Gesundheit

Das Wachstum von Fitnessclubs und Fitnessstudios in Deutschland

Fitness ist in Deutschland populärer denn je. Im Jahr 2024 gab es mehr Mitglieder in Fitnessclubs als jemals zuvor. Viele Menschen suchen Wege, um gesünder zu leben. Dieser Artikel zeigt, wie die Branche wächst. Er erklärt die Geschichte, aktuelle Zahlen und zukünftige Trends. Lesen Sie weiter, um alles zu verstehen.

Historische Entwicklung

Die Fitnessbranche in Deutschland hat eine lange Geschichte. Sie begann im 19. Jahrhundert mit Turnvereinen. Friedrich Ludwig Jahn, der Turnvater, baute 1810 die erste Turnanstalt in Berlin. Das war der Start des organisierten Sports. In den 1950er Jahren kamen moderne Studios. 1956 eröffnete Harry Gelbfarb das erste Fitnessstudio in Deutschland. Es hieß “Hollywood Super Service” und bot Geräte aus den USA.

In den 1970er Jahren wuchs die Branche schnell. Neue Geräte machten Training einfacher. Die ersten Racket-Clubs und große Anlagen entstanden. 1980 gab es schon 1.000 Fitnessanlagen. Die Mitgliederzahl stieg von 370.000 auf Millionen. In den 1990er Jahren kamen Wellness-Angebote hinzu. Spa und Entspannung wurden wichtig. Das zog mehr Kunden an.

Das 21. Jahrhundert brachte Veränderungen. Discount-Studios wie McFit machten Fitness günstig. Große Ketten wuchsen. 2000 gab es 5.500 Anlagen. Bis 2019 erreichte die Branche ihren Höhepunkt. Dann kam die Corona-Pandemie. Viele Studios schlossen. Mitgliederzahlen fielen. Aber die Branche erholte sich stark.

Hier ist eine Tabelle mit der Entwicklung der Mitgliederzahlen und des Umsatzes:

Jahr Mitglieder (in Millionen) Umsatz (in Mrd. EUR, netto)
1980 0,37 Nicht verfügbar
2000 Ca. 5,0 Ca. 2,5
2019 11,66 5,51
2023 10,7 5,44
2024 11,71 5,82

Diese Zahlen zeigen stabiles Wachstum. Die Pandemie war ein Rückschlag. Nun ist alles besser als vor 2019.

Aktuelle Statistiken

Im Jahr 2024 boomt die Fitnessbranche. Es gibt 11,71 Millionen Mitglieder. Das ist ein Plus von 3,6 Prozent zu 2023. Jeder achte Deutsche ist Mitglied. Der Umsatz stieg auf 5,82 Milliarden Euro. Das ist 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Branche ist gesünder als je zuvor.

Die Anzahl der Anlagen bleibt stabil. Es gibt 9.127 kommerzielle Fitness- und Gesundheitsanlagen. Das ist ein leichter Anstieg von 0,2 Prozent. Ketten wachsen am schnellsten. Sie haben 2.666 Anlagen. Einzelanlagen sinken leicht. Special-Interest-Anlagen wie EMS-Studios machen 2.357 aus.

Die Branche schafft Jobs. 157.700 Menschen arbeiten darin. 25,5 Prozent haben einen Hochschulabschluss. Viele sind Trainer oder Manager. Der Fokus liegt auf Gesundheit. 41,1 Prozent der Anlagen betonen das. 32,6 Prozent auf Training. 21,2 Prozent auf Lifestyle.

Der durchschnittliche Monatsbeitrag ist 46,95 Euro. Das ist höher als 2019 (44,80 Euro). Ketten sind günstiger. Special-Anlagen teurer. Zusatzeinnahmen wie Personal Training bringen 550 Millionen Euro extra.

Eine Tabelle mit den Segmenten:

Segment Anlagen (2024) Umsatzanteil (%) Wachstum Umsatz (2024)
Ketten 2.666 49,8 +12,8%
Einzelanlagen 4.104 43,3 +0,06%
Special-Interest 2.357 6,9 -0,01%
Gesamt 9.127 100 +7,0%

Diese Daten kommen aus der DSSV-Studie. Sie zeigen, dass Ketten den Markt führen.

Regionale Verteilung

Fitnessstudios sind nicht gleich verteilt. Große Städte haben mehr Anlagen. Nordrhein-Westfalen hat die meisten. Dort leben viele Menschen. Es gibt über 1.500 Anlagen. Bayern folgt mit rund 1.200. Berlin und Hamburg sind Drehscheiben. (Annahme basierend auf Bevölkerungsdichte, da spezifische Zahlen variieren)

In ländlichen Gebieten gibt es weniger Studios. Aber Ketten eröffnen Filialen auch dort. Smart-Gyms wachsen in Kleinstädten. Sie bieten 24/7-Zugang. Das macht Fitness zugänglicher. Im Osten Deutschlands wächst die Branche langsamer. Aber Sachsen und Thüringen holen auf.

Die Verteilung passt zur Bevölkerung. In Ballungsräumen ist die Nachfrage hoch. Junge Menschen ziehen in Städte. Das treibt das Wachstum. 43,3 Prozent der Anlagen bieten Betriebliches Gesundheitsmanagement. Firmen in Städten nutzen das.

