5 wenig bekannte Cleantech-Inkubatoren in Luxemburg
Luxemburg positioniert sich zunehmend als zentraler Akteur in der europäischen Cleantech-Branche. Neben bekannten Größen wie der Luxembourg Green Exchange oder LuxFLAG gibt es weniger bekannte Inkubatoren, die innovative Start-ups im Bereich nachhaltiger Technologien unterstützen. Diese fünf Initiativen bieten spezialisierte Räume, Netzwerke und Finanzierungsmöglichkeiten für Gründer.
1. Innovation Hub Dudelange: Testfeld für Öko-Technologien
Der Innovation Hub Dudelange bildet das Herzstück des geplanten CO₂-neutralen Viertels Neischmelz. Hier arbeiten aktuell 11 Start-ups an Lösungen für Umwelttechnologien wie energieeffiziente Gebäude oder Kreislaufwirtschaftssysteme.
Schlüsselmerkmale
| Kriterium | Details |
| Standort | 100 Route de Volmerange, Dudelange (ehem. ArcelorMittal-Gelände) |
| Fokus | Öko-Technologien, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Baukonzepte |
| Unterstützung | Coaching, Labore, Synergien mit Dudelanger Kommune |
| Auswahlkriterien | Innovationspotenzial im Cleantech-Bereich |
Der Hub dient als Pilotprojekt für das Neischmelz-Viertel, das bis 2033 entstehen soll. Start-ups können hier ihre Technologien in der Praxis testen – etwa bei der Umsetzung energieeffizienter Gebäude oder der Integration regenerativer Energien .
2. Luxembourg-City Incubator (LCI): UrbanTech mit Cleantech-Fokus
Der Luxembourg-City Incubator (LCI) im House of Startups (HoST) konzentriert sich auf Start-ups mit Bezug zu urbane Technologien und nachhaltiger Mobilität.
Fakten im Überblick
| Aspekt | Informationen |
| Standort | Dôme-Gebäude, Hauptbahnhofsviertel (6.000 m² Fläche) |
| Zielgruppe | Start-ups in UrbanTech, Cleantech, FinTech |
| Infrastruktur | 200+ Arbeitsplätze, Konferenzräume, IT-Infrastruktur |
| Vorteile | Zugang zu Investoren, Kooperationen mit Stadt Luxemburg |
Der LCI bietet jungen Unternehmen flexible Büros und Netzwerke zu öffentlichen Institutionen. Ein Beispiel: Start-ups, die Lösungen für die Entsorgung urbaner Abfälle entwickeln, finden hier Partner für Pilotprojekte .
3. House of Startups (HoST): Zentrale Plattform für Klima-Innovationen
Das House of Startups vereint mehrere Inkubatoren unter einem Dach – darunter den International Climate Finance Accelerator Luxembourg (ICFA).
Struktur und Angebote
| Bereich | Details |
| Standort | Dôme-Gebäude, Luxemburg |
| Unterstützte Hubs | LCI, LHoFT (FinTech), ICFA (Klimafinanzierung) |
| Zielgruppe | Start-ups in Cleantech, FinTech, HealthTech |
| Leistungen | Workshops, Cross-Sektor-Kooperationen, Zugang zu EU-Fördergeldern |
Der ICFA ist ein Schlüsselplayer für Start-ups, die grüne Finanzinstrumente entwickeln – etwa Klimabonds oder Nachhaltigkeitsfonds. HoST ermöglicht hier den Austausch mit etablierten Finanzinstituten .
4. Greentech Innovation Centre: Biotechnologie für Nachhaltigkeit
Das Greentech Innovation Centre des Luxemburg Institute of Science and Technology (LIST) konzentriert sich auf Bio-Technologien und Umweltlösungen.
Technologische Schwerpunkte
| Bereich | Aktivitäten |
| Bioproduktion | Entwicklung nachhaltiger Materialien aus Algen oder Pilzen |
| Abwasserbehandlung | Entfernung von Mikroplastik und Arzneimitteln |
| Kreislaufwirtschaft | Biorefinerien für die Wiederverwertung organischer Abfälle |
| Infrastruktur | 500 m² Laborfläche, Pilotanlagen für industrielle Prozesse |
Das Centre unterstützt Start-ups vom Labortest bis zur Massenproduktion. Ein Beispiel: Die Entwicklung von biologischen Katalysatoren zur Herstellung nachhaltiger Kunststoffe .
5. Luxembourg CleanTech Cluster: Netzwerk für Kreislaufwirtschaft
Der Luxembourg CleanTech Cluster verbindet Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Akteure, um kreislauforientierte Lösungen zu fördern.
Kernaktivitäten
| Bereich | Details |
| Ziel | Stärkung der Kreislaufwirtschaft in Luxemburg |
| Dienstleistungen | Zugang zu EU-Fördergeldern, Marktanalysen, Kooperationsvermittlung |
| Fokusbranchen | Bauwesen, Wasserwirtschaft, Elektromobilität |
| Erfolgsbeispiele | Projekte zur Wiederverwertung von Bauschutt |
Der Cluster organisiert thematische Workshops (z. B. zu Wasserwirtschaft) und initiiert Pilotprojekte wie die Entwicklung von CO₂-armen Baustoffen .
Fazit: Luxemburg als Hotspot für Cleantech-Innovationen
Die genannten Inkubatoren zeigen: Luxemburg bietet nischenlösungen für Start-ups, die sich auf spezifische Bereiche wie Biotechnologie, urbanes Recycling oder Klimafinanzierung fokussieren. Der Mix aus öffentlicher Unterstützung, internationalen Netzwerken und einer regulatorischen Förderung (z. B. der Luxembourg Green Exchange) macht das Land zur Testregion für grüne Technologien.
Für Gründer lohnt sich der Blick über die Grenzen der Hauptstadt hinaus – insbesondere Inkubatoren wie der Innovation Hub Dudelange oder das Greentech Innovation Centre bieten Zugang zu Infrastrukturen, die in anderen Ländern oft nicht verfügbar sind.
