10 Intelligente Städte, IoT & Mobilität in der Schweiz im Jahr 2026
Die Schweiz etabliert sich 2026 als globaler Vorreiter bei Smart City-Technologien, IoT-Integration und nachhaltiger urbaner Mobilität. Mit drei Städten in den globalen Top 10 des IMD Smart City Index – Zürich auf Platz 1, Genf auf Platz 3 und Lausanne auf Platz 10 – demonstriert das Land seine führende Rolle bei der digitalen Transformation städtischer Räume.
Intelligente Verkehrsnetze, vernetzte IoT-Sensoren und KI-gestützte Verwaltungssysteme prägen die urbane Landschaft und verbessern nachhaltig die Lebensqualität der Bewohner. Diese 10 Smart Cities, IoT & Mobility in der Schweiz in 2026 zeigen innovative Ansätze für zukunftsfähige Stadtentwicklung.
Key Takeaways
- Die Schweiz führt weltweit mit Zürich, Genf und Lausanne in den Top 10 des Smart City Index 2025
- LoRaWAN-Netzwerke sind in acht Schweizer Städten aktiv und ermöglichen IoT-Anwendungen für Parkraum-Management, Luftqualität und Energieoptimierung
- 5G+-Abdeckung erreicht über 83% der Schweizer Bevölkerung mit dem Ziel von 90% bis 2026
- Autonome Fahrzeuge werden ab Frühjahr 2025 im Furttal-Region des Kantons Zürich im öffentlichen Verkehr eingesetzt
- Smart City Hub Switzerland fördert Zusammenarbeit zwischen Städten, Universitäten und Unternehmen mit über 60 laufenden Projekten
- Digitale Zwillinge und KI-Analytik optimieren Stadtplanung, Verkehrsfluss und öffentliche Sicherheit
Zürich – Der unangef ochtene Smart City-Champion
Zürich belegt 2026 zum sechsten Mal in Folge den ersten Platz im IMD Smart City Index und setzt globale Maßstäbe für intelligente Stadtentwicklung. Die Stadt nutzt erweiterte Realität (AR) und digitale Zwillinge für Bauprojekte, wobei Faktoren wie Lärmbelastung und Hochwasserrisiken präzise simuliert werden. Ein intelligentes 3D-Straßenkarten-System optimiert die Infrastrukturwartung, während KI-gestützte Sicherheitsanalysen Kriminalitätsmuster auswerten und Hochrisikobereiche vorhersagen. Das ewz-Stromnetz betreibt ein umfangreiches LoRa-Netzwerk als Basis für IoT-Technologien, das Luftqualität, Wasserstände und Smart Parking-Lösungen überwacht. Die neue Stadterweiterung „Green City” im Süden Zürichs nutzt erneuerbare Energien durch Grundwasserbrunnen und Geothermiesonden für Heizung und Kühlung des gesamten Quartiers.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| Stadtplanung | Digitale Zwillinge & AR | Präzise Simulation von Bauprojekten |
| Sicherheit | KI-Kriminalitätsanalyse | Proaktive Strafverfolgung |
| IoT-Netzwerk | LoRaWAN von ewz | Luftqualität, Smart Parking, Wassermonitoring |
| Energie | Green City-Projekt | 100% erneuerbare Energie |
| Verkehr | 3D-Straßenkarten | Optimierte Infrastrukturwartung |
Genf – Vernetzte Stadt mit Smart Canton-Vision
Genf rangiert 2026 auf Platz 3 des globalen Smart City Index und erhielt AAA-Bewertungen in allen Schlüsselbereichen. Das Smart Canton-Projekt nutzt IoT-Sensoren, die mit vernetzten Objekten wie Smartphones und GPS-Geräten interagieren, um die Lebensqualität im öffentlichen Raum zu verbessern. In der Gemeinde Carouge liefern Sensoren Autofahrern Echtzeitinformationen über verfügbare Parkplätze, was wertvolle Zeit spart. Ein zweites Pilotprojekt modelliert Straßenverkehrslärm in städtischen Gebieten mit rund 1.000 Sensoren, um die Auswirkungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen, neuen Straßenbelägen oder Gebäuden auf die Lärmbelastung zu bewerten. Die Stadt wird besonders für Grünflächen, Zugang zum Bildungssystem, Bürgerbeteiligung bei städtischen Projekten und Online-Tickets für öffentliche Verkehrsmittel geschätzt.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| Smart Parking | Echtzeit-Sensoren in Carouge | Reduzierte Parkplatzsuche |
