14 grüne Finanzierungs- und ESG-Deals, die die Schweiz im Jahr 2026 prägen
Die Schweiz positioniert sich 2026 als globales Zentrum für nachhaltige Finanzen. Mit strengeren Klimaoffenlegungsregeln, ehrgeizigen Netto-Null-Zielen und innovativen grünen Anleihen definiert das Land die Standards für 14 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026 neu. Der Schweizer Finanzsektor spielt eine zentrale Rolle bei der Transformation zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, während Unternehmen und Investoren zunehmend auf ESG-Kriterien setzen.
Warum Green Finance & ESG 2026 entscheidend sind
Die Schweiz hat ihre Position als führender Finanzplatz durch die Integration von Nachhaltigkeit in ihre Finanzmarktstrategie gestärkt. Das Land verfolgt eine Mischung aus rechtlichen, regulatorischen und marktbasierten Maßnahmen, die durch das kürzlich verabschiedete Klimaschutzgesetz unterstützt werden. Bis 2050 müssen alle Schweizer Unternehmen Netto-Null-Emissionen erreichen, was erhebliche Investitionen und Finanzierungen erfordert.
Der Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft erfordert gezielte Investitionen. Die für die Klimatransformation erforderliche Kapitalmarktfinanzierung von rund 1,0 Milliarden CHF würde 1,6 Prozent der jährlichen Anleiheemissionen an der Schweizer Börse ausmachen. Der Finanzsektor fungiert als Hauptfinanzierungsquelle für diese Transformation und positioniert die Schweiz als Vorreiter im nachhaltigen Finanzwesen.
14 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026
1. Verschärfte Klimaoffenlegungspflichten
Die Schweiz hat ihre Klimaberichterstattungsregeln 2026 verschärft, um die Transparenz zu erhöhen. Die Verordnung über Klimaangaben, die auf den TCFD-Empfehlungen basiert, verpflichtet große Unternehmen und Finanzinstitute zur Berichterstattung über klimabezogene Faktoren, einschließlich Treibhausgasemissionen und Klimarisiken. Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, Mindestanforderungen für Klimatransitionspläne im Finanzsektor einzuführen und die Vergleichbarkeit der Offenlegungen zu erhöhen.
| Aspekt | Details |
| Inkrafttreten | Januar 2024, Überarbeitung 2026 |
| Betroffene Unternehmen | Große Unternehmen (500+ Mitarbeiter) |
| Standards | TCFD, ISSB, ESRS |
| Berichtspflicht | Emissionen, Risiken, Ziele, Transitionspläne |
2. Netto-Null-Fahrpläne für alle Unternehmen
Schweizer Unternehmen müssen detaillierte Netto-Null-Fahrpläne vorlegen, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Das Klimaschutzgesetz verpflichtet alle nicht-landwirtschaftlichen Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, ihre direkten und indirekten Emissionen zu eliminieren. Unternehmen müssen Reduktionspfade für Scope 1 und 2 Emissionen entwickeln, wobei Scope 3 empfohlen wird.
| Komponente | Anforderung |
| Zieltermin | 2050 für Netto-Null |
| Geltungsbereich | Alle Schweizer Unternehmen |
| Emissionsarten | Scope 1, 2 (Pflicht), Scope 3 (empfohlen) |
| CO2-Entfernung | Permanente Methoden erforderlich |
3. Mobimo Green Bond Emission (CHF 155 Millionen)
Mobimo emittierte im Januar 2026 eine grüne Anleihe über 155 Millionen CHF. Die Mittel werden gemäß dem Green Financing Framework des Unternehmens verwendet. Diese Festzinsanleihe unterstreicht das wachsende Vertrauen in nachhaltige Finanzinstrumente im Schweizer Immobiliensektor. Die Emission zeigt, wie Unternehmen grüne Anleihen nutzen, um umweltfreundliche Projekte zu finanzieren.
