18 Projekte für grüne Energie: Solar-, Wind- und Speicherprojekte in Luxemburg im Jahr 2026
Wir schreiben das Jahr 2026. Luxemburg befindet sich inmitten einer bemerkenswerten Transformation. Was vor wenigen Jahren noch als ambitionierter Plan auf dem Papier des “Nationalen Energie- und Klimaplans” (PNEC) stand, ist heute sichtbare Realität in den Gemeinden, Industriezonen und auf den Dächern des Großherzogtums. Grüne Energie Projekte Luxemburg 2026 Solar Wind Speicher sind nicht mehr nur Schlagworte für Politiker, sondern bestimmen den Alltag von Ingenieuren, Investoren und Bürgern.
In diesem Jahr erreichen zahlreiche Großprojekte ihre entscheidende Phase – sei es die Inbetriebnahme, der erste Spatenstich oder der erfolgreiche Netzanschluss. Luxemburg beweist, dass auch ein kleines Land mit begrenzter Fläche durch intelligente Technologie und grenzüberschreitende Kooperationen ein Riese im Klimaschutz sein kann. Wir haben für Sie die 18 wichtigsten, innovativsten und einflussreichsten Projekte dieses Jahres recherchiert und detailliert aufbereitet.
Warum das Jahr 2026 so entscheidend ist
Das Jahr 2026 markiert einen “Tipping Point” (Wendepunkt) für die luxemburgische Energiewende. Mehrere Faktoren kommen zusammen:
- Technologische Reife: Technologien wie grüner Wasserstoff und Agri-PV verlassen das Versuchsstadium und gehen in den kommerziellen Regelbetrieb über.
- Netzstabilität: Mit dem massiven Ausbau der Erneuerbaren steht der Netzbetreiber Creos vor der Herausforderung, volatile Strommengen zu managen. 2026 ist das Jahr der großen Infrastruktur-Updates.
- Bürgerbeteiligung: Durch neue Gesetze zum “Energy Sharing” wird Energie demokratisch. 2026 ist das erste Jahr, in dem Energiegemeinschaften im großen Stil funktionieren.
Im Folgenden finden Sie die detaillierte Liste der 18 Projekte, die Luxemburgs Zukunft definieren.
Die Top 18 Projekte für Erneuerbare Energien
1: Soler & Enercon Wind-Offensive im Ösling
Das Windkraft-Portfolio des staatlichen Versorgers Soler (ein Joint Venture von Enovos und SEO) erlebt 2026 seine größte Erweiterung. Im Norden des Landes, insbesondere in den Kantonen Clervaux und Redange, werden in diesem Jahr neue Turbinen der Multi-Megawatt-Klasse installiert.
Das Besondere an diesem Projekt ist nicht nur die schiere Leistung, sondern die Technik. Zum Einsatz kommen die neuesten Enercon E-175 EP5 Turbinen. Diese Anlagen sind speziell für Binnenland-Standorte (Onshore) konzipiert und liefern auch bei schwächerem Wind hohe Erträge. Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf dem “Repowering”: Alte Anlagen aus den frühen 2000ern werden abgebaut. Wo früher fünf kleine Windräder standen, steht heute oft nur noch eine einzige, gigantische Anlage, die jedoch die vierfache Strommenge produziert. Dies erhöht die Akzeptanz in der Bevölkerung, da die “Verspargelung” der Landschaft abnimmt, während die Energieausbeute steigt.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Hauptpartner | Soler S.A. & Enercon |
| Standorte | Wincrange, Dalheim, Garnich (Erweiterungen) |
| Technologie | Enercon E-175 EP5 (Nennleistung ca. 6 MW pro Turbine) |
| Strategie | Repowering: Weniger Masten, mehr Leistung |
| Auswirkung | Versorgung von rechnerisch ca. 45.000 Haushalten |
2: LuxHyVal – Das grüne Wasserstoff-Valley (Bascharage)
Eines der prestigeträchtigsten Projekte des Jahres ist “LuxHyVal”. In der Industriezone von Bascharage (Sanem) geht 2026 die erste Stufe der großindustriellen Wasserstoffproduktion in Betrieb. Das Projekt wird von der Universität Luxemburg koordiniert und von der EU kofinanziert.