| Lärmmonitoring | 1.000 Sensoren | Datenbasierte Lärmreduktion |
| Öffentlicher Verkehr | Online-Ticketing | Verbesserte Zugänglichkeit |
| Grünflächen | Intelligentes Flächenmanagement | Höhere Lebensqualität |
| Bürgerbeteiligung | Digitale Partizipationsplattformen | Demokratische Stadtentwicklung |
Lausanne – Intelligente Infrastruktur am Genfersee
Lausanne belegt 2026 Platz 10 im globalen Smart City Index und zeichnet sich durch strukturelle Exzellenz aus. Die Stadt am Genfersee expandiert ihre LoRaWAN-Technologie durch den Ausbau von Gateways, um Infrastruktur und Dienstleistungen intelligenter zu gestalten. Lausanne erhielt Bestnoten für die Nutzung öffentlicher Räume, kulturelle Aktivitäten und IT-Programme in Schulen. Die Stadt punktet besonders bei Online-Diensten im öffentlichen Verkehr und bietet ein nahtloses digitales Erlebnis für Bewohner. Das dynamische Ökosystem aus Start-ups, multinationalen Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und akademischen Institutionen verstärkt die Position als bevorzugtes Ziel für Investitionen und urbane Innovation. Kantonale und kommunale Regierungen unterstützen aktiv Initiativen für nachhaltige Mobilität und KI-gestützte öffentliche Dienste.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| IoT-Infrastruktur | LoRaWAN-Gateway-Ausbau | Erweiterte Smart Services |
| Bildung | IT-Programme in Schulen | Digitale Kompetenzentwicklung |
| Kultur | Intelligente Kulturangebote | Verbesserte Zugänglichkeit |
| ÖPNV | Online-Services | Hohe Nutzerzufriedenheit |
| Innovation | Start-up-Ökosystem | Wirtschaftswachstum |
Basel – Smart City Lab als Innovationszentrum
Basel positioniert sich 2026 als Innovationszentrum mit dem Smart City Lab Basel, das Partner aus Industrie, Wissenschaft, Verwaltung und interessierter Öffentlichkeit vernetzt. Das Lab ermöglicht Start-ups, voneinander zu lernen, zu experimentieren und neue Ideen für die intelligente Schweiz von morgen zu entwickeln. Die Stadt verfügt über eine robuste digitale Infrastruktur mit Glasfaseranschlüssen (FTTH), 4G-Netzwerken und LoRaWAN-Technologie. Eine Open Government Data Platform stellt der Öffentlichkeit und Entwicklern Daten zur Verfügung, um innovative Anwendungen zu schaffen. Basel arbeitet mit sechs weiteren Schweizer Städten – Bern, Lugano, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich – an gemeinsamen Smart City-Modellen zusammen.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| Innovation | Smart City Lab Basel | Start-up-Förderung |
| Glasfaser | FTTH-Netzwerk | Hochgeschwindigkeits-Internet |
| Funk | 4G & LoRaWAN | IoT-Konnektivität |
| Open Data | Öffentliche Datenplattform | Entwickler-Innovation |
| Kooperation | 7-Städte-Netzwerk | Wissensaustausch |
Bern – Autonome Mobilität im Furttal-Projekt
Bern treibt 2026 die autonome Mobilität voran mit dem Pilotprojekt im Furttal-Gebiet des Kantons Zürich, das ab Frühjahr 2025 autonome Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr einsetzt. Das Projekt verbessert die Mobilität in ländlichen Gebieten und stärkt die Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Der Projektpartner ioki, der europaweit über 150 On-Demand-Projekte mit mehr als sieben Millionen Passagieren umgesetzt hat, berechnet die effizientesten Routen basierend auf Nachfrage und Fahrzeugposition. Die digitale Buchung autonomer Fahrzeuge erfolgt sowohl im Linienverkehr als auch on-demand über die ioki Passenger App. Die Schweizer Bundesbahnen (SBB) und das Swiss Transit Lab sind wichtige Partner bei der Entwicklung dieser zukunftsweisenden Mobilitätslösung.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| Autonome Fahrzeuge | Furttal-Pilotprojekt | Flexible Mobilität |