| Detail | Wert |
| Emissionsvolumen | CHF 155 Millionen |
| Emittent | Mobimo |
| Verwendungszweck | Green Financing Framework |
| Anleihetyp | Festzins |
4. IDB Nachhaltige Anleihen in der Schweiz
Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) nutzte im Januar 2026 den Schweizer Markt, um 185 Millionen CHF (233 Millionen USD) durch den Verkauf von 10-jährigen nachhaltigen Entwicklungsanleihen zu beschaffen. Diese Emission unterstreicht die Attraktivität des Schweizer Kapitalmarkts für internationale nachhaltige Finanzierungen. Die Schweiz bleibt ein bevorzugter Standort für grüne und nachhaltige Anleihen.
| Parameter | Information |
| Emittent | Interamerikanische Entwicklungsbank |
| Volumen | CHF 185 Mio. / USD 233 Mio. |
| Laufzeit | 10 Jahre |
| Anleihetyp | Nachhaltige Entwicklungsanleihen |
5. UBS Netto-Null-Strategie bis 2035
UBS hat nach der Übernahme der Credit Suisse seine Netto-Null-Ziele für operative Emissionen auf 2035 verschoben. Die Bank verpflichtet sich, bis 2030 die Scope 1 und 2 Emissionen um 57 Prozent zu reduzieren (Basis 2023) und bis 2026 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. UBS bleibt Mitglied der Net Zero Banking Alliance und behält ihre Dekarbonisierungsziele für finanzierte Emissionen bei.
| Ziel | Zeitrahmen |
| Netto-Null Operationen | 2035 |
| Emissionsreduktion Scope 1+2 | 57% bis 2030 |
| Erneuerbare Energie | 100% bis 2026 |
| Finanzierte Emissionen | Sektorspezifische Ziele bis 2030 |
6. Rekordverdächtige Green Bond Emissionen
2026 wird voraussichtlich ein Rekordjahr für Green Bond Emissionen. Die Emissionen im europäischen Finanzsektor erreichten bis Q3 2025 rund 43 Milliarden USD, ein Anstieg von 30 Prozent im Jahresvergleich. Dies zeigt das starke Engagement der EU-Finanzinstitute für die Transformation und die große Nachfrage der Investoren nach grünen Produkten. Die Schweiz profitiert als Finanzzentrum von diesem Trend.
| Kennzahl | Wert |
| Emissionsvolumen 2025 (bis Q3) | USD 43 Milliarden |
| Wachstum YoY | +30% |
| Hauptemittenten | EU-Finanzinstitute |
| Prognose 2026 | Rekordniveau |
7. Solarenergie-Ziele bis 2030 (18,7 TWh)
Der Schweizer Bundesrat hat Zwischenziele für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien angekündigt, wobei die Solarenergie bis 2030 18,7 TWh erreichen soll. Um diese Ziele zu erreichen, muss die Solarenergie auf 2,7 GW pro Jahr wachsen. Diese ehrgeizigen Ziele erfordern erhebliche Investitionen in Photovoltaik und unterstützen die grüne Finanzierung im Energiesektor.
| Ziel | Wert |
| Solarstrom bis 2030 | 18,7 TWh |
| Jährliches Wachstum | 2,7 GW |
| Startdatum | 1. Januar 2026 |
| Sektor | Erneuerbare Energien |
8. Winterstrom-Bonus für Großanlagen
Ab dem 1. Januar 2026 führt die Schweiz einen neuen Winterstrom-Bonus ein, um große Solarsysteme zu unterstützen. Die Energieförderungsverordnung regelt die Berechnung des Bonus innerhalb verschiedener Förderinstrumente wie Einmalvergütung, gleitende Marktprämie und Auktionen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Winterstromproduktion zu erhöhen und die Energiesicherheit zu verbessern.
| Instrument | Details |
| Startdatum | 1. Januar 2026 |
| Zielgruppe | Große Solarsysteme |
| Förderarten | Einmalvergütung, Marktprämie, Auktionen |
| Zweck | Winterstromproduktion |
9. Unbegrenzte Förderung für Alpine Solaranlagen
Der Bundesrat hat beschlossen, die maximale Subvention für alpine Solaranlagen nicht zu begrenzen. Alpine Installationen profitieren von höheren Erträgen im Winter und besseren Einstrahlungsbedingungen. Diese Entscheidung fördert Investitionen in hochgelegene Solarparks und unterstützt die dezentrale Energieproduktion. Die unbegrenzte Förderung macht alpine Projekte besonders attraktiv für Green Finance.
