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9 Luxemburger Fintechs, die sich mit finanzieller Inklusion befassen

Finanzielle Inklusion – das Ziel, allen Menschen Zugang zu fairen Bankdienstleistungen zu verschaffen – ist ein Schlüsselthema der modernen Finanzwelt. Luxemburg, als führendes Zentrum für Finanztechnologie, setzt hier mit innovativen Lösungen Maßstäbe. In diesem Artikel stellen wir 9 Fintech-Unternehmen vor, die gezielt Menschen und Unternehmen mit begrenztem Zugang zu Finanzdienstleistungen unterstützen.

1. ADA: Kleinstkredite für eine bessere Zukunft

ADA (Appui au Développement Autonome) ist ein Pionier in der Mikrofinanzbranche. Seit über 25 Jahren bietet das Unternehmen Kleinstkredite und technische Lösungen für Kleinunternehmer in Entwicklungsregionen an. 2019 unterstützten sie 33 Mikrofinanzinstitute und eine Fintech-Firma, um 76.420 Menschen mit Produkten wie Mikroversicherungen, Agrarkrediten oder Sparlösungen zu versorgen.

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ADA Mikrofinanzierung Entwicklungsregionen  

2. InFiNe.lu: Vernetzung für Inklusion

InFiNe (Inclusive Finance Network Luxembourg) verbindet öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Akteure, um finanzielle Inklusion weltweit voranzutreiben. Das Netzwerk fördert Initiativen wie den Europäischen Mikrofinanzpreis (100.000 € Preisgeld), der Lösungen für Klimaresilienz auszeichnet.

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InFiNe.lu Netzwerk für Inklusion Globale Entwicklungszusammenarbeit  

3. OKO: Landwirte schützen vor Dürre

OKO ist ein InsurTech, das Landwirten in Afrika und Asien digitale Versicherungen gegen Ernteausfälle anbietet. Dank KI-gestützter Satellitendaten wird bei Dürre automatisch ausgezahlt – ohne langwierige Schadensmeldungen.

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OKO Agrarversicherungen Subsahara-Afrika  

4. IBISA: Gemeinschaftliche Risikoabsicherung

IBISA (Insurance Blockchain for Inclusive Agriculture) nutzt Blockchain, um Kleinstlandwirte und Viehzüchter vor Klimarisiken zu schützen. Das Modell funktioniert wie eine Genossenschaft: Mitglieder zahlen Beiträge, die bei Schäden ausgezahlt werden.

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IBISA Blockchain-basierte Versicherungen Landwirtschaft weltweit  

5. Finologee: Sicherheit für digitale Zahlungen

Finologee entwickelt KI-gestützte Plattformen für Zahlungen, KYC/AML-Prüfungen und digitale Identitäten. Diese Lösungen helfen Banken, kostengünstig Menschen mit niedrigem Einkommen zu bedienen, ohne Compliance-Risiken.

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Finologee Compliance-Lösungen Finanzdienstleister weltweit  

6. Banking Circle: Grenzenlose Überweisungen

Banking Circle Group ermöglicht Echtzeit-Überweisungen in 25 Währungen – besonders wichtig für KMUs im globalen Handel. Ihre EURI-Stablecoin (eurogebundener Kryptowährung) soll 24/7-Zahlungen revolutionieren.

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Banking Circle Cross-Border-Zahlungen Internationale Geschäfte  

7. Stokr: Tokenisierte Investitionen für alle

STOKR macht Beteiligungen an Startups und Immobilien über Tokenisierung zugänglich. Kleinanleger können nun in Projekte investieren, die früher nur für Großinvestoren offen waren.

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STOKR Tokenisierte Investments Privatanleger  

8. FundsDLT: Blockchain für Fondsverteilung

FundsDLT nutzt Blockchain-Technologie, um Fondsanteile transparent und kostengünstig zu handeln. Dies senkt die Hürden für institutionelle Anleger und ermöglicht mehr Diversifizierung.

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FundsDLT Blockchain-Fondsplattform Asset-Management  

9. Fineon Exchange: Handel mit KI-Optimierung

Fineon.net ist eine KI-gestützte Handelsplattform, die Exporteuren und Investoren verbindet. Sie optimiert Working Capital durch dynamische Finanzierungslösungen – besonders für KMUs in Schwellenländern.

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Fineon Exchange KI-gestützter Handel Exporteure und Händler  

Vergleichstabelle: Schwerpunkte der Fintechs

Fokus Beispiele
Landwirtschaft OKO, IBISA, Fineon Exchange
Zahlungen Banking Circle, Finologee
Investitionen STOKR, FundsDLT
Netzwerke InFiNe.lu, ADA

Luxemburg als Hub für Inklusion

Der Luxembourg House of Financial Technology (LHoFT) ist der Treiber dieser Bewegung. Seit 2017 haben über 200 Fintechs hier ihren Sitz, und die Community hat über 1 Mrd. Euro an Investitionen generiert. Initiativen wie Catapult: Green Fintech fördern Nachhaltigkeitsprojekte, während das Blockchain IV-Gesetz rechtliche Klarheit für DLT-Projekte schafft.

Fazit: Technologie als Brücke zur Gleichheit

Diese 9 Fintechs zeigen: Finanzielle Inklusion ist kein Ideal, sondern machbar. Durch KI, Blockchain und innovative Geschäftsmodelle schaffen sie Zugänge, die traditionelle Banken oft ausschließen. Luxemburgs Regulierungskompetenz und die Vernetzung über LHoFT machen das Land zum perfekten Standort für solche Pioniere.