| On-Demand | ioki-Software | Optimierte Routenplanung |
| App-Integration | ioki Passenger App | Nahtlose Buchung |
| Kooperation | SBB & Swiss Transit Lab | Öffentliche Verkehrsintegration |
| Ländliche Mobilität | Flexibles Transportsystem | Verbesserte Erreichbarkeit |
St. Gallen – Smartnet-Projekt mit LoRa-Technologie
St. Gallen entwickelt 2026 seine Smart City-Infrastruktur auf Basis des erfolgreichen Smartnet-Pilotprojekts, das LoRa-Technologie für hohe Zuverlässigkeit, Kosteneffizienz und Sicherheit nutzt. Das Quartier Remishueb dient als Pionierbereich für Smart City-Anwendungen in einem gewachsenen Stadtteil. Die St. Galler Stadtwerke (sgsw) stellen eine selektive LoRaWAN-Infrastruktur innerhalb der Stadt bereit. St. Gallen verfolgt sowohl einen Bestandsansatz in Remishueb als auch Greenfield-Strategien für neue Entwicklungsgebiete. Die 4G-Infrastruktur bildet das Rückgrat für mobile Konnektivität. Das Smartnet-Projekt ist zum Eckpfeiler für zukünftige Smart City-Initiativen geworden und demonstriert skalierbare IoT-Lösungen.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| IoT-Netzwerk | Smartnet mit LoRa | Zuverlässige Konnektivität |
| Pilot-Quartier | Remishueb | Praktische Anwendungstests |
| Infrastruktur | Stadtwerke LoRaWAN | Städtisches IoT-Ökosystem |
| Mobile | 4G-Abdeckung | Grundlegende Vernetzung |
| Strategie | Bestand & Greenfield | Vielseitige Entwicklung |
Winterthur – Nachhaltige Smart City-Projekte
Winterthur konzentriert sich 2026 auf nachhaltige Smart City-Lösungen mit Bundesunterstützung für Projekte in den Bereichen Abfallrecycling, Mobilität, Green IT und Prozessoptimierung. Die Stadt arbeitet eng mit Basel, Bern, Lugano, Luzern, St. Gallen und Zürich an gemeinsamen Smart City-Modellen für die nächste nationale Ausstellung „NEXPO” zusammen. Winterthur entwickelt innovative Ansätze für intelligentes Abfallmanagement, das IoT-Sensoren zur Optimierung von Sammelsystemen nutzt. Die Mobilitätsinitiativen umfassen vernetzte Verkehrssysteme und nachhaltige Transportlösungen. Green IT-Projekte zielen auf energieeffiziente Rechenzentren und umweltfreundliche Technologieinfrastruktur ab.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| Abfall | IoT-Recycling-Systeme | Effiziente Sammlung |
| Mobilität | Vernetzte Verkehrslösungen | Nachhaltige Transportation |
| Green IT | Energieeffiziente Rechenzentren | Reduzierter CO₂-Fußabdruck |
| Prozesse | Digitale Optimierung | Höhere Effizienz |
| Kooperation | NEXPO-Städtenetzwerk | Gemeinsame Innovation |
Luzern – 5G-Integration für Smart Services
Luzern etabliert sich 2026 als wichtiger 5G-Standort mit umfassender Netzabdeckung durch Swisscom und Ericsson. Die Stadt war Teil der ersten 54 Städte und Gemeinden, in denen im April ein kommerzielles 5G-Netz aktiviert wurde. Die 5G+-Abdeckung erreicht über 83% der Schweizer Bevölkerung mit dem Ziel von 90% bis 2026, was besonders Luzern als Wirtschaftsstandort stärkt. Die Technologie ermöglicht Anwendungen in den Bereichen Infotainment, Gaming, Virtual Reality und Industrie 4.0. Luzern profitiert von niedrigen Latenzen, Network Slicing und höherer Effizienz durch 5G Standalone (SA). Die Stadt nutzt die erweiterte Konnektivität für intelligente Gebäudeverwaltungssysteme und vernetzte öffentliche Dienste.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| 5G-Netz | Swisscom/Ericsson-Rollout | Erste 54 Städte |
