ChatGPT wird intelligenter durch direkten Zugriff auf Spotify, Zillow und Coursera
OpenAI wird es in Zukunft ermöglichen, externe Anwendungen oder Funktionen direkt auszuführen, ohne auf andere Websites oder Apps wechseln zu müssen. Das Unternehmen kündigte diese neue Funktion auf der DevDay 2025 an, die am 6. Oktober im Fort Mason in San Francisco stattfand. Zudem stellte OpenAI mehrere innovative Funktionen vor, darunter neue Tools zur einfachen Erstellung von KI-Agenten.
Externe Anwendungen direkt in ChatGPT nutzen
Ab 10:00 Uhr am 6. Oktober versammelten sich über 1.500 Teilnehmer, darunter OpenAI-Mitarbeiter, Kunden und Entwickler, im Fort Mason in San Francisco zur DevDay 2025. In seiner Keynote sagte OpenAI-CEO Sam Altman: „ChatGPT hat die Marke von 100 Millionen wöchentlichen aktiven Nutzern und über 2 Millionen aktiven Entwicklern überschritten. Wir sehen, dass KI tatsächlich in realen Szenarien eingesetzt wird.“
Eine zentrale Neuerung dieser Veröffentlichung ist die Möglichkeit, externe Anwendungen direkt in ChatGPT auszuführen. Früher mussten Nutzer spezifische Apps wie Google Chrome oder Naver öffnen, um die entsprechenden Funktionen zu nutzen. Jetzt reicht es, den Namen der Anwendung und die gewünschte Aufgabe im ChatGPT-Konversationsfenster einzugeben. ChatGPT arbeitet mit zahlreichen Partnern zusammen, darunter Spotify (Musik), Zillow (Immobilien), Booking.com (Buchungen) und Coursera (Bildung).
Beispielsweise zeigt ChatGPT beim Eingeben von „Buche ein Hotel in Tokio für 3 Nächte und 4 Tage auf Booking.com, unter 100.000 koreanischen Won pro Nacht“ automatisch eine Liste passender Hotels an, auf die der Nutzer direkt zugreifen und bezahlen kann. Ebenso kann der Befehl „Coursera, empfehle einen vierwöchigen Kurs zum Thema Machine Learning“ direkt personalisierte Kursvorschläge innerhalb von ChatGPT generieren.
OpenAI hat außerdem ein neues Tool namens „Agent Kit“ vorgestellt, das Entwicklern helfen soll, KI-Agenten einfach zu erstellen. Bei der Pressekonferenz sagte Altman: „Früher war es eine enorme Herausforderung, 1.000 Codezeilen am Tag zu schreiben – jetzt können KI-Modelle diese Menge in einem einzigen Durchlauf erzeugen, und das überrascht niemanden mehr.“ Er fügte hinzu: „Wir wollen Privatpersonen und Unternehmen befähigen, durch diese Fähigkeit Mehrwert zu schaffen.“
OpenAI unterzeichnet Vertrag über KI-Chip-Lieferung mit AMD
OpenAI gab bekannt, dass es eine Vereinbarung mit AMD zur Beschaffung von Hunderttausenden KI-Chips unterzeichnet hat. Konkret plant OpenAI, im nächsten Jahr eine 1-Gigawatt-(1 GW)-Anlage auf Basis des kommenden MI450-Chips von AMD zu errichten. Darüber hinaus erhielt OpenAI eine Option zum Erwerb von bis zu 10 % der AMD-Aktien.
OpenAI erweitert zudem seine Investitionen in die KI-Infrastruktur und Partnerschaften mit großen Technologieunternehmen. Zuvor hatte das Unternehmen eine Partnerschaftsvereinbarung mit NVIDIA im Wert von 100 Milliarden US-Dollar und einen Vertrag über ein 4,5-Gigawatt-Rechenzentrum mit Oracle unterzeichnet. Außerdem führt OpenAI Gespräche mit Broadcom über die Entwicklung eigener KI-Chips und arbeitet mit Oracle und SoftBank am „Stargate“-Projekt für KI-Infrastruktur in den USA. Altman betonte: „Die zentrale Botschaft in der KI-Branche lautet: ‚Wenn du jetzt nicht investierst, wirst du zurückgelassen.‘ Wir werden diese Gelegenheit nicht verpassen. Das KI-Ökosystem basiert auf Partnern, deshalb werden wir weiterhin investieren und gemeinsam mit ihnen wachsen.“
