14 Projekte im Bereich grüne Energie: Solar-, Wind- und Speicherprojekte in Österreich im Jahr 2026
Der Übergang zu einer sauberen Stromversorgung ist nicht mehr nur eine Vision, sondern gelebte Realität. Grüne Energieprojekte in Österreich spielen eine zentrale Rolle dabei, das Land bis zum Jahr 2040 vollständig klimaneutral zu machen. Im Jahr 2026 erleben wir eine nie dagewesene Dynamik bei der Umsetzung von nachhaltigen Großprojekten.
Österreich verfolgt das ehrgeizige Ziel, seinen nationalen Strombedarf bis 2030 zu 100 % aus erneuerbaren Quellen zu decken. Um dies zu erreichen, investieren Bundesländer, Energieversorger und private Unternehmen massiv in neue Infrastruktur. Von riesigen Agri-Photovoltaik-Anlagen über leistungsstarke Windparks bis hin zu hochmodernen Wasserstoffspeichern – der Ausbau läuft auf Hochtouren.
In diesem umfassenden Leitfaden werfen wir einen detaillierten Blick auf die wichtigsten Entwicklungen. Wir präsentieren Ihnen Initiativen, die den heimischen Energiesektor aktuell transformieren. Erfahren Sie, wie diese Projekte nicht nur das Klima schützen, sondern auch die Unabhängigkeit und Wirtschaftskraft des Landes stärken.
Warum grüne Energieprojekte in Österreich so entscheidend sind
Der Ausbau erneuerbarer Energien bringt weitreichende Vorteile für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt mit sich. Österreich hat in der Vergangenheit stark auf Wasserkraft gesetzt. Um jedoch die rasant wachsende Stromnachfrage durch E-Mobilität und Industrie zu decken, müssen nun Wind, Solar und Speichertechnologien rasch nachziehen.
- Klimaschutz und Emissionssenkung: Der Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien reduziert den CO2-Ausstoß drastisch. Dies ist der wichtigste Hebel gegen die globale Erderwärmung.
- Unabhängigkeit von Energieimporten: Wer seinen Strom selbst produziert, ist weniger anfällig für internationale Preisschwankungen. Die heimische Erzeugung schützt vor geopolitischen Krisen und Lieferengpässen bei Öl und Gas.
- Regionale Wertschöpfung: Investitionen in neue Kraftwerke und Speichersysteme bleiben im Land. Steuereinnahmen und wirtschaftliche Profite stärken die lokalen Gemeinden.
- Schaffung von Green Jobs: Der Bau und die Wartung von Anlagen erfordern Fachkräfte. Bis 2030 werden durch die Energiewende Zehntausende neue und zukunftssichere Arbeitsplätze in Österreich erwartet.
Grüne Energieprojekte in Österreich sind somit weit mehr als nur ökologische Notwendigkeiten. Sie bilden das Fundament für eine sichere, bezahlbare und wettbewerbsfähige Zukunft.
Überblick: Die wichtigsten Initiativen auf einen Blick
Bevor wir in die Details gehen, bietet diese Tabelle eine schnelle Übersicht der bedeutendsten Vorhaben im Jahr 2026.
| Projektname / Initiative | Fokus-Technologie | Region / Bundesland | Kapazität / Ziel |
| Project Tomorrow | Wind & Solar (Hybrid) | Burgenland | 2.000 MW bis 2030 |
| Windpark Repowering | Windenergie (Onshore) | Burgenland | 122 MW |
| Vienna Airport PV | Solar (Freifläche) | Niederösterreich | 24 MWp |
| Agri-PV St. Veit | Solar & Landwirtschaft | Oberösterreich | > 7 MW |
| Underground Sun Storage | Wasserstoff-Speicher | Oberösterreich / RAG | Saisonale Speicherung |
| Hydrogen Valley Austria | Grüner Wasserstoff | Stmk., OÖ, Kärnten | 10.000 Tonnen jährlich |
| Hy4Smelt | H2 für Industrie | Österreichweit | Dekarbonisierung Stahl |
| Alpine Photovoltaik | Solar (Hochgebirge) | Tirol / Salzburg | Winterstrom-Gewinnung |
| Hybrid-Kraftwerk Parndorf | Wind, Solar & BESS | Burgenland | 17 MWp + Speicher |
| SoutH2 Corridor | H2-Infrastruktur | Österreich / EU | Transalpiner Transport |
| Pumpspeicher-Ausbau | Wasserkraft-Speicher | Kärnten / Salzburg | Netzstabilität (Flexibilität) |
| Geothermie-Wärme | Tiefe Geothermie | Wien | Fernwärme-Versorgung |
| Industrielle Abwärme | Sektorenkopplung | Schwechat | 21.000 t CO2-Ersparnis |
| Erneuerbare Energiegemeinschaften | Dezentrale Netze | Bundesweit | Peer-to-Peer Stromhandel |
Top 14 Grüne Energieprojekte in Österreich für 2026
Hier sind die 14 spannendsten, größten und innovativsten Projekte, die Österreichs Weg in eine saubere Energiezukunft ebnen.
