16 Kreislaufwirtschaft und fortschrittliches Recycling in Österreich im Jahr 2026
Österreich positioniert sich 2026 als führende Nation in der Kreislaufwirtschaft und entwickelt wegweisende Recyclingtechnologien. Mit über 130 Millionen Euro Förderung aus dem EU-Aufbauplan bis 2026 und einem dichten Netzwerk von mehr als 25 Praxislaboren treibt das Land die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft aktiv voran. Die österreichische Kreislaufwirtschafts-Strategie zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch drastisch zu senken und die Zirkularitätsrate bis 2030 auf 18 Prozent zu steigern.
Warum Kreislaufwirtschaft in Österreich jetzt entscheidend ist
Die Kreislaufwirtschaft ist keine Option mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Österreich verzeichnet bereits eine Recyclingquote von 62,2 Prozent bei kommunalen Abfällen und liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt. Die österreichische Bundesregierung verfolgt das ambitionierte Ziel, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen – ein Ziel, das nur durch konsequente Kreislaufwirtschaft erreichbar ist.
Die Europäische Kommission plant mit dem Circular Economy Act (CEA) ein neues Gesetz, das ab 2026 die Kreislaufwirtschaft in Europa stärken soll. Österreich nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und zeigt, wie Innovation und Nachhaltigkeit wirtschaftlichen Erfolg generieren können. Mit mehr als 300 Unternehmen allein im Green Tech Valley entwickelt das Land zukunftsweisende Lösungen für globale Ressourcenprobleme.
16 Kreislaufwirtschaft & fortgeschrittenes Recycling in Österreich in 2026
1. Green Tech Valley: Europas führendes Kreislaufwirtschafts-Cluster
Das Green Tech Valley in der Steiermark und Kärnten vereint über 300 Unternehmen, mehr als 20 weltweit führende Technologiekonzerne und über 60 Startups. Dieses einzigartige Ökosystem ermöglicht es Unternehmen weltweit, ihre Materialkreisläufe schrittweise zu schließen. Mit 14 der 18 österreichischen COMET-Kompetenzzentren für Spitzenforschung ist die Region das Herzstück der österreichischen Kreislaufwirtschaft.
Die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Kompetenzzentren und Industrie ermöglicht praktische Tests im industriellen Maßstab. Unternehmen können hier mit ihren vorhandenen Abfällen experimentieren und neue Rohstoffe gewinnen.
| Merkmal | Details |
| Anzahl Unternehmen | 300+ |
| Global Leaders | 20+ Technologieführer |
| COMET-Zentren | 14 von 18 österreichischen |
| Forschungsbereiche | Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien |
2. Circularity Labs Austria: 25+ Praxislabore für Materialkreisläufe
Österreich verfügt über eine in Europa einzigartig hohe Dichte an Praxislaboren für die Kreislaufwirtschaft. Die Karte “Circularity Labs Austria” zeigt mehr als 25 praktische Forschungslabore entlang acht Materialströmen. Diese Labore werden größtenteils von Unternehmen betrieben und fördern geschlossene Materialkreisläufe.
Zu den Einrichtungen gehören Linetechnology für Metalle, V-trion in Vorarlberg für Textilien, Redwave für Kunststoffe und BEST-Research für Holz. Nationale und internationale Kunden können auf diese Labore zugreifen und vom kombinierten Know-how profitieren.
| Labor-Typ | Materialstrom | Standort |
| Linetechnology | Metalle | Österreichweit |
| V-trion | Textilien | Vorarlberg |
| Redwave | Kunststoffe | Verschiedene Standorte |
| BEST-Research | Holz | Forschungszentren |
3. Österreichische Kreislaufwirtschafts-Strategie mit klaren Zielen bis 2030
Die nationale Kreislaufwirtschafts-Strategie wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickelt. Sie verfolgt messbare Ziele: Der inländische Materialverbrauch soll bis 2030 auf maximal 14 Tonnen pro Kopf und Jahr sinken. Die Ressourcenproduktivität soll um 50 Prozent steigen, während die Zirkularitätsrate 18 Prozent erreichen soll.