Kernstück ist ein 6-Megawatt-Elektrolyseur. Dieser nutzt überschüssigen Wind- und Solarstrom, um Wasser in Sauerstoff und “grünen” Wasserstoff zu spalten. Das Jahr 2026 ist kritisch, da nun die tatsächliche Produktion anläuft und die Lieferketten getestet werden. Der hier erzeugte Wasserstoff wird nicht ins Erdgasnetz gemischt, sondern gezielt dort eingesetzt, wo Elektrifizierung schwierig ist: im Schwerlastverkehr und in der Hochtemperatur-Industrie. LuxHyVal dient als Blaupause für die Großregion und soll zeigen, dass eine lokale H2-Wirtschaft auch ohne direkten Seehafen möglich ist.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Standort | Bascharage (Z.A. Robert Steichen) |
| Kapazität | 6 MW Elektrolyse-Leistung |
| Output | Bis zu 1.750 kg H2 pro Tag |
| Abnehmer | Busflotten (Sales-Lentz, TICE), Industrie (Ceratizit) |
| Bedeutung | Erstes echtes “Hydrogen Valley” des Landes |
3: Floating Solar Differdange: Phase 2
Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt auf dem Kühlweiher von ArcelorMittal in Differdingen, geht das Konzept “Floating PV” (Schwimmende Solaranlagen) 2026 in die Expansion. Die Pilotanlage hat bewiesen, dass die Module auf dem Wasser durch den Kühlungseffekt effizienter arbeiten als auf Dächern (bis zu 10% Mehrertrag).
In der Phase 2 werden nun weitere ungenutzte Industriegewässer und ehemalige Kiesgruben im Süden und Osten des Landes ins Visier genommen. Enovos prüft und plant 2026 die Installation auf weiteren Weihern. Ein entscheidender Vorteil: Es wird keine landwirtschaftliche Fläche verbraucht. Die Anlagen sind so konstruiert, dass sie die Wasserqualität nicht beeinträchtigen; sie reduzieren sogar die Algenbildung durch Beschattung und verringern die Verdunstung des Wassers in heißen Sommern – ein doppelter Gewinn für die Umwelt.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Technologie | Schwimmende Ponton-Systeme mit bifazialen Modulen |
| Vorteil 1 | Kühlungseffekt steigert Stromertrag |
| Vorteil 2 | Keine Flächenkonkurrenz zur Landwirtschaft |
| Status 2026 | Auswertung Pilotdaten & Baubeginn neuer Standorte |
4: Agri-PV Offensive (Angelsberg & Kehlen)
Die Gesellschaft für Solarenergie (GPSS) und private Investoren skalieren 2026 das Konzept der Agri-Photovoltaik massiv hoch. Nach der Einweihung erster Anlagen in Kehlen und Angelsberg, entstehen nun weitere Hybrid-Parks.
Das Besondere an den 2026er Projekten ist die technologische Verfeinerung. Es werden vertikale, bifaziale Module eingesetzt, die wie Zäune auf dem Acker stehen, oder hochaufgeständerte Systeme, unter denen Traktoren fahren können. In Angelsberg wird beispielsweise untersucht, wie sich die Beschattung auf Kartoffel- und Getreideernten auswirkt. Erste Ergebnisse zeigen, dass in trockenen Sommern der Schatten sogar ernteerhöhend wirken kann. 2026 ist das Jahr, in dem Agri-PV von der “Forschung” zur “genehmigungsfähigen Standardlösung” für Landwirte wird, die ein zweites Standbein suchen.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Standorte | Angelsberg, Kehlen, und neue Anträge im Osten |
| Bauweise | Tracker-Systeme (der Sonne folgend) & Hochaufständerung |
| Synergie | Stromernte + Nahrungsmittelproduktion |
| Biodiversität | Integration von Blühstreifen unter den Modulen |
5: ArcelorMittal Belval: Der Grüne Elektro-Ofen
Ein Gigant wird grün. ArcelorMittal, der größte industrielle Arbeitgeber des Landes, schließt 2026 die Modernisierung seines Stahlwerks in Belval ab. Im Zentrum steht der neue Elektrolichtbogenofen (Electric Arc Furnace – EAF).