1: “Project Tomorrow” der Burgenland Energie
Dieses Vorhaben zielt darauf ab, das Burgenland bis 2030 zu einer der ersten klimaneutralen und energieunabhängigen Regionen der Welt zu machen. Das Projekt bündelt Investitionen in Wind- und Solarenergie auf einem beispiellosen Niveau.
Mit Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB) werden Hunderte Millionen Euro in eine massive Pipeline gepumpt. Es entstehen hybride Energieparks, die Solarmodule und Windräder auf denselben Flächen kombinieren. Dies maximiert die Energieausbeute pro Quadratmeter enorm. Bürgerbeteiligungsmodelle sorgen zudem dafür, dass die Bevölkerung direkt von den Erträgen profitiert.
- Vorteile: Sichert regionale Energieunabhängigkeit und stabile Strompreise.
- Besonderheit: Größtes grünes Finanzierungspaket, das die EIB in Österreich je unterstützt hat.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Windkraft und Photovoltaik (Hybrid) |
| Standort | Gesamtes Burgenland |
| Projektvolumen | ca. 2.000 MW bis 2030 |
| Status (2026) | Laufender Ausbau und Netzintegration |
2: Großes Windpark-Repowering im Burgenland
Alte Windräder durch neue, weitaus leistungsstärkere Modelle zu ersetzen, ist effizienter als die reine Erschließung neuer Flächen. Im Burgenland wurde kürzlich Österreichs größtes Einzel-Windprojekt durch “Repowering” realisiert.
Dabei wurden 44 ältere Windkraftanlagen abgebaut und vollständig recycelt. An ihrer Stelle errichtete man 23 hochmoderne Turbinen. Obwohl sich die Anzahl der Windräder fast halbiert hat, wurde die produzierte Strommenge verdoppelt. Diese Effizienzsteigerung ist ein Paradebeispiel für moderne Ressourcennutzung im Bereich erneuerbarer Energien.
- Vorteile: Geringerer Flächenverbrauch bei gleichzeitig viel höherem Energieertrag.
- Versorgung: Liefert Strom für rund 70.000 Haushalte jährlich (ca. 251 Mio. kWh).
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Onshore Windenergie (Repowering) |
| Standort | Burgenland |
| Kapazität | 122 MW |
| Status (2026) | Vollständig in Betrieb |
3: Österreichs größter Solarpark am Flughafen Wien
Der Flughafen Wien in Schwechat hat sich das Ziel gesetzt, seinen Betrieb CO2-neutral zu gestalten. Ein zentraler Baustein dafür ist die Errichtung der größten Photovoltaik-Freiflächenanlage des Landes direkt auf dem Flughafengelände.
Auf einer Fläche von 24 Hektar – das entspricht etwa 44 Fußballfeldern – wurden Tausende Solarmodule installiert. Die Anlage nutzt ungenutztes Gelände direkt neben den Start- und Landebahnen. Sie deckt mittlerweile rund ein Drittel des gesamten jährlichen Strombedarfs des Flughafens ab und reduziert die operativen Kosten erheblich.
- Vorteile: Sinnvolle Nutzung von brachliegenden Industrieflächen ohne Landschaftsverbrauch.
- Ertrag: Produziert rund 30.000 Megawattstunden (MWh) sauberen Strom pro Jahr.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Photovoltaik (Freifläche) |
| Standort | Flughafen Wien (Schwechat) |
| Leistung | 24 Megawatt Peak (MWp) |
| Status (2026) | Operativ und liefert Strom |
4: Agri-Photovoltaik-Anlage in St. Veit im Innkreis
Landwirtschaft und Stromerzeugung müssen keine Konkurrenten um Flächen sein. Die Oekostrom AG demonstriert dies eindrucksvoll mit der größten Agri-Photovoltaik-Anlage Oberösterreichs.