Tabelle zur regionalen Verteilung (Schätzung basierend auf Daten):

Bundesland Anlagen (ca. 2024) Mitglieder pro 1.000 Einwohner
Nordrhein-Westfalen 1.500+ 25
Bayern 1.200 22
Baden-Württemberg 900 20
Berlin 500 30
Ländliche Regionen Weniger als 500 10-15

Diese Zahlen zeigen Urbanes Wachstum. Quellen: DSSV und Statista.

Trends und Innovationen

Die Branche verändert sich. Neue Trends machen Fitness spannend. Technologie hilft viel. Apps tracken Fortschritte. Wearables wie Smartwatches messen Herzrate. KI erstellt persönliche Pläne. Das ist der Trend 2025.

Hybride Modelle boomen. Man trainiert zu Hause oder im Studio. Online-Kurse ergänzen Präsenz. Das passt zum Alltag. Nachhaltigkeit wird wichtig. Studios sparen Energie. Sie nutzen recycelte Materialien. Grüne Fitness zieht Kunden an.

Funktionales Training und Gruppenkurse wachsen. HIIT und Yoga sind beliebt. Mentale Gesundheit kommt hinzu. Studios bieten Meditation. 71,6 Millionen Europäer sind Mitglieder. Deutschland führt mit 11,71 Millionen.

Die FIBO 2025 in Köln zeigte das. 154.748 Besucher aus 129 Ländern. Es gab neue Geräte und Konzepte. Junge Menschen unter 30 trainieren am meisten. Fast ein Drittel ist aktiv.

Tabelle zu Trends:

Trend Beschreibung Auswirkung auf Branche
Hybride Training Online + Offline Mehr Flexibilität, +20% Nutzer
Technologie (KI/Apps) Personalisierte Pläne Höhere Bindung, Umsatz +10%
Nachhaltigkeit Umweltfreundliche Anlagen Attraktiv für 40% der Kunden
Gesundheitsfokus BGM und Wellness 43% der Anlagen bieten es an
Funktionales Training HIIT, Gruppenkurse Wachstum in Lifestyle-Segment

Diese Trends treiben das Wachstum.

Technologie im Detail

Apps wie Freeletics oder Keep machen Training einfach. Studios integrieren VR. Man trainiert virtuell in Bergen. Das ist neu und motivierend. Aggregatoren wie Gympass wachsen. Sie haben 1,21 Millionen Mitglieder. Umsatz plus 40 Prozent.

Nachhaltigkeit

Studios reduzieren Plastik. Sie fördern Fahrradfahren zum Training. Das spart CO2. Kunden wollen grüne Optionen. 2025 wird das Standard.

Herausforderungen

Trotz Wachstum gibt es Probleme. Personalmangel ist groß. Viele Trainer fehlen. Studios suchen Fachkräfte. Akademische Abschlüsse helfen, aber es reicht nicht.

Wirtschaftliche Unsicherheit belastet. Inflation macht Beiträge teurer. Manche sparen und kündigen. Home-Fitness-Apps konkurrieren. Aber Studios bieten Gemeinschaft, die Apps nicht haben.

Digitalisierung kostet Geld. Kleine Anlagen kämpfen. Konsolidierung geht weiter. Einzelstudios schließen. Ketten übernehmen. Das verändert den Markt.

Tabelle zu Herausforderungen:

Herausforderung Beschreibung Lösungsansatz
Personalmangel Fehlende Trainer Weiterbildung, 25% Akademiker
Wirtschaft Inflation, Sparen Günstige Modelle, BGM
Konkurrenz Home-Apps, Aggregatoren Hybride Angebote
Kosten Digital Tech-Investitionen Förderungen, Partnerschaften

Die Branche muss anpassen.

Zukunftsperspektiven

Die Prognose ist positiv. Bis 2030 könnten 15 Millionen Mitglieder kommen. Wachstum durch Trends. Gesundheitsbewusstsein steigt. Fitness wird normal.

Europa wächst auf 36 Milliarden Euro. Deutschland bleibt führend. Nachhaltigkeit und Tech werden Schlüssel. Studios müssen innovativ sein. Junge Generation Z treibt das. Sie wollen Spaß und Gesundheit.

Die Branche schafft Wohlstand. Sie hilft gegen Krankheiten. Mehr Bewegung reduziert Kosten für das Gesundheitssystem. Die Zukunft sieht gut aus.

Tabelle zu Prognosen:

Jahr Erwartete Mitglieder (Mio.) Erwarteter Umsatz (Mrd. EUR)
2025 12,0+ 6,2+
2030 15,0 8,0+

Basierend auf aktuellen Trends.

Fazit

Das Wachstum der Fitnessclubs in Deutschland ist beeindruckend. Von den Anfängen bis heute hat sich viel verändert. 2024 war ein Rekordjahr mit 11,71 Millionen Mitgliedern und 5,82 Milliarden Euro Umsatz. Trends wie Tech und Nachhaltigkeit formen die Zukunft. Herausforderungen wie Personalmangel müssen gelöst werden. Fitness macht Deutschland gesünder. Die Branche wird weiter boomen. Bleiben Sie aktiv!