Dieses Projekt ist für den nationalen Stromverbrauch von enormer Bedeutung. Der neue Ofen ersetzt alte Produktionslinien und ist darauf ausgelegt, flexibel betrieben zu werden. Er recycelt Stahlschrott unter Einsatz von (grünem) Strom. Das Ziel für 2026 ist die drastische Senkung der CO2-Emissionen pro Tonne Stahl. Zudem kann der Ofen netzdienlich fahren: Wenn im Netz zu wenig Strom ist, kann die Produktion kurzzeitig gedrosselt werden, was ArcelorMittal zu einem wichtigen Player im “Demand Side Management” macht.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Standort | Belval (Esch-sur-Alzette) |
| Projekt | Modernisierung Elektrostahlwerk (EAF) |
| Ziel | CO2-neutraler Stahl (“XCarb” Marke) |
| Energie | Betrieb mit 100% Grünstrom-Zertifikaten |
6: Creos 380kV Netz-Highway
Grüner Strom nützt nichts, wenn er nicht transportiert werden kann. 2026 arbeitet der Netzbetreiber Creos unter Hochdruck an der Fertigstellung und Optimierung der neuen 380-kV-Höchstspannungsleitung. Diese Leitung ersetzt die alte 220-kV-Infrastruktur und verbindet Luxemburg robuster mit dem deutschen Stromnetz (Amprion).
Diese “Strom-Autobahn” ist vital für die Versorgungssicherheit. Sie ermöglicht es Luxemburg, an windreichen Tagen große Mengen Ökostrom aus der Nordsee zu importieren und an sonnigen Tagen Solarstrom-Überschüsse zu exportieren. Die Masten sind moderner und oft höher, aber dafür weniger zahlreich. Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf den Abschnitten im Süden und der Anbindung an die großen Industriestandorte.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Betreiber | Creos Luxembourg S.A. |
| Spannung | 380.000 Volt (Höchstspannung) |
| Verbindung | Luxemburg – Deutschland (Bauler/Trier) |
| Zweck | Importkapazität für Windstrom, Export für PV |
7: Energy Sharing Quartiere (Die “Biergerenergie”)
2026 ist das Jahr des Durchbruchs für “Energy Sharing”. Dank der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die die EU-Richtlinien umgesetzt haben, entstehen in Stadtvierteln wie Kirchberg, Belval oder in Neubaugebieten wie in Wiltz echte Energiegemeinschaften.
Das Prinzip: Eine große Solaranlage auf dem Dach einer Schule oder einer Lagerhalle versorgt nicht nur das Gebäude selbst, sondern verkauft den Strom virtuell an die Anwohner im Umkreis von 300 Metern (oder in der gleichen Gemeinde). Über Apps sehen die Teilnehmer 2026 in Echtzeit: “Jetzt gerade verbrauche ich den Sonnenstrom vom Nachbardach”. Dies senkt die Stromrechnung, da für diesen lokal geteilten Strom oft reduzierte Netzentgelte fällig werden. Enovos und unabhängige Dienstleister bieten hierfür 2026 erstmals massentaugliche Abrechnungsplattformen an.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Konzept | Lokaler Stromhandel ohne Zwischenhändler |
| Technik | Smart Meter + Blockchain/App-Lösungen |
| Vorteil | Reduzierte Netgebühren für Teilnehmer |
| Trend | “Mieterstrom” wird endlich attraktiv |
8: Solar Carports der CFL & Supermärkte
Parken im Schatten, Laden mit der Sonne. Eine Gesetzesänderung verpflichtet Betreiber von Großparkplätzen schrittweise zur PV-Überdachung. 2026 sehen wir die Umsetzung bei der CFL (Luxemburgische Bahn) an großen P+R Standorten (z.B. Rodange, Mersch) und bei großen Einkaufszentren.