Bei diesem Konzept werden Solarmodule so auf landwirtschaftlichen Nutzflächen aufgestellt, dass darunter oder dazwischen weiterhin Ackerbau betrieben werden kann. Die Module bieten Nutzpflanzen sogar Schutz vor extremen Wetterereignissen wie Hagel oder intensiver Sonneneinstrahlung. Dies steigert die Flächeneffizienz auf fast 200 %.
- Vorteile: Schützt Ernten vor dem Klimawandel und bietet Landwirten ein zweites Standbein.
- Innovation: Perfekte Synergie aus Lebensmittelproduktion und grüner Stromerzeugung.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Agri-Photovoltaik |
| Standort | St. Veit im Innkreis, Oberösterreich |
| Leistung | Über 7 MW |
| Status (2026) | In Bau / Erster Einspeisebetrieb |
5: Underground Sun Storage 2030
Eine der größten Herausforderungen der Energiewende ist die Speicherung von Sommerstrom für den sonnenarmen Winter. Das österreichische Forschungsprojekt “Underground Sun Storage” bietet dafür eine bahnbrechende Lösung.
Überschüssiger Solar- und Windstrom wird mittels Elektrolyse in grünen Wasserstoff umgewandelt. Dieser Wasserstoff wird anschließend in ausgeförderten, natürlichen Erdgaslagerstätten tief unter der Erde gespeichert. Im Winter kann das Gas wieder entnommen und zur Strom- oder Wärmeproduktion genutzt werden. Österreich übernimmt mit dieser Technologie eine Vorreiterrolle in Europa.
- Vorteile: Löst das Problem der saisonalen Energiespeicherung in großem Maßstab.
- Sicherheit: Nutzt bestehende, sichere geologische Formationen.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Power-to-Gas / Wasserstoffspeicherung |
| Standort | Oberösterreich (RAG Austria) |
| Fokus | 100 % grüner Wasserstoff im Untergrund |
| Status (2026) | Erfolgreiche Demonstration, Skalierungsphase |
6: Das Hydrogen Valley Austria
Wasserstoff gilt als das Rückgrat der zukünftigen klimaneutralen Industrie. Das “Hydrogen Valley Austria” ist ein Zusammenschluss von 17 Großprojekten, die eine komplette Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff aufbauen.
Das Tal erstreckt sich über die Bundesländer Steiermark, Oberösterreich und Kärnten. Das Ziel ist es, von der Produktion über die Speicherung bis hin zur industriellen Nutzung alles regional abzudecken. Mit geplanten Investitionen von fast 580 Millionen Euro bis 2030 soll dies eine der wichtigsten Wasserstoff-Drehscheiben Mitteleuropas werden.
- Vorteile: Dekarbonisiert Schwerindustrie und Schwerverkehr, wo Strom allein nicht reicht.
- Produktion: Ziel sind mehr als 10.000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Wasserstoff-Wirtschaft (Infrastruktur) |
| Standort | Steiermark, OÖ, Kärnten |
| Investition | Ca. 578 Mio. Euro (bis 2030) |
| Status (2026) | Projektentwicklung und erste Anlagenbauten |
7: Hy4Smelt – Grüner Stahl durch Wasserstoff
Die Stahlindustrie ist traditionell einer der größten CO2-Emittenten. Um dies zu ändern, treiben österreichische Unternehmen wie die voestalpine die Transformation massiv voran.

Das Projekt Hy4Smelt bündelt Forschung und industrielle Umsetzung. Kohle und fossiles Erdgas werden durch grünen Wasserstoff in der Direktreduktion von Eisenerz ersetzt. In Kombination mit elektrischen Schmelzöfen, die mit Ökostrom betrieben werden, sinken die Emissionen der Stahlproduktion gegen null. Es ist das größte Klimaschutz-Forschungsprojekt des Landes.
- Vorteile: Sichert den Industriestandort Österreich und schützt gleichzeitig das Klima massiv.
- Bedeutung: Wegweisend für die europäische Stahlindustrie.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Wasserstoff-basierte Direktreduktion |
| Standort | Österreichische Industriestandorte |
| Förderung | 71,8 Mio. Euro (öffentliche Gelder) |
| Status (2026) | Bau der industriellen Demonstrationsanlage |
8: Alpine Photovoltaik für Winterstrom
Während Solaranlagen im nebligen Flachland im Winter oft wenig Ertrag liefern, erzeugen sie hoch oben in den Alpen Rekordwerte. Das macht alpine Photovoltaik zu einem essenziellen Puzzlestein der Energiewende.