Der Material-Fußabdruck soll bis 2050 auf maximal 7 Tonnen pro Kopf und Jahr reduziert werden. Diese ambitionierten Ziele erfordern eine radikale Neuausrichtung im Umgang mit Ressourcen und eine umfassende Transformation von Produktion, Vertrieb und Konsum.
| Ziel | Zielwert | Jahr |
| Materialverbrauch (DMC) | Max. 14 Tonnen/Kopf/Jahr | 2030 |
| Zirkularitätsrate | 18% | 2030 |
| Ressourcenproduktivität | +50% | 2030 |
| Material-Fußabdruck | Max. 7 Tonnen/Kopf/Jahr | 2050 |
4. 130 Millionen Euro Förderung aus dem EU-Aufbauplan
Bis 2026 stehen insgesamt 130 Millionen Euro aus dem EU-Aufbau- und Resilienzplan für Kreislaufwirtschaftsprojekte zur Verfügung. Zusätzlich werden 74 Millionen Euro aus nationalen Mitteln bereitgestellt, um die Förderung fortzusetzen. Bisher sind 36,5 Millionen Euro für drei Ausschreibungen der RTI-Initiative (Forschung, Technologie und Innovation) verfügbar.
Diese massiven Investitionen ermöglichen es österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, in innovative Recyclingtechnologien zu investieren. Die Förderung unterstützt Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Forschung bis zur Markteinführung.
| Fördertopf | Betrag | Quelle |
| EU-Aufbauplan (bis 2026) | 130 Mio. € | EU Recovery Plan |
| Nationale Mittel | 74 Mio. € | Österreichisches Budget |
| RTI-Initiative | 36,5 Mio. € | Forschungsförderung |
5. Borcycle M: Fortgeschrittene mechanische Recyclinganlage in Schwechat
Borealis entwickelt in Schwechat eine kommerzielle Recyclinganlage im industriellen Maßstab, die auf der eigenen Borcycle™ M-Technologie basiert. Die Anlage wird polyolefinbasierte Post-Consumer-Abfälle in hochleistungsfähige Polymere für anspruchsvolle Anwendungen umwandeln. Mit einer Jahreskapazität von über 60.000 Tonnen fortgeschritten mechanisch recycelter Polyolefin-Lösungen wird die Verfügbarkeit hochwertiger Recyclingprodukte erheblich steigen.
Die Entscheidung basiert auf positivem Marktfeedback zu recycelten Polyolefinen aus einer Demonstrationsanlage in Lahnstein, Deutschland. Diese Technologie stellt einen weiteren konkreten Schritt auf Boreal’ Weg zur Klimaneutralität dar.
| Aspekt | Details |
| Standort | Schwechat, Österreich |
| Technologie | Borcycle™ M |
| Kapazität | 60.000+ Tonnen/Jahr |
| Produkt | Hochleistungspolymere |
6. Andritz Recycling Technology Centre: Industrielle Rohstoffrückgewinnung
Andritz, der internationale Technologiekonzern mit Sitz in Graz, bietet Recyclinglösungen für vielfältige Abfallströme. Im Andritz Recycling Technology Centre werden modernste Industriemaschinen eingesetzt, um die manuelle und mechanische Aufbereitung verschiedenster Rohstoffe zu verbessern. Das Unternehmen entwickelt gemeinsam mit dem amerikanischen Start-up Circ die erste großtechnische Recyclinganlage zur Rückgewinnung von Baumwolle und Polyester aus gemischten Textilabfällen.
Die geplante Anlage soll täglich 200 Tonnen Textilabfälle verarbeiten. Dies markiert einen Durchbruch im Textilrecycling, einem Bereich, der bisher besondere Herausforderungen aufweist.
| Merkmal | Information |
| Unternehmen | Andritz (Graz) |
| Partner | Circ (USA) |
| Verarbeitungskapazität | 200 Tonnen/Tag |
| Material | Textilabfälle (Baumwolle, Polyester) |
7. Sieben Transformationsprioritäten der Kreislaufwirtschafts-Strategie
Basierend auf dem EU-Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft wurden sieben Transformationsprioritäten definiert. Diese umfassen Bauwirtschaft und Gebäudeinfrastruktur, Mobilität, Kunststoffe und Verpackungen, Textilindustrie, Elektro- und Elektronikgeräte sowie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Biomasse sowie Abfall und Sekundärressourcen.
