12 Intelligente Städte, IoT & Mobilität in Österreich im Jahr 2026
Österreichs Städte durchlaufen eine beeindruckende digitale Transformation. Die 12 Smart Cities, IoT & Mobility in Österreich in 2026 zeigen, wie Technologie urbanes Leben verbessert. Von intelligenten Verkehrssystemen bis zu vernetzten Energienetzen – österreichische Metropolen setzen weltweit Maßstäbe. Diese Entwicklungen verbessern nicht nur die Lebensqualität, sondern fördern auch Nachhaltigkeit und Effizienz in allen städtischen Bereichen.
Das Smart Cities Network Austria verbindet neun Pionierstädte, die gemeinsam innovative Lösungen entwickeln. Mit Investitionen von fast einer halben Milliarde Euro in den Jahren 2025 und 2026 treibt Österreich die Mobilitätswende aktiv voran. Die Integration von IoT-Sensoren, 5G-Netzen und künstlicher Intelligenz ermöglicht datenbasierte Entscheidungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Warum Smart Cities in Österreich wichtig sind
Österreich positioniert sich als europäischer Vorreiter bei intelligenten Stadtlösungen. Die wachsende Stadtbevölkerung erfordert innovative Ansätze für Mobilität, Energie und Ressourcenmanagement. Smart-City-Technologien reduzieren CO2-Emissionen, verbessern die Luftqualität und steigern die Lebensqualität der Bürger erheblich.
Die österreichische Bundesregierung unterstützt diese Transformation durch gezielte Förderprogramme und Forschungsinitiativen. Das Klimaschutzministerium koordiniert die Vernetzung zwischen Stadtverwaltungen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft. Diese ganzheitliche Herangehensweise ermöglicht es, bewährte Lösungen schnell auf andere Städte zu übertragen.
12 Smart Cities, IoT & Mobility-Lösungen in Österreich 2026
1. Smart Cities Network Austria – Neun vernetzte Zukunftsstädte
Das Smart Cities Network Austria ist die zentrale Vernetzungsplattform für nachhaltige Stadtentwicklung. Gegründet 2016 von Wien, Graz und Salzburg, umfasst das Netzwerk mittlerweile neun Städte: Wien, Graz, Salzburg, Villach, Klagenfurt, Innsbruck, Linz, St. Pölten und Dornbirn. Die Koordination erfolgt durch das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen, das verschiedene stadtspezifische Vernetzungsformate organisiert.
Diese Plattform ermöglicht den Austausch von Wissen und Best Practices zwischen Kommunen. Stadtverwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickeln gemeinsam Lösungen für lokale Herausforderungen. Der Fokus liegt auf integrierter Stadtentwicklung, urbaner Innovation und Klimawandelanpassung.
| Aspekt | Details |
| Gründungsjahr | 2016 |
| Anzahl der Städte | 9 Städte österreichweit |
| Koordination | Salzburger Institut für Raumordnung |
| Schwerpunkte | Stadtentwicklung, Innovation, Klimaanpassung |
| Teilnahme | Freiwillig für qualifizierte Städte |
2. 5G-Infrastruktur für IoT und Smart City Services
Die Modernisierung der 5G-Kernnetze bildet das Rückgrat für Smart-City-Anwendungen in Österreich. Ericsson und Drei Austria haben 2025 eine mehrjährige strategische Partnerschaft zur Modernisierung des Kernnetzwerks gestartet. Die cloud-native Dual-Mode-5G-Core-Lösung ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb von 4G und 5G auf einer einheitlichen Plattform.
Die aufgerüstete Infrastruktur führt zu größerer Automatisierung und KI-gesteuerten Operationen. Dies verbessert Effizienz, Skalierbarkeit und Markteinführungszeit für neue Dienste erheblich. Das modernisierte Netzwerk unterstützt Anwendungsfälle in Fertigung, Gesundheitswesen, Logistik und Smart Cities.
| Merkmal | Beschreibung |
| Technologie | Cloud-native 5G Core |
| Netzwerkmodus | Dual-Mode (4G + 5G) |
| KI-Integration | Automatisierte Operationen |
| Anwendungen | Gesundheit, Logistik, Smart Cities |
| Zielsetzung | Sichere, effiziente Konnektivität |
3. eMove Austria – UN-Projekt für nachhaltige Mobilität
eMove Austria wurde im Januar 2026 als Projekt der UN-Dekade für nachhaltigen Transport ausgezeichnet. Mobilitätsminister Peter Hanke betont die internationale Vorbildwirkung dieses integrierten Gesamtprogramms. Statt Einzelmaßnahmen bündelt eMove Austria Ladeinfrastruktur, Fahrzeuge, Forschung, Marktanreize und regulatorische Rahmenbedingungen unter einer gemeinsamen Dachmarke.