Diese Carports sind massive Stahlkonstruktionen. Sie bieten den Pendlern Schutz vor Regen und Hitze im Sommer. Oben drauf liegen Tausende Solarmodule. Der erzeugte Strom wird direkt vor Ort für E-Ladesäulen genutzt. 2026 werden hunderte neuer Ladepunkte an diesen P+R-Plätzen in Betrieb genommen, die direkt vom Dach darüber gespeist werden – der kürzeste Weg vom Erzeuger zum Verbraucher.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Initiatoren | CFL, Cactus, Auchan, Industrie |
| Pflicht | Für Parkplätze ab einer gewissen Stellplatzzahl |
| Zusatznutzen | Massive Ausweitung der Ladeinfrastruktur |
| Potenzial | Viele Megawatt Leistung auf versiegelter Fläche |
9: Start der “Leneda” Datenplattform & Flexibilitätsmärkte
2026 hat Creos die Plattform “Leneda” (Luxembourg Energy Data) voll etabliert. Da mittlerweile fast alle Haushalte mit Smart Metern (Intelligenten Zählern) ausgestattet sind, beginnt nun die Ära der “Flexibilitätsmärkte”.
Was bedeutet das konkret? Im Jahr 2026 können Haushalte mit Wärmepumpen oder E-Autos Geld verdienen oder sparen, indem sie dem Netzbetreiber erlauben, ihre Geräte intelligent zu steuern. Wenn viel Wind weht und der Strompreis negativ ist, schalten sich die Heizungen und Ladesäulen automatisch ein. Leneda ist das digitale Rückgrat, das diese Millionen von Datenpunkten sicher verwaltet. Es ist das “Gehirn” der luxemburgischen Energiewende.

| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| System | Zentrale Energiedaten-Plattform |
| Zielgruppe | Netzbetreiber, Lieferanten & Endkunden |
| Funktion | Ermöglicht dynamische Tarife (Stundenpreise) |
| Innovation | Automatisiertes Lastmanagement |
10: CO2-freies Fernwärmenetz Kuebebierg
Auf dem Kirchberg entsteht das neue Stadtviertel “Kuebebierg”. 2026 werden hier die Rohre für eines der innovativsten Wärmenetze Europas verlegt. Anstatt Gas zu verbrennen, setzt das Viertel auf ein “Low-Temperature” (Niedertemperatur) Netz.
Die Energiequellen sind vielfältig: Abwärme aus Abwasser, Erdwärme und Solarthermie. Da die Gebäude extrem gut gedämmt sind, reicht Wasser mit niedrigeren Temperaturen zum Heizen aus, was die Verluste im Leitungsnetz minimiert. Das Projekt gilt 2026 als Vorreiter für urbanes Wohnen und wird vom Fonds Kirchberg streng überwacht, um 100% Klimaneutralität im Betrieb zu garantieren.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Ort | Kirchberg Plateau (Kuebebierg) |
| Technik | Anergienetz / Niedertemperatur-Fernwärme |
| Quellen | Wärmepumpen, Abwasserwärme, Geothermie |
| Ziel | Null Emissionen im Heizbetrieb für Tausende Bewohner |
11: Wasserstoff-Busse im Linienbetrieb (TICE/Sales-Lentz)
Während Elektrobusse in Luxemburg-Stadt schon normal sind, setzen die Überland- und Südbusse (TICE) 2026 verstärkt auf Wasserstoff. Der Grund: Auf den hügeligen Strecken im Minett oder im Norden, und bei langen Tagesumläufen ohne Ladepause, ist H2 im Vorteil.
Die Busse tanken den Wasserstoff, der im Projekt #2 (LuxHyVal) produziert wird. 2026 werden neue Tankstellen-Infrastrukturen in den Busdepots in Betrieb genommen. Die Fahrzeuge sind leise, vibrationsarm und stoßen nur Wasserdampf aus. Für die Fahrgäste steigt der Komfort, für die Betreiber sinkt die Abhängigkeit von Dieselpreisen.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Betreiber | TICE, Sales-Lentz, Emile Weber |
| Fahrzeuge | H2-Brennstoffzellenbusse (z.B. von Van Hool oder Solaris) |
| Vorteil | Hohe Reichweite, schnelle Betankung (vgl. Diesel) |
| Synergie | Direkter Abnehmer für LuxHyVal Wasserstoff |
12: Offshore-Wind “Energy Islands” (Nordsee-Beteiligung)
Luxemburg hat keinen Küstenzugang, aber Kapital und Bedarf. Deshalb investiert der Staat 2026 weiter massiv in internationale Offshore-Projekte. Im Fokus stehen die “Energy Islands” in der Nordsee (Kooperationen mit Dänemark und Belgien).