Jeder Bereich erhält spezifische Maßnahmen und Aktivitäten, um die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Die interdisziplinäre und sektorübergreifende Herangehensweise adressiert Bund, Länder und Gemeinden sowie Unternehmen und Bürger gleichermaßen.
| Priorität | Fokusbereich |
| 1 | Bauwirtschaft & Gebäudeinfrastruktur |
| 2 | Mobilität |
| 3 | Kunststoffe & Verpackungen |
| 4 | Textilindustrie |
| 5 | Elektro- & Elektronikgeräte, IKT |
| 6 | Biomasse |
| 7 | Abfall & Sekundärressourcen |
8. Recyclingquote von 62,2% bei kommunalen Abfällen
Österreich erreichte bereits 2020 eine Recyclingquote von 62,2 Prozent bei kommunalen Abfällen und liegt damit deutlich über dem EU-Ziel von 55 Prozent für 2025. Die EU-Kommission bezeichnete Österreich kürzlich in einem “Frühwarnbericht” als Recycling-Musterland. Zusammen mit Belgien, Dänemark, Deutschland, Italien, Luxemburg, Slowenien, den Niederlanden und Tschechien gehört Österreich zu den Staaten, die “auf Kurs sind, die Ziele für 2025 zu erreichen”.
Die Deponierungsquote liegt mit 1,8 Prozent bereits weit unter dem EU-Ziel für 2035, die Menge an deponiertem Abfall auf 10 Prozent der Gesamtmenge zu reduzieren. Die Verbrennungsrate von 35,7 Prozent liegt allerdings über dem EU-Durchschnitt von 27 Prozent.
| Kennzahl | Österreich (2020) | EU-Ziel |
| Recyclingquote kommunale Abfälle | 62,2% | 55% (2025) |
| Deponierungsquote | 1,8% | <10% (2035) |
| Verbrennungsquote | 35,7% | 27% (Durchschnitt) |
9. Circular Economy Act (CEA): Neues EU-Gesetz ab 2026
Die Europäische Kommission plant mit dem Circular Economy Act (CEA) ein neues Gesetz, das ab 2026 die Kreislaufwirtschaft in Europa stärken soll. Ziel ist es, die Nutzung von Rohstoffen effizienter zu gestalten, die Wiederverwendung von Materialien zu fördern und den Binnenmarkt für Sekundärmaterialien auszubauen. Der Entwurf ist Teil der europäischen Strategie für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Industrie.
Der CEA ist ein wichtiger Bestandteil des Clean Industrial Deal, der den Übergang zu einer ressourcenschonenderen Wirtschaftsweise unterstützen soll. Er soll einen einheitlichen Markt für recycelte Materialien schaffen und die Nutzung von Sekundärrohstoffen stärken.
| Aspekt | Details |
| Gesetz | Circular Economy Act (CEA) |
| Inkrafttreten | Ab 2026 |
| Ziel | Effizienzsteigerung, Wiederverwendung |
| Teil von | Clean Industrial Deal |
10. Sekundärrohstoffrate: Herausforderung bei 11,8 Prozent
Trotz Fortschritten zeigt die aktuelle Entwicklung weiteren Handlungsbedarf. Im Jahr 2023 wurden in der EU etwa 48 Prozent der Siedlungsabfälle recycelt oder kompostiert. Die sogenannte Sekundärrohstoffrate, also der Anteil recycelter Materialien in neuen Produkten, liegt jedoch bei lediglich 11,8 Prozent. Besonders große Abfallmengen entstehen in Bereichen wie Bauwirtschaft und Bergbau, die bisher nur teilweise in europäische Regelungen einbezogen sind.
Österreichs Ziel, die Zirkularitätsrate bis 2030 auf 18 Prozent zu steigern, ist daher besonders ambitioniert. Dies erfordert verstärkte Anstrengungen in der Produktgestaltung, Sammlung und Aufbereitung von Sekundärmaterialien.
| Kennzahl | Aktueller Wert (EU) | Österreich-Ziel 2030 |
| Recycling/Kompostierung | 48% | – |
| Sekundärrohstoffrate | 11,8% | 18% |
11. HANSA-FLEX: Gummirecycling durch Open Innovation
HANSA-FLEX Österreich spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung nachhaltiger Gummirecycling-Lösungen. Beim Rubber Recycling – Open Innovation Workshop im September 2025 bei Business Upper Austria arbeiteten Industrie und Forschung unter dem Dach des NEFI+ Innovationslabors zusammen. Ziel war es, den gesamten Lebenszyklus von Hydraulikschläuchen – von der Produktion bis zum Recycling – ganzheitlich zu betrachten.