Für die Jahre 2025 und 2026 stellt Österreich fast eine halbe Milliarde Euro für die Kofinanzierung von E-Bussen, Nutzfahrzeugen, Elektromotorrädern und Ladeinfrastruktur bereit. Förderberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, NGOs sowie Gemeinden und Regionen. Durch strategische Standortplanung und enge Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren wird eine nachhaltige Umsetzung gewährleistet.
| Element | Information |
| UN-Auszeichnung | Januar 2026 |
| Budget 2025-2026 | Fast 500 Millionen Euro |
| Förderempfänger | Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden |
| Schwerpunkt | Ladeinfrastruktur-Ausbau |
| Ansatz | Integriertes Gesamtprogramm |
4. Smart City Wien – Aspern und intelligente Energiesysteme
Smart City Wien ist eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Die Aspern-Initiative nutzt ein Smart Grid, intelligente Zähler und eine Datenanalyse-Umgebung. Das Projekt ist gleichzeitig Bau- und Forschungsvorhaben mit dem Ziel, “radikale Ressourcenschonung” zu erreichen.
Kernbeteiligte sind neben der Stadt Wien die Versorgungsunternehmen Wien Energie und Wiener Netze sowie Siemens. Siemens konzentriert sich auf Energiemanagement und fortschrittliche Gebäudetechnologie, einschließlich prädiktiver Optimierung und Energieprognose-Algorithmen. Bis 2030 sollen in der dritten Phase etwa 20.000 Menschen in Aspern leben.
| Aspekt | Details |
| Projektname | Smart City Wien – Aspern |
| Technologie | Smart Grid, Smart Meters |
| Hauptpartner | Wien Energie, Siemens, Wiener Netze |
| Zielbevölkerung | 20.000 Menschen bis 2030 |
| Fokus | Ressourcenschonung, Energieeffizienz |
5. Autonome Busse in Kärnten und Wien
Österreich testet aktiv autonome Buslinien für die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs. Das AIT Austrian Institute of Technology leitet ein wegweisendes Projekt in Kärnten unter dem Namen SURAAA (Smart Urban Region Austria Alps Adriatic). Diese Initiative erforscht den Einsatz autonomer Fahrzeuge in ländlichen und städtischen Gebieten.
In Wien läuft das Forschungsprojekt auto.Bus – Seestadt, das vom Bundesministerium für Klimaschutz gefördert wird. Der AUTONOM SHUTTLE von NAVYA ist ein vollelektrischer Minibus mit Platz für bis zu 10 Passagiere. Das Ziel ist die nachhaltige Steigerung der Effizienz und Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge im Realbetrieb.
| Projekt | Standort | Besonderheiten |
| SURAAA | Kärnten | Regionale autonome Mobilität |
| auto.Bus – Seestadt | Wien | Urbane Testlinie mit Fahrplan |
| Fahrzeugtyp | NAVYA AUTONOM SHUTTLE | 10 Passagiere, elektrisch |
| Geschwindigkeit | Bis 20 km/h | Sicherheitsoperator an Bord |
6. LoRaWAN IoT-Netzwerk in Wien
Wien Energie implementiert in Partnerschaft mit Actility ein stadtweites LoRaWAN-Netzwerk. Diese Initiative entspricht Wiens Digitalstrategie, die Stadt als “die lebenswerteste und intelligenteste der Welt” zu positionieren. Das Netzwerk ermöglicht kostengünstige, energieeffiziente IoT-Anwendungen über große Distanzen.
Wiener Netze, eine Schwestergesellschaft von Wien Energie, baut das Außennetzwerk auf, während Wien Energie sich auf Indoor-Lösungen konzentriert. Anwendungsfälle umfassen intelligente Ressourcennutzung und nachhaltiges urbanes Leben. Ein Referenzprojekt ist “Cool Streets”, das 2022 zur Bekämpfung von Hitzewellen implementiert wurde.

| Element | Information |
| Technologie | LoRaWAN IoT-Netzwerk |
| Partner | Wien Energie, Actility |
| Netzaufbau | Outdoor (Wiener Netze), Indoor (Wien Energie) |
| Anwendungen | Ressourcenmanagement, Klimaschutz |
| Beispiel | Cool Streets Hitzewellen-Monitoring |
7. Elektrische Busflotten für emissionsfreie Städte
Österreich investiert massiv in die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs. Das Förderprogramm “Emissionsfreie Busse und Infrastruktur” (EBIN) des Klimaschutzministeriums unterstützt Unternehmen bei der Umstellung auf emissionsfreie Busse. Das Ziel ist, bis 2026 insgesamt 682 E-Busse in Betrieb zu haben – eine Vervierfachung gegenüber 2022.