| Aspekt | Information |
| Subventionsobergrenze | Keine Begrenzung |
| Standort | Alpine Regionen |
| Vorteil | Hohe Winterproduktion |
| Förderung | Vollständig |
10. ISSB-Standards und Internationale Ausrichtung
Die Schweiz richtet ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung an internationalen Standards aus, insbesondere an den ISSB-Standards (International Sustainability Standards Board). Die IFRS S1 und S2 Standards treiben die Konsistenz der Offenlegung voran. Viele Befragte begrüßten diese Ausrichtung, obwohl einige die ESRS-Standards der EU aufgrund ihres “doppelten Wesentlichkeitsansatzes” bevorzugen.
| Standard | Fokus |
| ISSB (IFRS S1/S2) | Finanzielle Wesentlichkeit, Klima |
| ESRS (EU) | Doppelte Wesentlichkeit |
| Implementierung | 2026 |
| Geltungsbereich | Große Unternehmen, Finanzinstitute |
11. Sustainable Bonds an der SIX
Die SIX Swiss Exchange hat sich als Handelsplatz für nachhaltige Anleihen etabliert. Seit 2014 werden Green Bonds gehandelt, gefolgt von Sustainability Bonds (2019) und Sustainability-Linked Bonds (2020). Die ICMA-Prinzipien haben sich als führender globaler Rahmen für Green, Social und Sustainability Bonds durchgesetzt. 2026 verstärkt die SIX ihr Angebot an nachhaltigen Finanzinstrumenten.
| Anleihetyp | Erstlistung |
| Green Bonds | 2014 (EIB) |
| Sustainability Bonds | 2019 (Raiffeisen) |
| Sustainability-Linked Bonds | 2020 (Novartis) |
| Social Bonds | 2021 (CABEI) |
12. Klimatransitionspläne für Finanzinstitute
Die überarbeitete Verordnung führt Mindestanforderungen für Klimatransitionspläne im Finanzsektor ein. Finanzinstitute müssen wissenschaftsbasierte Zwischenziele für Emissionsreduktionen festlegen und sicherstellen, dass Finanzströme Klimaziele unterstützen. Diese Pläne müssen mit dem Klimaschutzgesetz und dem Pariser Abkommen übereinstimmen. Die Anforderungen erhöhen die Verantwortlichkeit des Finanzsektors.
| Anforderung | Details |
| Adressaten | Finanzinstitute |
| Ziele | Wissenschaftsbasiert, interim |
| Ausrichtung | Klimaschutzgesetz, Paris |
| Umsetzung | Schrittweise ab 2026 |
13. Öffentlich-Private Partnerschaften im Energiesektor
Die Schweiz nutzt öffentlich-private Partnerschaften (PPPs), um Investitionen in erneuerbare Energien zu fördern. Projekte wie das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance und der Juvent Windpark zeigen den Erfolg dieser Partnerschaften. PPPs kombinieren öffentliche Mittel mit privaten Investitionen und schaffen Anreize durch Subventionen und Steuererleichterungen. Diese Modelle sind entscheidend für die Energiewende.
| Projekt | Typ |
| Nant de Drance | Pumpspeicher |
| Juvent Windpark | Windenergie |
| Modell | Öffentlich-Private Partnerschaft |
| Vorteil | Risikoteilung, Innovationsförderung |
14. Swiss Sustainable Finance Initiativen
Swiss Sustainable Finance organisiert Networking-Events und fördert die Zusammenarbeit im nachhaltigen Finanzsektor. Das New Year’s Networking Breakfast im Januar 2026 in Genf bringt Akteure aus dem Finanzsektor zusammen. Die Organisation unterstützt die Positionierung der Schweiz als globales Zentrum für nachhaltige Finanzen. Initiativen wie diese stärken den Wissensaustausch und die Best Practices.
