6 NFT-Projekte mit österreichischen Wurzeln, die weltweit für Aufsehen sorgen
NFTs (Non-Fungible Tokens) haben die Kunst- und Technologiewelt revolutioniert. Auch Österreich spielt dabei eine bedeutende Rolle – mit Projekten, die international Beachtung finden. Von Museen bis zur Post: Hier sind sechs österreichische Initiativen, die zeigen, wie innovativ das Land im NFT-Bereich ist.
1. „Der Kuss“-NFTs des Belvedere Museums
Das Wiener Belvedere machte Schlagzeilen, als es 2022 digitale Fragmente von Gustav Klimts Meisterwerk Der Kuss als NFTs veröffentlichte.
Key Facts:
| Aspekt | Details |
| Preis pro NFT | Ursprünglich 1.850 €, aktuell 146–210 € (Wertverlust: ~90 %) |
| Verkaufte Stücke | 2.700 von 10.000 NFTs |
| Umsatz | ~4,8 Mio. € |
| Besonderheit | Erstes NFT-Projekt eines Kunstmuseums mit globaler Medienresonanz |
Das Projekt nutzte Blockchain-Technologie, um hochauflösende Bildausschnitte zu tokenisieren. Trotz des Wertverlusts brachte es dem Museum nicht nur Einnahmen, sondern auch internationale Vernetzung.
2. Crypto Stamps der Österreichischen Post
Seit 2019 verbindet die Post physische Briefmarken mit digitalen NFTs – eine Weltneuheit.
Key Facts:
| Aspekt | Details |
| Preis | 6,90 € bis 9,90 € pro Stück |
| Verkaufte NFTs | 1,4 Mio. Stück (Stand 2025) |
| Innovation | NFC-Chips zur Authentifizierung (seit Crypto Stamp 3.0) |
| Kooperationen | Künstlerduo Hackatao (2024: Hedy Lamarr & Mozart) |
Die Crypto Stamps erreichten Sammler:innen weltweit und wurden an andere Postgesellschaften lizenziert. Seltene Stücke erzielten bis zu 130 €.
3. artèQ: Investmentfonds für digitale Kunst
Das Wiener Startup artèQ schafft Brücken zwischen analoger Kunst und Blockchain.
Key Facts:
| Aspekt | Details |
| Gründer | Farbod Sadeghian |
| Projekte | Klimt-NFTs, Kollaborationen mit Museen |
| Token | Ethereum-basiert (ERC-20) |
| Zielgruppe | Kunstsammler:innen und Tech-Enthusiasten |
artèQ digitalisiert physische Kunstwerke und macht sie über NFTs investierbar. Das Unternehmen arbeitet mit Galerien und Museen zusammen, darunter dem Belvedere.
4. NFT-Schenkungen ans Universalmuseum Joanneum
Das Grazer Joanneum erhielt 2021 als erstes Museum weltweit NFTs als Schenkung.
Key Facts:
| Aspekt | Details |
| Künstler | Tom Lohner („Electricity“) & Feromontana („308 Still in the Can“) |
| Technik | Animierte NFTs, basierend auf physischen Kunstwerken |
| Bedeutung | Pionierprojekt für Museen im Umgang mit digitaler Kunst |
Die NFTs wurden auf der Grazer Plattform mintastic.io erstellt und zeigen, wie regionale Künstler:innen die Blockchain nutzen.
5. Aisthisi: NFTs mit physischem Olivenöl
Das Wiener Projekt kombiniert digitale Kunst mit handgefertigtem Olivenöl aus Kroatien.
Key Facts:
| Aspekt | Details |
| Gründer | Thomas Wiesner (CTO von Morpher) |
| Preis | ~300 € pro NFT (0,11 ETH) |
| Innovation | Jedes NFT enthält ein QR-Code für physische Produktverifizierung |
Aisthisi demonstriert, wie NFTs beyond Art eingesetzt werden können – etwa in der Lebensmittelbranche.
6. Ayoka: NFTs für Fundraising im Getränkehandel
Das Start-up Ayoka nutzt NFTs, um Community-Bindung und Finanzierung zu stärken.
Key Facts:
| Aspekt | Details |
| Plattform | Magic Eden (größter NFT-Marktplatz) |
| Ziel | Finanzierung und Kundenbindung via NFT-Collectibles |
| Besonderheit | Fokus auf Retail-Brands (kein Kunstkontext) |
Ayoka zeigt, wie Unternehmen NFTs jenseits des Kunstmarkts innovativ einsetzen können.
Fazit: Österreich als NFT-Pionier
Von Kunst bis Logistik – diese Projekte unterstreichen Österreichs Rolle in der Blockchain-Welt. Institutionen wie das Belvedere oder die Post nutzen NFTs nicht nur zur Umsatzgenerierung, sondern auch zur globalen Sichtbarkeit. Gleichzeitig treiben Start-ups wie artèQ oder Aisthisi die Technologie in neue Anwendungsbereiche.