Im Jahr 2026 fließen luxemburgische Gelder in den Bau von künstlichen Inseln oder Plattformen, die Windstrom von hunderten Turbinen sammeln. Im Gegenzug sichert sich Luxemburg vertraglich garantierte Stromkontingente (“Virtual Import”). Dies ist ein politisch und wirtschaftlich komplexes Konstrukt, das 2026 weiter vertieft wird, um die nationalen Erneuerbaren-Ziele (die rein auf luxemburgischem Boden kaum erreichbar wären) rechnerisch zu erfüllen.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Partner | Dänemark, Belgien (Elia) |
| Konzept | Cross-Border Renewable Energy Financing |
| Status 2026 | Finanzierungsrunden & technische Planung |
| Ziel | Zugriff auf Gigawatt-Kapazitäten im Meer |
13: Großbatterie-Speicher (BESS) an Umspannwerken
Um das Netz stabil zu halten, baut Creos zusammen mit Partnern 2026 erste große Batteriespeicher (Battery Energy Storage Systems – BESS) direkt an Knotenpunkten des 65kV- und 20kV-Netzes.
Diese Container voller Lithium-Ionen-Akkus puffern die Mittagsspitze der PV-Anlagen weg. Früher musste man Solaranlagen abregeln, wenn zu viel Sonne schien. 2026 speichern diese Batterien den Strom und geben ihn am Abend wieder ab. Ein Pilotprojekt im Süden geht in diesem Jahr in den Regelbetrieb und liefert wichtige Daten für den weiteren Ausbau der Speicherinfrastruktur.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Standorte | Umspannwerke (Substations) |
| Technik | Containerbasierte Li-Ion Akkus |
| Funktion | Frequenzstabilisierung (Primärregelleistung) |
| Nutzen | Vermeidung von Netzausbau durch Pufferung |
14: Biogas-Optimierung Minett (Naturgas Kordall)
Die Biogasanlage im Minett wird 2026 weiter optimiert, um die Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz zu maximieren. Anstatt das Gas nur vor Ort zu verstromen, wird es aufbereitet (“gewaschen”), bis es Erdgasqualität hat.
Dieses “grüne Gas” ist essenziell für Altbauten und Industrieprozesse, die nicht einfach auf Wärmepumpen umgerüstet werden können. 2026 werden neue Fermenter-Technologien getestet, die auch schwierige Bioabfälle effizienter verarbeiten können. Das Projekt zeigt, dass auch “alte” Technologien wie Biogas durch Modernisierung einen wichtigen Beitrag im 2026er Mix leisten.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Prozess | Aufbereitung zu Biomethan |
| Einspeisung | Direkt ins Gasnetz von Sudgaz/Creos |
| Rohstoffe | Lokale Bioabfälle, Grünschnitt, keine Nahrungsmittel |
| Ziel | Reduktion von fossilen Gasimporten |
15: Geothermie-Exploration (Esch & Kirchberg)
Tief unter Luxemburg schlummert Wärme. 2026 laufen entscheidende Machbarkeitsstudien und Probebohrungen für mitteltiefe Geothermie. Besonders in Esch-sur-Alzette (nahe den neuen Vierteln Metzeschmelz/Rout Lëns) und auf dem Kirchberg wird geprüft, ob man Thermalwasser für Fernwärme nutzen kann.
Es ist ein Risiko-Investment, da man erst nach der Bohrung sicher weiß, wie heiß und ergiebig die Quelle ist. Aber 2026 ist der politische Wille und die Förderung da, dieses Risiko einzugehen. Wenn erfolgreich, könnten diese Projekte ganze Stadtteile im Winter emissionsfrei heizen, unabhängig von Wind und Sonne.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Tiefe | Mitteltief (ca. 1000 – 2500m) |
| Nutzung | Grundlastfähige Wärmeversorgung |
| Status 2026 | Seismische Untersuchungen & Testbohrungen |
| Potenzial | Unerschöpfliche, lokale Wärmequelle |
16: PV-Boom auf Privatdächern (Klimabonus Wunnen)
Das staatliche Förderprogramm “Klimabonus” läuft auch 2026 weiter und sorgt für volle Auftragsbücher bei den Handwerkern. Der Trend geht 2026 weg von der reinen “Einspeisung” hin zur “Autarkie”.