| Abdeckung | 83% 5G+ (Ziel 90%) | Hochleistungskonnektivität |
| Standalone | 5G SA-Übergang | Niedrige Latenz |
| Industrie 4.0 | Digitale Transformation | Wirtschaftswachstum |
| Smart Buildings | Vernetzte Gebäudesysteme | Energieeffizienz |
Lugano – Tessin-Metropole im Smart City-Netzwerk
Lugano, die größte Stadt im italienischsprachigen Tessin, ist 2026 Teil des Schweizer Smart City-Netzwerks von sieben führenden Städten, die gemeinsam an innovativen urbanen Lösungen arbeiten. Die Stadt entwickelt Smart City-Anwendungen für die mehrsprachige Region und dient als Brücke zwischen Schweizer und italienischen Innovationsökosystemen. Lugano profitiert vom Smart City Hub Switzerland, der Zusammenarbeit und Wissensaustausch zwischen Städten fördert. Die Stadt implementiert IoT-Lösungen für Tourismusmanagement und kulturelles Erbe, die ihre Attraktivität als Destination steigern. Luganos Fokus auf nachhaltige urbane Entwicklung integriert Umweltsensoren und intelligente Energiesysteme.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| Netzwerk | 7-Städte-Kooperation | Wissensaustausch |
| Tourismus | IoT-Tourismusmanagement | Verbesserte Besuchererfahrung |
| Kultur | Digitales Kulturerbe | Erhaltung & Zugänglichkeit |
| Umwelt | Umweltsensoren | Klimamonitoring |
| Sprache | Mehrsprachige Plattformen | Regionale Integration |
Schaffhausen – Smart Parking und E-Mobilität
Schaffhausen entwickelt 2026 innovative Smart Parking-Lösungen mit LoRaWAN-Technologie von SH Power. Das Energieunternehmen analysiert Parkdaten zusammen mit Daten von Elektrofahrzeug-Ladestationen, um Effizienzgewinne zu erzielen. Die Sensoren erreichen über 99% Erkennungsgenauigkeit und können oberirdisch und unterirdisch eingesetzt werden. Das Smart Parking-System reduziert Verkehrsstaus und CO₂-Emissionen um bis zu 30%. Die Batterielebensdauer der Sensoren beträgt bis zu 10 Jahre, was eine nachhaltige und wartungsarme Lösung gewährleistet. Schaffhausen integriert die Parkraumdaten mit einer zentralen Verwaltungssoftware für Echtzeitinformationen.
| Kategorie | Technologie/Initiative | Auswirkung |
| Smart Parking | LoRaWAN-Sensoren | 99% Genauigkeit |
| E-Mobilität | Ladestation-Integration | Effiziente Energienutzung |
| Verkehr | Stauanalyse | 30% CO₂-Reduktion |
| Batterie | 10-Jahre-Lebensdauer | Geringe Wartung |
| Verwaltung | Zentrale Software | Echtzeitdaten |
Schlussbetrachtung
Die 10 Smart Cities, IoT & Mobility in der Schweiz in 2026 demonstrieren eindrucksvoll, wie digitale Transformation urbane Lebensqualität verbessert und nachhaltige Entwicklung fördert. Mit führenden Technologien wie LoRaWAN-Netzwerken, 5G+-Infrastruktur, autonomen Fahrzeugen und KI-gestützten Verwaltungssystemen setzt die Schweiz globale Standards für intelligente Stadtentwicklung. Die Zusammenarbeit zwischen Städten, Universitäten, Start-ups und öffentlichen Einrichtungen durch Initiativen wie Smart City Hub Switzerland beschleunigt Innovation und Best-Practice-Austausch. Von Zürichs digitalem Zwilling über Genfs Smart Canton-Projekt bis zu Schaffhausens intelligenten Parklösungen zeigen diese Städte vielfältige Ansätze für zukunftsfähige urbane Ökosysteme. Die konsequente Integration von IoT-Sensoren, erneuerbaren Energien und vernetzter Mobilität macht Schweizer Smart Cities zu Vorbildern für nachhaltige, lebenswerte und technologisch fortschrittliche urbane Räume.