In Gruppensitzungen wurden Geschäftsmodelle und Wertangebote entwickelt, die ökologische und ökonomische Vorteile verbinden, beispielsweise durch Design for Recycling, Materialrückgewinnung und Ressourceneffizienz. Zentrale Zukunftsthemen sind die Weiterentwicklung von Recyclingtechnologien, Sicherstellung der Materialreinheit und wirtschaftlich tragfähige Materialtrennung.
| Aspekt | Details |
| Unternehmen | HANSA-FLEX Österreich |
| Partner | Business Upper Austria, NEFI+ |
| Fokus | Hydraulikschlauch-Recycling |
| Ansatz | Open Innovation, Design for Recycling |
12. Kunststoffverpackungen: Herausforderung mit Verdoppelungsbedarf
Bei Kunststoffverpackungen hat Österreich echten Nachholbedarf: Im Jahr 2020 wurden nur 25,3 Prozent recycelt. Um das EU-Ziel von 50 Prozent für 2025 zu erreichen, müsste die Quote nahezu verdoppelt werden. Dies stellt eine der größten Herausforderungen der österreichischen Kreislaufwirtschaft dar.
Lösungsansätze umfassen verbesserte Sammelsysteme, fortgeschrittene Sortiertechnologien und chemisches Recycling. Unternehmen wie Borealis mit ihrer Borcycle™ M-Technologie tragen dazu bei, die Recyclingquote zu steigern. Die Entwicklung von Design-for-Recycling-Prinzipien ist ebenfalls entscheidend.
| Jahr | Recyclingquote | EU-Ziel | Gap |
| 2020 | 25,3% | – | – |
| 2025 | Zu verdoppeln | 50% | 24,7% |
13. Montanuniversität Leoben: Europas führende Recycling-Universität
Die Montanuniversität Leoben ist eine der führenden “Recycling-Universitäten” Europas. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft in Österreich. Zusammen mit dem Bundesministerium für Klimaschutz und dem Green Tech Valley hat die Universität die Karte “Circularity Labs Austria” entwickelt.
Die Universität bildet Fachkräfte für die Kreislaufwirtschaft aus und betreibt angewandte Forschung in Bereichen wie Metallrecycling, Kunststoffaufbereitung und Ressourcenmanagement. Die enge Zusammenarbeit mit der Industrie ermöglicht praxisnahe Forschung und schnellen Technologietransfer.
| Aspekt | Details |
| Institution | Montanuniversität Leoben |
| Status | Führende Recycling-Universität Europas |
| Kooperationen | BMK, Green Tech Valley, Industrie |
| Forschungsschwerpunkte | Metallrecycling, Kunststoffe, Ressourcen |
14. Abfallaufkommen: 803 Kilogramm pro Kopf als Chance
Im Jahr 2022 verzeichnete Österreich ein Abfallaufkommen von 803 Kilogramm pro Kopf, was deutlich über dem EU-27-Durchschnitt von 513 Kilogramm liegt. Diese Diskrepanz hebt sowohl die Herausforderungen als auch die Verantwortung des Landes im Umgang mit kommunalem Abfall hervor. Gleichzeitig bietet das hohe Abfallaufkommen enorme Potenziale für Recycling und Ressourcenrückgewinnung.