Geförderte Projekte umfassen 70 Elektrobusse für Wien und 16 doppelgelenkige Oberleitungsbusse für Linz. Aktuell sind 184 rein elektrische Busse in ganz Österreich registriert. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler betont die Bedeutung lokaler emissionsfreier Mobilität vom Zillertal bis zum Mürztal.
| Indikator | Wert |
| E-Busse 2022 | 184 Stück |
| Ziel 2026 | 682 Stück |
| Wien Beschaffung | 70 Elektrobusse |
| Linz Beschaffung | 16 Oberleitungsbusse |
| Förderprogramm | EBIN |
8. Digital Twin-Technologie für Stadtplanung
Lower Austria entwickelt wegweisende Digital-Twin-Lösungen für Smart Cities. Das Projekt SCiNDTiLA (Smart Cities aNd Digital Twins in Lower Austria) erweitert den Stand der Forschung in mehreren Disziplinen. Digital Twins ermöglichen virtuelle Tests von Mobilitätsstrategien vor der realen Implementierung.
Diese Technologie nutzt Komplexitätstheorie und computergestützte Sozialwissenschaften zur Entwicklung eines digitalen-Zwilling-basierten Smart-City-Modells. ÖBB nutzt Digital Twins für Fahrzeugwartung, um ungeplante Zugausfälle zu vermeiden und die Verfügbarkeit zu erhöhen. Die Systeme kombinieren IoT-Daten von Sensoren mit Wetterdaten und Points of Interest für Echtzeit-Analysen.
| Aspekt | Beschreibung |
| Projekt | SCiNDTiLA |
| Region | Niederösterreich |
| Anwendung ÖBB | Fahrzeugwartung, Energieeffizienz |
| Technologie | IoT, Maschinelles Lernen, KI |
| Nutzen | Vorausschauende Planung, Ressourcenallokation |
9. Smart Parking und intelligente Verkehrssteuerung
Österreichische Städte implementieren intelligente Parkraumbewirtschaftungssysteme. Designa bietet Smart-Parking- und Ladesäulenlösungen für integrierte Mobilität. Diese Systeme nutzen verteilte Sensordaten für Echtzeit-Überwachung und Nachfrageprognosen.
Smart-Traffic-Lights und intelligente Verkehrssignale optimieren den Verkehrsfluss in Echtzeit. Wien und Graz nutzen IoT-Lösungen zur Verbesserung von Stadtplanung, Verkehrsmanagement und Energieeffizienz. Skidata bietet integrierte Zugangskontrollsysteme für städtische Infrastrukturen.
| Lösung | Anbieter/Stadt | Funktion |
| Smart Parking | Designa | Parkplatzmanagement und Laden |
| Verkehrssteuerung | Wien, Graz | IoT-basierte Optimierung |
| Zugangskontrolle | Skidata | Integrierte Access-Systeme |
| Sensortechnologie | Verschiedene | Echtzeit-Datenerfassung |
10. E-Government und digitale Verwaltungsdienste
Österreich treibt die Digitalisierung der Verwaltung mit der Plattform oesterreich.gv.at voran. Die Strategie zielt darauf ab, standardisierte, vernetzte und koordinierte Verfahren für digitale Behördendienste zu etablieren. Über 80 Vertreter von Bund, Ländern, Gemeinden und Kommunen haben gemeinsam diese E-Government-Strategie entwickelt.
Bürger und Unternehmen können bereits heute Verwaltungsdienstleistungen online über Serviceportale, die App “Digitales Amt” und das Unternehmensserviceportal nutzen. Die Plattform bietet moderne Authentifizierungslösungen wie FaceID und TouchID sowie verbesserte Benutzeroberflächen für Smartphones. ID Austria erweitert die digitale Identitätsverwaltung kontinuierlich.
| Element | Details |
| Hauptplattform | oesterreich.gv.at |
| Mobile App | Digitales Amt |
| Authentifizierung | FaceID, TouchID, ID Austria |
| Beteiligte | Bund, Länder, Gemeinden |
| Fokus | Digitale Souveränität, Sicherheit |
11. Smart Lighting und sensorbasierte Straßenbeleuchtung
Innovative Beleuchtungslösungen reduzieren Energieverbrauch und verbessern Sicherheit. Lixtec bietet sensorgesteuerte Straßenbeleuchtung, die sich an Umgebungsbedingungen anpasst. Tridonic entwickelt intelligente Beleuchtungssysteme für städtische Infrastrukturen.
