NachrichtWeltnachrichten

Hurrikan Melissa trifft Kuba mit Windgeschwindigkeiten von 193 km/h; Jamaika erklärt das Gebiet zum Katastrophengebiet.

üdliche Küstenabschnitt von Ost-Kuba wird derzeit von Hurricane Melissa heimgesucht, der am frühen Mittwoch als „extrem gefährlicher“ Sturm der Kategorie 3 mit andauernden Windgeschwindigkeiten von 120 mph (193 km/h) an Land ging. Der Landfall erfolgte nur 24 Stunden nachdem Melissa Jamaika als katastrophaler Wirbelsturm der Kategorie 5 verwüstete, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 mph (295 km/h), was den stärksten je auf die Inselnation getroffenen Sturm in deren 174-jähriger Geschichte markier

Der jamaikanische Premierminister Andrew Holness hat Jamaika zur „Gefahrenzone“ erklärt und den Katastrophenschutz aktiviert, während die Insel mit umfangreichen Schäden kämpft. Gleichzeitig evakuierten kubanische Behörden etwa eine halbe Million Menschen, als das Sturmzentrum nahe Chivirico in der Provinz Santiago de Cuba an Land ging und lebensbedrohliche Überflutungen sowie zahlreiche Erdrutsche drohten.

Wichtige Fakten zum Sturmverlauf

  • Kuba-Landfall (29. Okt): Landfall nahe Chivirico, Santiago de Cuba, gegen 8 Uhr Ortszeit mit Kategorie-3-Sturm und 120 mph (193 km/h) Windgeschwindigkeiten.

  • Jamaika-Landfall (28. Okt): Traf die Südküste als Kategorie-5-Hurrikan mit 185 mph (295 km/h) starken Winden.

  • Katastrophenerklärung auf Jamaika: Premierminister Holness erklärte am 24. Oktober den Ausnahmezustand, wodurch Evakuierungen und volle Mobilisierung der Katastrophenschutzbehörde möglich wurden.

  • Evakuierungen in Kuba: Etwa 500.000 Menschen in gefährdeten Gebieten wurden geräumt.

  • Aktuelle Prognose: Melissa wird voraussichtlich ostwärts durch Kuba ziehen und später über die südöstlichen Bahamas stärken, bevor sie nordostwärts in Richtung Bermuda zieht.

  • Karibische Auswirkungen: Mindestens sieben Tote wurden bis dato in Jamaika, Haiti und der Dominikanischen Republik durch Überflutungen und Erdrutsche gemeldet.

Kuba bereitet sich auf schwierige Nacht vor

Der Landfall von Melissa in Kuba ist der zweite verheerende Einschlag dieses Sturmsystems. Die National Hurricane Center bestätigte, dass die Sturmwand mit den höchsten Windgeschwindigkeiten früh am Mittwoch an Land kam. Präsident Miguel Díaz-Canel warnte vor einer schweren Bedrohung, möglicherweise eine der stärksten, die die östlichen Provinzen Kubas je getroffen hat. Hurrikanwarnungen gelten für Granma, Santiago de Cuba, Guantánamo, Holguín und Las Tunas. Schulen und Transport wurden ausgesetzt, während Einwohner Schutz in Notunterkünften suchten. Es wird mit bis zu 51 cm Regen gerechnet, was schwere Überschwemmungen und Murenabgänge auslösen könnte. Der Sturm stellt eine ernste Gefahr für Kubas fragile Wirtschaft dar, die schon unter Versorgungsengpässen bei Lebensmitteln und Kraftstoff leidet.

Jamaika erholt sich von historischem Kategorie-5-Treffer

Während Kuba mit der unmittelbaren Wucht des Sturms ringt, wacht Jamaika nach der direkten Katastrophe eines Superhurrikans der Kategorie 5 am Dienstag auf. Der Sturm hatte sich rasant verstärkt und erreichte die Südküste Jamaikas mit Windgeschwindigkeiten von 185 mph (295 km/h), was ihn zum stärksten Sturm in der Geschichte Jamaikas macht. Die Katastrophenerklärung ermöglichte umfassende Reaktionen, doch viele Bewohner, wie der Fischer Noel Francis, blieben trotz Warnungen in ihren Häusern.

Erste Schadensberichte in Jamaika

  • Die Gemeinde St. Elizabeth ist weitgehend überflutet.

  • Über 500.000 Haushalte sind ohne Strom.

  • Mindestens vier Krankenhäuser sind beschädigt, eines musste Patienten evakuieren.

  • Umfangreiche Schäden an Infrastruktur, einschließlich umgestürzter Bäume und Stromleitungen.

  • In Kingston warnten Behörden vor ausgewiesenen Flutgebieten und sogar entflohenen Krokodilen.

Analyse des Sturms

Melissa zeigt ein dramatisches Beispiel für die schnelle Intensivierung tropischer Wirbelstürme, die mit der Erderwärmung und steigenden Meerestemperaturen zusammenhängt. Der Sturm schwächte sich über dem Bergland Jamaikas auf Kategorie 3 ab, bevor er in Kuba erneut an Stärke gewann, jedoch immer noch als lebensbedrohlicher Hurrikan gilt.

Ausblick

Melissa wird voraussichtlich Kuba verlassen und über die Bahamas ziehen, bevor sie sich nordöstlich zu Bermuda bewegt. Internationale Hilfsorganisationen bereiten eine massive Reaktion vor, mit Schwerpunkten auf Such- und Rettungsmaßnahmen in Jamaika und Notstandsmanagement in Kuba.