Die hohe Recyclingquote von 62,2 Prozent zeigt, dass Österreich diese Abfallmengen bereits effizient verwertet. Mit fortgeschrittenen Recyclingtechnologien können noch mehr Wertstoffe zurückgewonnen und Deponierung sowie Verbrennung weiter reduziert werden.
| Kennzahl | Österreich (2022) | EU-27 Durchschnitt |
| Abfallaufkommen pro Kopf | 803 kg | 513 kg |
| Recyclingquote | 62,2% | ~48% |
15. Verpackungsabfall: 63,7 Prozent Recyclingquote nahe am Ziel
Bei Verpackungsabfällen erreichte Österreich 2020 eine Recyclingquote von 63,7 Prozent und liegt damit nahe am EU-Ziel von 65 Prozent für 2025. Zusätzlich gibt es materialspezifische Ziele für das Recycling von Verpackungsabfällen: 75 Prozent für Papier und Karton, 70 Prozent für Glas, 70 Prozent für Verpackungen aus Eisenmetallen, 50 Prozent für Aluminium, 50 Prozent für Kunststoff und 25 Prozent für Holz.
In den meisten Kategorien ist Österreich gut positioniert oder hat die Ziele bereits erreicht. Die größte Herausforderung bleibt das Kunststoffrecycling, während bei anderen Materialien wie Metallen und Glas Österreich Spitzenleistungen erzielt.
| Material | EU-Ziel 2025 | Österreich 2020 |
| Gesamt | 65% | 63,7% |
| Papier/Karton | 75% | Ziel erreicht |
| Glas | 70% | Ziel erreicht |
| Kunststoff | 50% | 25,3% |
16. Circular Economy Forum Austria: Netzwerk für Gemeinden
Das Circular Economy Forum Austria unterstützt Gemeinden österreichweit bei der Umsetzung von Kreislaufwirtschaftsprojekten. Im Oktober 2025 startete das vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) geförderte Projekt “Team Kreislaufwirtschaft”. Es bietet Gemeinden fachliche Beratung, Best-Practice-Beispiele und Vernetzungsmöglichkeiten.
Die Initiative erkennt an, dass Gemeinden eine Schlüsselrolle bei der Transformation zur Kreislaufwirtschaft spielen. Sie sind verantwortlich für kommunale Abfallwirtschaft, öffentliche Beschaffung und können als Multiplikatoren für nachhaltige Praktiken fungieren.
| Aspekt | Details |
| Organisation | Circular Economy Forum Austria |
| Projekt | Team Kreislaufwirtschaft |
| Start | Oktober 2025 |
| Förderer | BMLUK |
| Zielgruppe | Österreichische Gemeinden |
Die R-Prinzipien der österreichischen Kreislaufwirtschaft
Die österreichische Kreislaufwirtschafts-Strategie basiert auf den Kreislaufwirtschaftsprinzipien, den sogenannten R-Prinzipien. Diese umfassen Refuse (Ablehnen), Rethink (Überdenken), Reduce (Reduzieren), Reuse (Wiederverwenden), Repair (Reparieren), Refurbish (Aufarbeiten), Remanufacture (Wiederaufbereiten), Repurpose (Umnutzen), Recycle (Recyceln) und Recover (Zurückgewinnen). Die Hierarchie dieser Prinzipien priorisiert Vermeidung und Wiederverwendung vor Recycling.
Diese Prinzipien erfordern einen radikal anderen Ansatz im Umgang mit Ressourcen und durchdringen alle Bereiche – von Produktdesign über Geschäftsmodelle bis hin zu Konsumverhalten. Die Transformation der linearen Wirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft ist der einzige Weg, um die ökologischen und ökonomischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen.
Fazit
Die 16 Kreislaufwirtschaft & fortgeschrittenes Recycling in Österreich in 2026 zeigen ein Land im Wandel. Mit massiven Investitionen von über 200 Millionen Euro, einem dichten Netzwerk aus 25+ Praxislaboren und führenden Unternehmen wie Borealis und Andritz positioniert sich Österreich als europäischer Vorreiter. Die ambitionierten Ziele – 18 Prozent Zirkularitätsrate bis 2030 und Klimaneutralität bis 2040 – erfordern konsequentes Handeln in allen Wirtschaftsbereichen.
Herausforderungen bleiben, insbesondere beim Kunststoffrecycling, wo die Quote verdoppelt werden muss. Doch die Kombination aus klarer Strategie, technologischer Innovation und gesellschaftlichem Engagement macht Österreich zu einem Modell für die Transformation zur Kreislaufwirtschaft. Die Entwicklungen in den kommenden Jahren werden zeigen, ob die 16 Kreislaufwirtschaft & fortgeschrittenes Recycling in Österreich in 2026 ihr volles Potenzial entfalten können.