Unternehmen wie SolarEdge und Helioplant realisieren in Skigebieten (z.B. in Sölden) Anlagen mit bifazialen (beidseitigen) Solarmodulen. Diese fangen nicht nur die direkte Sonne ein, sondern auch das vom Schnee reflektierte Licht. Kreuzförmige Trägerstrukturen sorgen dafür, dass die Module extremen Wind- und Schneelasten problemlos standhalten.
- Vorteile: Produziert genau dann viel Strom, wenn er in Österreich (fürs Heizen) am meisten gebraucht wird.
- Doppelnutzung: Nutzt bereits erschlossene Infrastruktur in Skigebieten.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Bifaziale Solar-Module |
| Standort | Alpine Hochlagen (z.B. Tirol) |
| Fokus | Maximierung der Winterstrom-Ausbeute |
| Status (2026) | Laufender Ausbau in mehreren Skigebieten |
9: Hybrid-Kraftwerk Parndorf (Wind + Solar + BESS)
Einzelne erneuerbare Quellen schwanken. Die clevere Kombination verschiedener Technologien glättet diese Schwankungen. In Parndorf wird genau das durch ein hochmodernes Hybrid-Kraftwerk demonstriert.
Hier wurden ein bestehender Windpark, eine neue Photovoltaikanlage und ein großes Batterie-Energiespeichersystem (BESS) am selben Netzanschlusspunkt gekoppelt. Wenn der Wind weht, arbeiten die Turbinen; scheint die Sonne, liefern die Paneele Strom. Überschüsse fließen direkt in den Batteriespeicher und werden nachts in das Stromnetz abgegeben.
- Vorteile: Verdoppelt die Auslastung der Netzinfrastruktur (von ca. 2.000 auf 4.000 Volllaststunden).
- Netzdienlichkeit: Der Batteriespeicher stabilisiert das lokale Stromnetz enorm.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Wind, Solar & Batterie-Speicher |
| Standort | Parndorf, Burgenland |
| Solar-Kapazität | 17 MWp (plus Wind & Speicher) |
| Status (2026) | Probebetrieb & Ausweitung |
10: Anbindung an den SoutH2 Corridor
Um den zukünftigen Bedarf an grünem Wasserstoff zu decken, wird Österreich nicht alles selbst produzieren können. Importe sind zwingend notwendig. Hier kommt der europäische “SoutH2 Corridor” ins Spiel.
Dieser Pipeline-Korridor soll Nordafrika über Italien und Österreich mit Deutschland verbinden. Er transportiert klimaneutralen Wasserstoff aus sonnenreichen Regionen direkt in die industriellen Zentren Europas. Österreichische Netzbetreiber rüsten 2026 bestehende Gasleitungen um, sodass sie den Wasserstoff sicher und effizient transportieren können.
- Vorteile: Garantiert langfristige und günstige Wasserstoff-Versorgungssicherheit für die Industrie.
- Zusammenarbeit: Ein Paradebeispiel für europäische Energie-Solidarität im Rahmen des REPowerEU-Plans.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Wasserstoff-Pipeline-Infrastruktur |
| Standort | Transnational (inkl. Kärnten/OÖ/NÖ) |
| Fokus | Import aus Nordafrika/Italien |
| Status (2026) | Planung und erste Umrüstungen |
11: Flexibilisierung durch Pumpspeicherkraftwerke
Wasserkraft ist das traditionelle Rückgrat von grüne Energieprojekte in Österreich. Der Fokus liegt 2026 jedoch weniger auf neuen Laufkraftwerken, sondern auf gigantischen “Wasserbatterien” – den Pumpspeicherkraftwerken.
Konzerne wie der VERBUND bauen bestehende Anlagen aus oder errichten neue Kavernen tief im Berg. Wenn im Netz zu viel Wind- oder Solarstrom vorhanden ist, pumpen diese Anlagen Wasser in einen höher gelegenen Stausee. Bei Strommangel rauscht das Wasser wieder hinab und treibt Turbinen an. Diese Flexibilität ist für ein zu 100 % erneuerbares Stromnetz unverzichtbar.
- Vorteile: Bietet die größte und kosteneffizienteste Form der Stromspeicherung.
- Systemrelevanz: Verhindert Blackouts und hält die Netzfrequenz absolut stabil.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Pumpspeicher-Wasserkraft |
| Standort | Alpenraum (Kaprun, Kärnten) |
| Fokus | Kurz- und mittelfristige Energiespeicherung |
| Status (2026) | Massive Investitionsprogramme laufen |
12: Tiefengeothermie in Wien
Auch der Wärmesektor muss dringend dekarbonisiert werden. Wien Energie treibt hier eines der spannendsten europäischen Projekte voran: Die Nutzung von Tiefengeothermie zur Fernwärmeversorgung.
