese Daten werden kostenlos an lokale Betriebe weitergegeben, um deren Angebote zu optimieren.

Funktion Vorteile Beispiel
Verkehrsdaten Reduktion von Staus Optimierung von Shuttle-Diensten
Kaufverhalten Zielgruppenspezifische Werbung Personalisierte Angebote in Hotels
Open Data Förderung neuer Startups Entwicklung von Apps für Barrierefreiheit

2. KI-gestützter Reisebegleiter “Emma” (DZT)

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) entwickelte mit KI-Chats wie „Emma“ eine Plattform, die personalisierte Reiseempfehlungen basierend auf Open Data gibt. Touristen erhalten Tipps zu weniger überlaufenen Sehenswürdigkeiten und lokalen Anbietern.

Technologie Ziel Erfolg
KI-Chatbot Individuelle Reiserouten Steigerung der Buchungen in Kleinbetrieben
Echtzeitdaten Dynamische Anpassung Vermeidung von Überlastung in Hotspots
Open Data Transparenz Integration von Bewertungen lokaler Betriebe

3. Open Tourism Days Kopenhagen: Apps für lokale Handel

Während der „Open Tourism Days“ entstand die App „Know Your Bro“, die Touristen in weniger bekannte Stadtteile führt. 21 Touchpoints entlang einer 5 km-Route verlinken zu lokalen Geschäften und Cafés, um deren Umsätze zu steigern.

Feature Lokalwirtschaftlicher Nutzen
Geolokalisierte Inhalte Erhöhung der Kundenfrequenz
Storytelling Präsentation lokaler Handwerker
Community-Integration Stärkung des Stadtteilbewusstseins

4. Regionale Förderprogramme: Finanzielle Unterstützung

In Rheinland-Pfalz und Thüringen fördern spezielle Programme die Schaffung wettbewerbsfähiger Tourismusorganisationen. Ziel ist die Bündelung von Aufgaben und die Finanzierung von Infrastrukturen wie Wanderwegen oder Besucherzentren.

Fördergebiet Umsetzung Beispiel
Infrastruktur GRW-Richtlinie (Teil II) Ausbau von Radwegen
Digitalisierung Landesprogramm Tourismus Entwicklung von Apps für barrierefreie Angebote
Strukturverbesserung Zusammenschluss von Kommunen Effizientere Marketingkampagnen

5. Barrierefreie Smart-Destination-Reiseziele (Spanien)

Spanien entwickelte Reiseziele, die kulturelle Integrität und Inklusion priorisieren. Technologien wie Augmented Reality oder Echtzeit-Übersetzungen ermöglichen Touristen mit Behinderungen, authentische Erlebnisse – und unterstützen dabei lokale Anbieter, die solche Dienste bereitstellen.

Maßnahme Wirtschaftlicher Effekt
Barrierefreie Workshops Umsatzsteigerung bei Handwerkern
Multilinguale Apps Internationaler Touristenzulauf
Nachhaltige Unterkünfte Förderung von Öko-Betrieben

6. Lokale Tourismus-Apps mit Echtzeitdaten

Städte wie Berlin nutzen Apps, die Verkehrsinformationen, Parkplatzkapazitäten und Eventkalender bündeln. Diese Daten helfen Touristen, effizienter zu reisen – und ermöglichen lokalen Anbietern, ihre Kapazitäten optimal zu nutzen.

Funktion Vorteil für Betriebe
Live-Updates Vermeidung von Engpässen
Personalisierte Angebote Zielgruppenspezifische Werbung
Bewertungssysteme Steigerung der Kundenzufriedenheit

Fazit: Zukunft des Tourismus liegt in der Vernetzung

Intelligente Plattformen entpuppen sich als Treiber regionaler Wirtschaftskraft. Durch Open Data, KI und gezielte Förderprogramme entstehen Win-Win-Situationen: Touristen erhalten personalisierte Erlebnisse, Gemeinden stärken ihre Betriebe. Die Förderung lokaler Ökosysteme bleibt dabei zentral – ob durch Apps, Datenplattformen oder politische Initiativen.