Digitalpolitik

6 politiques autrichiennes soutenant l’inclusion numérique

Digitale Inklusion ist ein zentrales Ziel Österreichs, um sicherzustellen, dass alle Bürger:innen – unabhängig von Alter, Bildung oder körperlichen Voraussetzungen – gleichberechtigten Zugang zu digitalen Technologien haben. Die österreichische Regierung hat dazu sechs zentrale Strategien entwickelt, die wir hier detailliert vorstellen.

1. Digitale Kompetenzoffensive (DKO): Grundlagen für alle

Die Digitale Kompetenzoffensive (seit 2022 aktiv) zielt darauf ab, grundlegende digitale Fähigkeiten in der Bevölkerung zu stärken.

Kernaspekte Details
Zielgruppe Alle Altersgruppen, Schwerpunkt auf Senior:innen und bildungsferne Gruppen
Workshops („Digital Überall“) 4.500 kostenlose Kurse jährlich zu Themen wie E-Government, KI-Grundlagen
Nationaler Referenzrahmen An DigComp 2.3 angelehnt, standardisierte Bewertung digitaler Kompetenzen
Ziel bis 2030 80 % der Bevölkerung mit grundlegenden Digitalkompetenzen

Die Initiative wird vom Bundeskanzleramt und vier Ministerien koordiniert. Ein besonderer Fokus liegt auf niederschwelligen Angeboten, um Ängste vor Technologie abzubauen.

2. Digitaler Aktionsplan Österreich 2050: Langfristige Vision

Der Digital Austria 2050 Strategic Action Plan (seit 2020) ist die Roadmap für eine chancengerechte Digitalisierung.

Schwerpunkte Umsetzung
Bildungssystem Digitale Infrastruktur in Schulen, verpflichtender IT-Unterricht ab 10 Jahren
Arbeitsmarkt Weiterbildungsprogramme für Quereinsteiger:innen in IT-Berufen
Inklusion Barrierefreie Gestaltung von Webseiten und Apps (WCAG 2.1-Standard)
Finanzierung 200 Mio. € aus EU-Mitteln und Bundesbudget

Ein Erfolgsbeispiel ist das Projekt „Digitales WIKI“, eine Plattform mit einfachen Erklärvideos zu digitalen Themen.

3. Digital Roadmap Austria: 12 Leitprinzipien für Fairness

Die Digital Roadmap (seit 2016) definiert Inklusion als eines der zwölf zentralen Prinzipien.

Leitprinzipien Maßnahmen
Digitale Spaltung überwinden Breitbandausbau in ländlichen Regionen (100 % Abdeckung bis 2030)
Barrierefreiheit Förderung von assistiven Technologien wie Screenreader-Software
Teilhabe an Innovation Forschungsförderung für barrierefreie KI-Entwicklung

Ein Highlight ist die „Smart-Villages“-Initiative, die Dorfgemeinschaften mit digitalen Werkzeugen für lokale Projekte ausstattet.

4. E-Government-Gesetz: Digitale Verwaltung für alle

Das E-Government-Gesetz garantiert den Zugang zu Behördendiensten über digitale Kanäle.

Serviceangebote Nutzen
Digitaler Amtsschlüssel Sichere Anmeldung für über 200 Online-Dienste
Unterkunftsmeldung per App 87 % aller Meldeformalitäten digital erledigt
Notar-Services online Remote-Beurkundungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen

Die Plattform „Österreich.gv.at“ wurde 2023 mit einem Flesch-Index von 65 optimiert, um komplexe Verwaltungstexte verständlicher zu machen.

5. Förderprogramme für digitale Barrierefreiheit

Spezielle Förderungen unterstützen Unternehmen und NGOs bei der Umsetzung inklusiver Digitalprojekte.

Programm Fördersumme
„Accessible Web“-Initiative Bis zu 50.000 € pro Projekt für WCAG-konforme Webseiten
„Tech4Disability“-Wettbewerb 1 Mio. € jährlich für Innovationen in assistiven Technologien

Ein Vorzeigeprojekt ist der „Tastatur-Brille“-Prototyp, der Menschen mit Sehbehinderung durch haptisches Feedback hilft, Webseiten zu navigieren.

6. Regionale Digitalisierungszentren: Hilfe vor Ort

Österreichweit wurden 25 Digital Hubs eingerichtet, die als Anlaufstellen für technische Unterstützung dienen.

Angebote Reichweite
Geräteverleih Tablets/Laptops für einkommensschwache Haushalte
Sprachassistenten-Training Workshops zur Nutzung von Alexa/Siri für Senior:innen
Lokale Netzwerke Vernetzung von Schulen, Bibliotheken und Sozialorganisationen

In Graz nutzen bereits 72 % der über 70-Jährigen regelmäßig die Services der Hubs.

Fazit: Österreich als europäischer Vorreiter

Österreich kombiniert in seiner Digitalpolitik infrastrukturelle Investitionen mit gezielten Bildungsmaßnahmen. Durch Initiativen wie die Digitale Kompetenzoffensive und den flächendeckenden Breitbandausbau gelingt es, auch benachteiligte Gruppen einzubinden. Kritisch bleibt jedoch die langsame Umsetzung des 5G-Netzes in alpinen Regionen – hier besteht bis 2030 noch Handlungsbedarf.