5 Regierungsinitiativen zur Unterstützung von Blockchain in Österreich
Blockchain-Technologie gilt als Schlüsselinnovation des 21. Jahrhunderts. Österreich hat früh erkannt, welches Potenzial in dieser Technologie steckt – und unterstützt ihre Entwicklung durch gezielte Initiativen. Dieser Artikel stellt fünf Projekte vor, die zeigen, wie Politik, Wirtschaft und Forschung gemeinsam die Blockchain-Zukunft gestalten.
1. Blockchain Initiative Austria (2021)
Diese Initiative zielt darauf ab, eine sichere Infrastruktur für privatwirtschaftliche Blockchain-Anwendungen zu schaffen.
Zentrale Merkmale:
- Betrieb einer „Konsortium-Chain“ durch Mitglieder des Vereins.
- Fokus auf Energieeffizienz (im Vergleich zu öffentlichen Blockchains wie Bitcoin).
- Entwicklung konkreter Anwendungsfälle für Unternehmen.
Aktuelle Projekte:
| Bereich | Beschreibung |
| Testlab | OpenSource-Beispielprogramme für Blockchain-Entwickler. |
| EBSI-Zusammenarbeit | Prüfung eines europäischen Blockchain-Knotens in Österreich. |
| NFT-Schwerpunkt | Erforschung von Anwendungen für nicht-fungible Token. |
2. Austrian Public Service Blockchain (APSBC, 2019)
Eine staatlich unterstützte Blockchain-Infrastruktur für Behörden und öffentliche Dienste.
Teilnehmer und Services:
| Institution | Rolle |
| WKÖ | Betrieb des „Daten-Zertifizierung“-Service seit 2019. |
| Bundesrechenzentrum | Technische Umsetzung der Knoteninfrastruktur. |
| Stadt Wien | Pilotprojekte im Bereich digitaler Verwaltungsdienstleistungen. |
Ziele für 2025:
- Ausweitung auf weitere öffentliche Einrichtungen.
- Integration von Smart Contracts für Behördengänge.
3. DLT Initiative Austria (2025)
Eine umfassende Strategie zur Positionierung Österreichs als europäischer Blockchain-Hub.
Maßnahmen im Überblick:
| Bereich | Aktionen |
| Bildung | DLT-Kurse an Schulen, staatlicher „DLT Education Fund“. |
| Forschung | Gründung des „Austrian Blockchain Excellence Center“. |
| Steuerpolitik | Förderprogramme für Startups und Steuererleichterungen. |
Konkrete Anwendungen:
- Blockchain-basierte Steuertransparenz.
- Digitale Identitätslösungen für E-Government 3.0.
4. Forschungsförderung (8 Mio. Euro, 2017)
Frühe Investitionen in die Grundlagenforschung legten den Boden für spätere Initiativen.
Projekte und Ergebnisse:
| Institution | Beitrag |
| Universität Wien | Forschung zu Krypto-Ökonomie und Smart Contracts. |
| Wien Energie | Entwicklung blockchain-basierter Energielösungen. |
| Raiffeisen Bank | Mitgliedschaft im Blockchain Research Institute. |
5. Blockchain-Beirat des Finanzministeriums (2018)
Ein Expertengremium zur Schaffung von Rechtssicherheit für Blockchain-Anwendungen.
Ergebnisse und Auswirkungen:
- Klare Steuerrichtlinien für Krypto-Transaktionen.
- Einheitliche AML- und KYC-Standards.
- Verbraucherschutz bei Smart Contracts.
Zukunftsperspektiven
Österreich kombiniert regulatorische Klarheit mit technischer Innovation – ein Erfolgsrezept, das bereits internationale Aufmerksamkeit erregt. Mit Initiativen wie der DLT-Initiative 2025 positioniert sich das Land als Vorreiter für Blockchain-Lösungen in Europa.