Smart Street Lighting ist eine der IoT-Anwendungen, die in Wien und Graz erforscht werden. Kapsch Smart Energy integriert Smart Lighting in umfassende Energiemanagement-Lösungen. Diese Systeme können an zentrale Meter-Management-Software angebunden werden und ermöglichen Energiekontrolle und Gebäudeautomation.
| Aspekt | Beschreibung |
| Anbieter | Lixtec, Tridonic |
| Technologie | Sensorbasierte Steuerung |
| Städte | Wien, Graz |
| Integration | Energiemanagement-Systeme |
| Vorteile | Energieeffizienz, adaptive Beleuchtung |
12. IoT-Hardware und Softwarelösungen aus Österreich
Österreichische Unternehmen entwickeln führende IoT-Lösungen für Smart Cities. NET-Automation GmbH ist ein Spezialist für IoT-Lösungen in den Bereichen Mobilität, Transport und kritische Infrastrukturen. Mit der NETBEE-Technologie ist das Unternehmen international führend in IoT-Hardware und -Software.
Ein neuer High-Tech-Produktionsstandort in Österreich entsteht mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Millionen Euro. Dieser soll die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen NETBEE-Produkten decken. Österreichische IoT-Unternehmen bedienen Anwendungsfälle in industrieller Automatisierung und nachhaltiger Produktion.
| Unternehmen | Spezialisierung |
| NET-Automation GmbH | IoT-Lösungen für Mobilität und Transport |
| Technologie | NETBEE Hardware und Software |
| Investition | 3,5 Millionen Euro Produktionsstandort |
| Fokus | Kritische Infrastrukturen |
| Reichweite | International führend |
Technologische Säulen der 12 Smart Cities, IoT & Mobility in Österreich in 2026
Die Implementierung der 12 Smart Cities, IoT & Mobility in Österreich in 2026 basiert auf mehreren technologischen Säulen. 5G-Netze bilden die Grundlage für Echtzeit-Datenkommunikation zwischen IoT-Geräten. LoRaWAN-Netzwerke ergänzen diese Infrastruktur für energieeffiziente Langstreckenkommunikation.
Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen ermöglichen prädiktive Analysen für Verkehr, Energie und Ressourcenmanagement. Digital Twins schaffen virtuelle Abbilder städtischer Systeme für Simulationen und Optimierungen. Cloud-native Plattformen gewährleisten Skalierbarkeit und Flexibilität.
Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Die Transformation zu Smart Cities erfordert erhebliche Investitionen in Infrastruktur und Know-how. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, Stakeholder vom langfristigen Nutzen der Investitionen in Monitoring-Infrastruktur zu überzeugen. Datenschutz, IT-Sicherheit und Systemverfügbarkeit müssen höchste Priorität haben.
Die schnell wachsende Stadtbevölkerung erfordert kontinuierliche Skalierung der Smart-City-Lösungen. Wien wächst so schnell, dass ein Projekt wie Aspern jedes Jahr benötigt würde, um die wachsende Bevölkerung unterzubringen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltungen, Forschung und Wirtschaft im Smart Cities Network Austria bietet jedoch eine solide Grundlage für die Bewältigung dieser Herausforderungen.
Fazit
Die 12 Smart Cities, IoT & Mobility in Österreich in 2026 demonstrieren eindrucksvoll die erfolgreiche Integration modernster Technologien in urbane Ökosysteme. Von intelligenten Energienetzen über autonome Fahrzeuge bis hin zu umfassenden E-Government-Lösungen – österreichische Städte setzen internationale Standards für nachhaltige Stadtentwicklung. Das Smart Cities Network Austria fördert den kontinuierlichen Wissensaustausch und die Skalierung bewährter Lösungen.
Mit fast einer halben Milliarde Euro Investitionen in E-Mobilität und der UN-Anerkennung für eMove Austria beweist Österreich seinen Führungsanspruch in der Mobilitätswende. Die Kombination aus 5G-Infrastruktur, IoT-Sensoren, KI-gesteuerten Systemen und Digital-Twin-Technologie schafft die Grundlage für lebenswerte, effiziente und nachhaltige Städte der Zukunft. Diese ganzheitliche Strategie macht Österreich zum Vorbild für Smart-City-Entwicklung weltweit.