Fast jede neue private PV-Anlage wird 2026 mit einem Heimspeicher im Keller installiert. Die Förderung ist so gestrickt, dass sich die Kombination finanziell lohnt. Hausbesitzer erreichen so Autarkiegrade von 70-80% über das Jahr gesehen. 2026 sehen wir zudem immer mehr ästhetische Lösungen: Schwarze Module (“Full Black”) und in das Dach integrierte Solartiegel werden zum Standard bei Neubauten.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Treiber | Staatliche Subventionen (Klimabonus) |
| Trend | PV + Batterie + Wallbox als Standard-Paket |
| Markt | Hohe Nachfrage, Handwerkermangel bleibt Thema |
| Ästhetik | Bessere Integration in die Architektur |
17: Solare Nachrüstung öffentlicher Gebäude
Der Staat geht mit gutem Beispiel voran. Die “Administration des Bâtiments Publics” führt 2026 ein massives Retrofit-Programm durch. Dächer von Lyzeen, Verwaltungsgebäuden und Polizeistationen werden systematisch mit PV belegt.
Wo Denkmalschutz (z.B. in der UNESCO-Zone der Stadt Luxemburg) früher ein Hindernis war, kommen 2026 neue, farblich angepasste Solarmodule (z.B. in Schiefer-Optik oder Ziegel-Rot) zum Einsatz. Dies demonstriert, dass Klimaschutz und Denkmalschutz vereinbar sind.
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Initiator | Luxemburgischer Staat |
| Objekte | Schulen, Ministerien, Sporthallen |
| Technik | Spezialmodule für Denkmalschutz-Zonen |
| Signalwirkung | Vorbildfunktion für private Eigentümer |
18: Massenphänomen “Balkonkraftwerke”
Was als Nische begann, ist 2026 Volkssport. Mini-PV-Anlagen, die einfach in die Steckdose gesteckt werden, hängen an Tausenden Balkonen von Mietwohnungen. Supermärkte und Baumärkte verkaufen diese Sets 2026 “ready-to-go”.
Die rechtlichen Hürden wurden minimiert (vereinfachte Meldung an den Netzbetreiber). Für Mieter ist dies oft die einzige Möglichkeit, aktiv an der Energiewende teilzunehmen. Auch wenn eine einzelne Anlage nur 800 Watt liefert, summieren sich die Tausenden Anlagen zu einer beachtlichen Leistung, die genau dann erzeugt wird, wenn die Menschen zu Hause sind und Grundlast verbrauchen (Kühlschrank, Router, Standby).
| Merkmal | Detaillierte Fakten 2026 |
| Leistung | Max. 800 Watt (Steckerfertig) |
| Zielgruppe | Mieter und Wohnungseigentümer |
| Verbreitung | Verkauf im Einzelhandel |
| Bürokratie | Anmeldung extrem vereinfacht |
Fazit: Luxemburgs Grüne Identität 2026
Der Blick auf die Grüne Energie Projekte Luxemburg 2026 Solar Wind Speicher zeigt ein Land im Aufbruch. Es ist nicht mehr nur der Finanzplatz, der Luxemburg definiert, sondern zunehmend seine Rolle als Labor für die Energiewende in Europa.
Die Strategie ist klar erkennbar: Diversifizierung. Man verlässt sich nicht auf eine einzige Technologie. Windkraft im Norden, Sonne und Wasserstoff im Süden, internationale Kooperationen in der Nordsee und die Mobilisierung der Bürger durch Balkonkraftwerke und Energy Sharing.
Für Sie als Leser bedeutet das Jahr 2026 Chancen: Sei es durch Investitionen in Genossenschaften, die Nutzung von Fördergeldern für das Eigenheim oder einfach durch den Umstieg auf den emissionsfreien öffentlichen Transport. Die Energiewende ist in Luxemburg angekommen – sichtbar, fühlbar und nutzbar.