Tief unter der österreichischen Hauptstadt befindet sich ein riesiges Heißwasservorkommen. Über hocheffiziente Bohrungen wird dieses Wasser an die Oberfläche gepumpt, wo ihm die Wärme über Wärmetauscher entzogen und in das städtische Fernwärmenetz eingespeist wird. Das abgekühlte Wasser wird anschließend in einem geschlossenen Kreislauf wieder in die Tiefe gepumpt.
- Vorteile: Liefert grundlastfähige, absolut saubere Wärme mitten im städtischen Ballungsraum.
- Klimaschutz: Ersetzt Tausende dezentrale Gasthermen in Wiener Wohnungen.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Tiefe Geothermie (Wärmegewinnung) |
| Standort | Wien (Aspern / Donaustadt) |
| Fokus | Klimaneutrale Fernwärme |
| Status (2026) | Anlagenbau und Bohrungen |
Oft ist die grünste Energie diejenige, die gar nicht erst neu erzeugt werden muss. Die intelligente Nutzung von industrieller Abwärme ist ein Paradebeispiel für effiziente Sektorenkopplung.
In Schwechat nutzt der benachbarte Flughafen Wien die Abwärme der OMV-Raffinerie. Die Energie, die bei den industriellen Prozessen ohnehin anfällt und früher ungenutzt in die Luft verpuffte, wird nun über direkte Leitungen zur Beheizung von über 150 Flughafengebäuden verwendet. Dieses Projekt zeigt, wie etablierte Industrie und moderne Infrastruktur voneinander profitieren.
- Vorteile: Enorme Steigerung der Gesamtenergieeffizienz des Standorts.
- Einsparung: Vermeidet den Ausstoß von ca. 21.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Industrielle Abwärmenutzung / Fernwärme |
| Standort | Schwechat (Niederösterreich) |
| Partner | Flughafen Wien & OMV |
| Status (2026) | Voll integriert im Regelbetrieb |
14: Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG)
Die Energiewende findet nicht nur bei Großkonzernen statt, sondern auch in den Nachbarschaften. Durch neue rechtliche Rahmenbedingungen boomen Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEGs) in ganz Österreich im Jahr 2026.
Bürger, Gemeinden und lokale Unternehmen schließen sich zusammen, um gemeinsam Strom zu produzieren, zu speichern und zu verbrauchen. Produziert ein Mitglied überschüssigen Strom auf seinem Dach, kann es diesen direkt an den Nachbarn verkaufen, ohne dass der Strom über große Übertragungsnetze fließen muss. Plattformen und Smart-Meter-Rollouts machen diese “Peer-to-Peer”-Märkte möglich.
- Vorteile: Demokratisiert den Energiemarkt und entlastet die überregionalen Stromnetze.
- Wirtschaftlichkeit: Mitglieder profitieren von günstigeren und stabileren Stromtarifen.
| Merkmal | Detailinformation |
| Technologie | Dezentrale PV, Smart Grids, Blockchain |
| Standort | Österreichweit (über 1.500 Gemeinschaften) |
| Fokus | Bürgerbeteiligung & lokaler Stromhandel |
| Status (2026) | Starkes, flächendeckendes Wachstum |
Fazit: Die Zukunft durch grüne Energieprojekte in Österreich
Der Blick auf das Jahr 2026 zeigt deutlich: Die Republik befindet sich mitten in einer historischen Transformation. Die vielfältigen grüne Energieprojekte in Österreich beweisen, dass der Weg zur Klimaneutralität technologisch machbar und wirtschaftlich rentabel ist.
Die Kombination aus massiven Windkraft-Repowerings, innovativen Agri-PV-Anlagen und riesigen Batteriespeichern schafft ein resilientes Stromnetz. Gleichzeitig legen Initiativen wie das Hydrogen Valley Austria den Grundstein für eine saubere, zukunftsfähige Schwerindustrie. Diese Projekte reduzieren nicht nur den CO2-Fußabdruck massiv, sondern garantieren auch Unabhängigkeit von fossilen Importen. Wenn Wirtschaft, Politik und Bürger weiterhin so entschlossen zusammenarbeiten, wird Österreich seine ambitionierten Ziele für 2030 und 2040 ohne Zweifel erreichen.
Haben Sie Fragen dazu, wie Sie selbst Teil einer Energiegemeinschaft werden oder in grüne Infrastruktur investieren können? Lassen Sie es mich wissen – ich helfe Ihnen gerne dabei, die passenden Informationen für Ihre Region zu finden!