| Event | Details |
| Name | New Year’s Networking Breakfast |
| Datum | 15. Januar 2026 |
| Ort | Genf, Maison de la Finance Durable |
| Partner | SFG, Building Bridges, SIFI |
Herausforderungen und Chancen
Die Schweiz steht vor der Herausforderung, regulatorische Kohärenz mit der EU zu wahren und gleichzeitig Wettbewerbsfähigkeit und Klimaführerschaft zu sichern. Die Pause bei der Überarbeitung der Klimaoffenlegungsverordnung bis Anfang 2026 spiegelt die Notwendigkeit wider, auf Klarheit über den EU-Omnibus-Prozess zu warten. Diese Abstimmung ist entscheidend für Unternehmen, die in beiden Märkten tätig sind.
Die 14 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026 zeigen, dass der Schweizer Finanzsektor eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung spielt. Die erforderlichen Bankkredite für die Klimatransformation würden etwa 10,8 Prozent der jährlichen Hypotheken und Unternehmenskredite Schweizer Banken ausmachen. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat, Investoren und Finanzsektor.
Regulatorische Entwicklungen und EU-Ausrichtung
Die Schweiz wartet auf Klarheit über den EU-Omnibus-Prozess zur Vereinfachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die SFDR 2.0 wird voraussichtlich im November 2025 veröffentlicht und umfasst neue Kategorien für nachhaltigkeitsbezogene Finanzprodukte. Die EU-Taxonomie-Offenlegungen wurden durch Wesentlichkeitsschwellen und optimierte Vorlagen vereinfacht. Diese Entwicklungen beeinflussen die Schweizer Regulierung und Marktpraktiken.
Die EU bleibt vollständig ihren Dekarbonisierungsstrategien verpflichtet, während der Klimawandel ein Hauptfokus der Europäischen Zentralbank als Bankenaufsicht bleibt. Die Schweiz muss sicherstellen, dass ihre Standards mit diesen Entwicklungen kompatibel sind, um grenzüberschreitende Geschäfte zu erleichtern.
Finanzsektor und Klimaziele
Schweizer Banken haben Nachhaltigkeitspositionen und -empfehlungen entwickelt. Der Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft erfordert gezielte Investitionen von Unternehmen, wobei der Finanzsektor als Hauptfinanzierungsquelle fungiert. Gebäude sind derzeit für fast ein Viertel der Kohlendioxidemissionen in der Schweiz verantwortlich, weshalb Banken Maßnahmen zur Renovierung des Wohnungsbestands unterstützen.
Der Finanzsektor finanziert typischerweise das breiteste Spektrum an Projekten innerhalb der Green-Bond-Märkte in drei Dimensionen: Geografie, Sektor und Stakeholder-Typen. Dies bietet ähnliche Auswirkungen wie Private Markets in liquiden Anleihen von hochwertigen Emittenten.
Fazit
Die 14 Green Finance & ESG Deals Shaping Switzerland in 2026 demonstrieren die führende Rolle der Schweiz im nachhaltigen Finanzwesen. Von verschärften Klimaoffenlegungspflichten über Netto-Null-Fahrpläne bis hin zu innovativen Green Bonds und erneuerbaren Energiezielen – die Schweiz setzt ehrgeizige Standards. Der Finanzsektor spielt eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung der Klimatransformation und der Unterstützung des Netto-Null-Ziels bis 2050.
Die Ausrichtung an internationalen Standards wie ISSB und die Koordination mit EU-Regulierungen gewährleisten, dass die Schweiz wettbewerbsfähig und transparent bleibt. Die Kombination aus regulatorischen Anforderungen, Marktinnovationen und öffentlich-privaten Partnerschaften schafft ein robustes Ökosystem für nachhaltiges Finanzwesen. Unternehmen und Investoren, die sich frühzeitig an diese Entwicklungen anpassen, werden von den wachsenden Möglichkeiten im Bereich Green Finance und ESG profitieren.
